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Wie funktioniert Klimaschutz durch CO2-Kompensation?

Vor dem Hintergrund vor Trockenheit aufgesprungender Erde, steht ein Bild von Bauner am Komposthaufen.

Hinter der CO2-Kompensation steht das folgende Prinzip: Die Menge an CO₂, die ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum verursacht hat, wird irgendwo anders auf der Welt durch Klimaschutzmaßnahmen eingespart; zum Beispiel durch die Aufforstung von Bäumen, die das Klimagas CO₂ einbinden können. Das Unternehmen kauft Emissionszertifikate und finanziert so derartige Klimaschutzprojekte. Die Anzahl der Zertifikate richtet sich dabei nach der Menge CO₂, die das Unternehmen ausgestoßen hat. Damit das Geld wirklich in sinnvollen Projekten ankommt, helfen weltweit anerkannte Standards wie Gold-Standard, VCS oder CDM bei der Auswahl.

Welchen Einfluss kann Landwirtschaft auf den Klimaschutz und die CO2-Kompensation haben?

Die Landwirtschaft ist für einen erheblichen Teil aller weltweit ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Rund 13 Prozent der CO₂-Emissionen lassen sich auf die Landwirtschaft zurückführen. Doch Landwirtschaft kann auch das genaue Gegenteil bewirken: Nämlich CO₂ senken und einbinden. Dabei kommt es ganz maßgeblich auf die Art der Bewirtschaftung an: So haben Studien gezeigt, dass der Bio-Landbau einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann und klimafreundlicher ist als die konventionelle Landwirtschaft.[1]

Auf der Hand liegt, dass der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und mineralische Düngemittel oder der Einsatz von regionalen Futtermitteln in der Bio-Landwirtschaft eine bessere Energiebilanz nach sich ziehen. Weniger bekannt ist hingegen, welche Auswirkungen der Boden und seine Beschaffenheit für den Klimaschutz haben. Tobias Bandel von SMI ist Bodenexperte und erklärt im Interview mit dem Waschbär-Magazin den Zusammenhang: „Ein Viertel des terrestrischen Kohlenstoffs ist im Regenwald in den Pflanzen gebunden, ein weiteres Viertel in den Kohlelagerstätten, aber knapp 50 Prozent in den knapp 30 cm Oberboden.“ Der Boden ist also der größte terrestrische Kohlenstoffspeicher der Welt.

Funktionieren kann das aber nur, wenn der Boden nicht durch Erosion verloren geht und gesund ist. Fruchtbare Böden zeichnen sich durch einen hohen Humusgehalt aus. Als Humus werden die organischen Bestandteile des Bodens bezeichnet, die wichtig für die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen sind. Die Praktiken des biologischen Landbaus, wie die Fruchtfolge oder der Verzicht auf Kunstdünger, fördern die Anreicherung des Bodens mit Humus. Der Clou ist: Von einem hohen Humusanteil profitieren nicht nur die Pflanzen; Humusaufbau im Boden bindet auch mehr CO₂ als ein Boden, in dem Humus abgebaut wird, da er viele organische Kohlenstoffverbindungen enthält.

[1] Die Angaben über die Zusammenhänge von Bio-Landbau und Klimaschutz beruhen auf: https://www.boelw.de/service/bio-faq/klima-umwelt/artikel/ist-bio-klimafreundlich/

 

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