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Einfach selbst gemacht: Orangeat und Zitronat

Selbst gemachtes Orangeat und Zitronat in einem Holzlöffel drapiert.

Der Duft von Orangen & Co. gehört für viele untrennbar zur Vorweihnachtszeit. Die Zitrusfrüchte haben im Winter Hochsaison und versorgen uns während der kalten Jahreszeit mit dem notwendigen Vitamin C. Doch nach dem Verzehr bleibt immer die Schale übrig. Kein Grund, sie sofort zu entsorgen. Sie können daraus Ihr eigenes Orangeat und Zitronat, z. B. für die Weihnachtsbäckerei, herstellen.

Herstellung von Orangeat und Zitronat

Um Orangeat und Zitronat zu gewinnen, werden Orangen- und Zitronenschalen kandiert. Industriell gefertigte Produkte werden aus eigens für diesen Zweck angebauten Sorten hergestellt: aus Zedrat-Zitronen und Bitterorangen, auch Pomeranzen genannt. Beide haben dicke Schalen und enthalten nur wenig, meist sehr saures Fruchtfleisch. Die Früchte sind teilweise in Feinkostläden erhältlich.

Selbst gemacht schmeckt’s am besten

Für die Eigenproduktion eignen sich handelsübliche Sorten jedoch genauso. Tatsächlich schmeckt selbst gemachtes Orangeat und Zitronat wunderbar aromatisch und intensiv, sodass Sie bei Backen die im Rezept angegebene Menge reduzieren können. Als weiteren Pluspunkt haben Sie weniger Bio- und Verpackungsmüll und keine Zusatzstoffe auf der Zutatenliste.

Tipps zur Zubereitung und Lagerung

Wenn Sie eine größere Menge Orangeat bzw. Zitronat herstellen möchten, können Sie die dafür benötigten Schalen über einen größeren Zeitraum im Gefrierfach sammeln. Die Größe der verwendeten Früchte bestimmt natürlich die Masse des fertigen Produktes. Eine kleine Orange und Zitrone ergeben zusammen etwa ein kleines Glas voll Orangeat und Zitronat. Trocken gelagert hält es sich dank des Kandierens recht lange.

Rezept für Orangeat und Zitronat

Hier können Sie das Rezept für Orangeat und Zitronat als PDF herunterladen.

Zutaten

  • Schalen von Bio-Orangen und/oder Bio-Zitronen
  • Zucker
  • Wasser

Zubereitung

  1. Entfernen Sie sämtliche Fruchtfleisch-Reste und – soweit wie möglich – auch den weißen Teil der Schalen, da dort Bitterstoffe enthalten sind. Das funktioniert am besten mit einem Teelöffel.
  2. Schneiden Sie die Schalen in feine Streifen.
  3. Geben Sie die Streifen in einen Topf und bedecken Sie sie mit Wasser. Lassen Sie das Ganze für wenige Minuten sprudelnd kochen, gießen Sie dann das Wasser ab und wiederholen Sie die Prozedur mit frischem Wasser noch ein bis zwei weitere Male. Durch diesen Vorgang werden weitere Bitterstoffe entzogen.
  4. Lassen Sie die Schalen anschließend gut abtropfen und wiegen Sie sie ab.
  5. Geben Sie sie zurück in den Topf, fügen Sie die gleiche Menge Zucker hinzu und rühren Sie alles gut durch. Bedecken Sie die Zucker-Zitrusschalen-Mischung knapp mit Wasser.
  6. Kochen Sie diese nun kurz auf und lassen Sie sie dann für circa eine Stunde bei niedriger Hitze köcheln, bis die Schalen das typisch glasige Aussehen angenommen haben.
  7. Entnehmen Sie die Schale-Streifen mit einem Schöpflöffel oder einer Gabel und platzieren Sie sie nebeneinander auf einem Kuchengitter. Lassen Sie die Zitrusstückchen mehrere Tage gut durchtrocknen.
  8. Nun können Sie aus den Streifen kleine Würfel schneiden und diese zur Aufbewahrung in ein Glas oder eine luftdicht verschlossene Dose geben. Mischen Sie ggf. noch etwas Zucker unter. Das verhindert, dass die einzelnen Stückchen aneinanderkleben.
© Jessica B.

Kleiner Aufwand, große Wirkung: Selbst gemachtes Orangeat und Zitronat.

Tipp: Nach dem Kandieren bleibt im Topf ein leckerer Sirup zurück. Mischen Sie damit einen spritzigen Cocktail oder verwenden Sie ihn als Brotaufstrich!

Weitere Tipps zur Verwendung von Zitrusschalen

  • Kandierte Orangen- und Zitronenschale als Naschwerk: Für die Herstellung können Sie das obenstehende Rezept verwenden und daraus größere Stücke schneiden. Wenn es besonders edel sein soll, verzieren Sie diese noch mit geschmolzener Schokolade – ideal als kleines Geschenk!
  • Geriebene Orangen- und Zitronenschale auf Vorrat: Reiben Sie eine größere Menge, lassen Sie das Pulver gut trocknen und verwenden Sie es zum Backen oder Kochen.
  • Selbst gemachte Teemischung: Verfeinern Sie Ihre Lieblings-Kräutermischung oder heimischen Schwarztee mit getrockneten Schalenstücken.
  • Weihnachtlicher Tischschmuck: Teelicht-Halter aus Orangenschalen.
  • Duftende Deko: Girlande mit Sternchen aus Zitrusschalen.
  • Selbst gemachte Limonade: Schnell gemacht mit zitronigem Sirup.
  • DIY-Universalreiniger: Legen Sie die Schalen für mehrere Wochen in Essig ein.

Kennen Sie noch mehr Anwendungsmöglichkeiten für Zitrusschalen? Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

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Bildquellen

  • anleitung-orangeat-zitronat: © Jessica B.
  • orangeat-und-zitronat: © Jessica B.

Bei Mediendesignerin Jessica dreht sich alles um Spaß an Nachhaltigkeit: Wenn sie sich nicht gerade in Zero Waste übt oder Freiburgs Natur erkundet, findet man sie wahrscheinlich in ihrer kleinen Küche. Dort kreiert sie unter der Aufsicht von Kater Shadow vegane Köstlichkeiten, über die sich regelmäßig Freunde und Kollegen freuen dürfen.

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  1. Stollenfee

    6 Dezember

    – Das Weiße in den Schalen kann man dran lassen. Die Bitterstoffe wandern in das Wasser. Das Weiße enthält Vitamin B.
    – Das Wasser schütte ich nicht weg, sondern ich mache mir daraus einen süßen Tee.
    – Getrocknete Schalen wie Lavendel gegen Motten aufhängen.

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