Schützt, was Ihr liebt!

Bewusster Konsum ohne Verzicht? Ja, dank Shareconomy

Das Cover des Freebooks und ein Secondhand-Kleiderständer im Hintergrund.

Überquellende Schränke, achtlos vollgestopfte Schubladen, jahrelang unbenutzt herumstehende Gegenstände, Lebensmittelverschwendung – immer mehr Menschen wenden sich vom hemmungslosen Konsum ab. Sie möchten bewusst einkaufen und ein Zeichen mit ihrer Produktwahl setzen. Doch schnell ist dieser Vorsatz wieder vergessen, wenn man etwas braucht wie zum Beispiel Gartengeräte. Bevor die Hecke Dornröschen-Ausmaße annimmt, wird die elektrische Heckenschere eben doch gekauft.

Shareconomy – eine alte Idee wird neu entdeckt

Ein Ansatz gegen Verschwendung und den damit verbundenen hohen Ressourcenverbrauch ist das Prinzip der Shareconomy. Dahinter steht die Idee, Vorhandenes in der Gemeinschaft zu teilen. Dieser Gedanke ist nicht neu und wird zum Beispiel in Bibliotheken, Secondhand-Läden oder Baumärkten schon lange und völlig selbstverständlich umgesetzt. Dennoch ist Sharing seit einiger Zeit ein Trend der sich vor allem über das Internet verbreitet. Carsharing beispielsweise ist in den meisten deutschen Städten angekommen. Der Service von Airbnb wird von allen Altersgruppen genutzt. Seit der Eröffnung vieler Tafel-Läden ist auch das Thema Foodsharing und Lebensmittelverschwendung stärker ins Bewusstsein gerückt.

Ideen fürs Teilen: Zusammengefasst in einem kostenfreien E-Book

Neben diesen inzwischen bekannteren Möglichkeiten zu teilen, gibt es noch andere – unbekanntere – Ideen. Manche davon sind sinnvoll, andere kommen nicht für jeden infrage. Doch um zu entscheiden, welche Shareconomy-Idee man ins eigene Leben übertragen kann und möchte, muss man sie erst mal kennen. Die Bloggerin Sabrina Aust befasst sich seit 2014 in ihrem Blog fördegrün.de mit der Frage „Nachhaltig leben, aber wie?“. Dabei stößt sie immer wieder auf neue Ansätze. In ihrem kostenlos verfügbaren E-Book „Tauschen und Teilen – Nachhaltigkeit im Trend“ fasst sie die verschiedenen Sharing-Möglichkeiten in unterschiedlichen Lebensbereichen übersichtlich zusammen, stellt Kontaktadressen zusammen und ergänzt die Kapitel mit Informationen zum Beispiel zur Müllentstehung. Wir haben ihr drei Fragen zum Thema und zu ihrem Freebook gestellt:

Interview mit Sabrina Aust – Autorin von „Tauschen und Teilen – Nachhaltigkeit im Trend“

Warum haben Sie den kleinen Sharing-Ratgeber geschrieben?

Mir ist es ein persönliches Anliegen, Menschen über Möglichkeiten des umweltbewussten Lebens zu informieren. Tauschen und Teilen bewirkt einen bewussten Konsum und schont die Ressourcen der Erde.

Wie sind Sie auf die verschiedenen Sharing-Angebote gestoßen?

In meinem Wohnort Kiel gibt es sehr viele nachhaltige Projekte, die ich auf meinem Blog Fördegrün vorgestellt habe. Auf diese bin ich gestoßen, als ich nach ökologischen Alternativen für Alltagsgegenstände gesucht habe. Viele Ideen gibt es bereits in mehreren Städten, so dass ich für das E-Book deutschlandweit weitere Projekte gesucht habe.

Glauben Sie, dass die Sharing-Ideen in Zukunft für die breite Bevölkerung umsetzbar sind?

Ich sehe großes Potential im Sharing-Gedanken. Es ist wünschenswert, dass sich mehr Menschen damit auseinandersetzen. Nur ist das in einer Welt, in der jeder täglich mehrfach durch Werbung auf Konsum getrimmt wird, sehr schwierig. Die Sharing-Angebote sind ausbaufähig, und es ist wird zukünftig immer wichtiger werden, zu teilen und die Ressourcen der Erde zu schonen.

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Seit über 30 Jahren arbeitet der Waschbär schon als Namensgeber für unseren Versand. Unermüdlich ist er auf der Suche nach seinem Lieblingsfutter: nachhaltigen Themen und ökologischem Bewusstsein. Seine neueste Mission: Leserinnen und Leser mit spannenden, interessanten Beiträgen und Ratschlägen im Waschbär-Magazin zu informieren und zu unterhalten.

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  1. Thomas Spranger und Maria Beege

    14 Dezember

    Wir finden, das ist eine großartige Idee, das eigene Leben mit möglichst wenig Konsum zu verbringen. Wir versuchen in unserer Familie, auch mehr und mehr diesen Minimalismus und die Nachhaltigkeit in der Haushaltsführung und Lebensgestaltung umzusetzen. Zu Beginn ist das gar nicht so einfach. Die ersten Herausforderungen bestehen darin, zu unterscheiden, was man wirklich braucht und auf was man verzichten kann. Sich von liebgewonnenen Dingen und Gewohnheiten zu trennen war bei uns ein längerer Prozess. Aber letztendlich war das nötig, um auf das Wesentliche zu kommen.
    Wir stellen unseren Einkauf um, damit wir möglichst wenig Verpackungsmaterial wegschmeißen mussten. Das allein brachte uns bis heute mehr kreative Lebenszeit ein. Denn die Müllentsorgung ist ein großer Zeitaufwand. Zum Glück gibt es jetzt auch in unserer Umgebung einen Laden, der viele Lebensmittel lose verkauft. Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen diese Art des Einkaufs annehmen.
    Viele Menschen in unserer Umgebung finden es ganz toll, was wir machen. Allerdings schaffen es die wenigsten, die eigenen Einkaufs- oder Lebensgewohnheiten dauerhaft umzustellen. Es braucht schon etwas Durchhaltevermögen und den Willen zur echten Veränderung. Auf alle Fälle haben wir nicht das Gefühl, dass uns etwas abgeht. Es ist für uns immer wieder eine sportliche Herausforderung, mit so wenig wie möglich auszukommen.
    Vor einigen Jahren gab es den Slogan „Simplify your life“. Das geht schon in die richtige Richtung. Es lebt sich einfach unbeschwerter, wenn man nicht so viele Dinge in der Wohnung oder im Keller ansammelt. Seltsamerweise hat das wirklich eine Auswirkung auf das eigene Lebensgefühl. Es fühlt sich viel leichter an, weniger zu besitzen und weniger in der Wohnung herumstehen zu haben.
    Es bleibt mehr Zeit – wie Ihr richtig betont – herauszufinden, was wirklich wichtig im Leben ist. Der Konsum an sich kann keinen Lebenssinn ergeben. Der Faktor Zeit steht bei uns im Mittelpunkt. Es macht Freude, als Familie viel Zeit miteinander zu verbringen.

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