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Do it yourself: Saatbänder selbst herstellen

Eines der weißen Saatbänder ist aufgerollt, ein anderes in eine Rille im Boden gelegt.

Jedes Jahr stehe ich vor dem Problem, kleinkörnige Samen im richtigen Abstand auszusäen. Die meisten Hobby-Gärtner werden genau wissen, wovon ich spreche. Vor allem Salat-, Radieschen- und Karottensaatgut ist so fein, dass es fast unmöglich ist, sie im optimalen Abstand auszusäen. Saatbänder sind da eine tolle Möglichkeit und ersparen zudem das Pikieren zu eng stehender Pflanzen. Aber der Komfort hat seinen Preis. Saatbänder gehen ganz schön ins Geld. Außerdem sollte man wie bei allem gekauften Saatgut auf die Herkunft der Samen achten. Leider sind Saatbänder mit Bio-Saatgut meist gar nicht so einfach im örtlichen Handel zu bekommen. Da wir sowieso am liebsten unsere eigenen Samen vom Vorjahr nutzen, habe ich nach einer DIY-Möglichkeit gesucht.

Anleitung für selbst hergestellte Saatbänder

Hier können Sie die Anleitung für die Saatbänder als PDF herunterladen.

Das brauchen Sie

  • Saatgut (am besten selbst geerntetes)
  • Küchenpapier
  • Wasser
  • Mehl
  • Lineal und Stift
  • Schere
  • Schüssel
  • Spritze, Pinsel oder Holzstäbchen

Und so geht’s

  1. Küchenpapier in ca. 5 cm breite Streifen schneiden. Am einfachsten geht das, indem Sie das Küchenpapier locker zusammen rollen und im Abstand von 5 cm Bahnen schneiden. So entstehen gleichmäßige Streifen. (Bild 1)
  2. Die Streifen werden nun in der Mitte gefaltet und wieder auseinander gelegt.
  3. Mehl und Wasser zu einer zähflüssigen Masse verrühren. Je nach benötigter Menge reichen zwei bis drei Esslöffel Mehl. Dann nach und nach Wasser hinzufügen bis eine zähflüssige Masse entsteht. (Bild 2)
  4. Ein Lineal oder Gliedermaßstab neben das Band legen. Entweder zeichnen Sie den benötigten Abstand mit einen Stift auf oder geben den natürlichen Mehlkleber mit einem Holzstab, Pinsel oder einer Spritze so drauf. (Wenn Kinder mit helfen, können Sie einen Punkt anzeichnen, wo der Mehlkleber und anschließend das Saatgut platziert werden soll.)
  5. Nun das Saatgut auf die Tropfen setzen. (Bild 3)
  6. Saatband nun wieder am Knick falten und fest zusammendrücken. So können sich die Körner nicht vom Band lösen.
  7. Nach ein paar Stunden sind die Klebepunkte mit dem Saatgut getrocknet. Das Saatband zusammenrollen und beschriften. Mit einem Klecks Mehlkleber das Ende des Bandes befestigen damit es sich nicht aufrollt. So können die Samen auf den perfekten Zeitpunkt zur Aussaat warten. (Bild 4)
Die Anleitung in 4 Schritten.

So einfach entstehen Saatbänder mit den eigenen Samen.

Saatbänder im Beet ausbringen

Ziehen Sie Rillen in Ihre Beet und achten Sie dabei auf den empfohlenen Abstand. Nun die Saatbänder einfach in die Rillen legen, mit etwas Erde bedecken und feucht gehalten.

Viel Freude beim Nachbasteln und eine reiche Ernte!

 

Lesen Sie im Waschbär-Magazin mehr zum Thema Samen:

Samen ernten für das Folgejahr: Nach der Blüte ist vor der Blüte
Do it yourself: Samentaler zum Verschenken
Open-Source-Saatgut – Wofür ist das gut?

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Bildquellen

  • diy-saatbaender: © Constanze L.

Constanze lebt inzwischen schon seit 15 Jahren in der Waschbär-Welt und ist zurzeit im Einkauf mit der Mission „Grüner Daumen“ befasst. Im eigenen kleinen Garten beweist sie bei jeder Gelegenheit den Mut zum Ausprobieren und geht mit ihrem kleinen Sohn und ihrem Freund der immer neuen Frage nach, wo was herkommt. Ist eine Antwort gefunden, genießt die kleine Familie die Schönheit der Natur oder sorgt für die Unterhaltung ihrer zwei Katzen.

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