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Einfach selbst gemacht: Veganer Karottenlachs

Neben dem Teller, auf dem Bauernbrot mit Karottenlachs , Salat und Zwiebelringen drapiert ist, liegen Karotten.

Es gibt viele Vorurteile gegenüber der veganen Küche. Eines kann man ihr aber nicht absprechen: dass sie erfinderisch ist. Kreative Kochende aus der ganzen Welt kreieren regelmäßig spannende Rezepte auf Basis von Obst und Gemüse, die sich dank des Internets schnell verbreiten. Ein Beispiel hierfür ist Karottenlachs, auf Englisch „Carrot Lox“ genannt. Mit wenigen Zutaten und cleveren Zubereitungsschritten erhält die altbekannte Möhre ein neues Aroma und eine neue Konsistenz, die mit Räucherlachs vergleichbar ist.

Lachs ohne Fisch: Muss das sein?

Nun fragen Sie sich vielleicht: Warum dann nicht gleich Räucherlachs kaufen? Die Überfischung der Meere, Mikroplastik im Fisch und ethische Bedenken können wichtige Argumente sein. Diese verhindern aber unter Umständen nicht automatisch den Appetit auf das Produkt. Und hier kommt der Karottenlachs ins Spiel: Ein vergleichbares Geschmackerlebnis ohne unerwünschte Nebeneffekte – quasi wie gutes alkoholfreies Bier.

Damit das Wurzelgemüse nach Meerestier schmeckt, sind Leinöl und Algen die wichtigsten Komponenten der Karottenlachs-Marinade. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Eindruck, Algen hätten eine fischige Note, eigentlich nicht richtig ist. In Wahrheit verhält es sich umgekehrt: Fischfleisch schmeckt nach Algen, da diese Bestandteil der Nahrung sind. Kein Wunder übrigens, denn Algen erhalten eine Vielzahl an Nährstoffen, beispielsweise Jod sowie Eisen.

Zusammen mit dem Betacarotin aus den Möhren und den wertvollen Omega-3-Fettsäuren des Leinöls kann der Karottenlachs deshalb auch in Punkto Inhaltsstoffe mit dem Original mithalten. Testen Sie das Rezept und lernen Sie Vertrautes in neuer Form kennen!

Rezept für zwei Portionen Karottenlachs

Hier können Sie das Rezept für veganen Karottenlachs als PDF herunterladen.

Zutaten

  • 3-4 etwa gleich dicke Bio-Karotten; je dicker, desto besser
  • 2-3 EL Leinöl
  • Getrocknete Algen, z. B. Nori, Dulse oder Kombu (erhältlich im Asia- oder Bio-Laden); zerkleinert oder als Pulver
  • Flüssigrauch, Rauchsalz oder geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL milder Essig, z. B. Kräuteressig
  • 1 TL Salz

Zubereitung

  1. Karotten gut waschen, am besten mit einer Gemüsebürste säubern. Schälen ist nicht nötig.
  2. In einem Topf mit Dämpfeinsatz oder Dampfgarer etwa 30 Minuten garen. Hier kommt es stark darauf an, wie dick die Karotten sind – sie sollen am Ende der Garzeit nicht mehr hart und nicht zu weich, sondern schön biegsam sein.
  3. Gegarte Karotten abkühlen lassen.
  4. Ein kleines Messer vorsichtig an einer Karotte ansetzen und einen breiten Streifen ringsherum „abschälen“. Auf diese Weise alle Karotten zerkleinern, sodass sie Räucherlachs so ähnlich wie möglich sehen.
  5. Die Karottenstreifen in eine Dose geben und mit den restlichen Zutaten vermischen.
  6. Für ca. 3 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen, zwischendurch gelegentlich umrühren oder die verschlossene Dose vorsichtig durchschütteln.
Die Karottenscheiben sind mit Öl benetzt und mit braunen Algen gemischt in einer offenen Dose zu sehen. © Jessica B.

So sieht der Karottenlachs aus, wenn er eingelegt wird. Jetzt ist nur noch etwas Geduld gefragt.

Serviervorschlag für den Karottenlachs

Für viele Speisen gilt: Das Geschmackserlebnis im Ganzen macht’s! Deshalb wird auch das „Räucherlachs-Feeling“ noch authentischer, wenn die Kombination stimmt. Sehr gut zur Geltung kommt der Karottenlachs als veganer Brotbelag mit einer Creme nach Frischkäse-Art, garniert mit Zwiebelringen, Dill und Kapern oder ebenfalls ein Klassiker: Mit Meerrettich. Ein leckeres, nährstoffreiches Topping sind außerdem frische Sprossen. Tolle Basis: Selbst gemachtes Toastbrot.

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Bildquellen

  • karotten-in-marinade: © Jessica B.
  • karottenlachs: © Jessica B.

Bei Mediendesignerin Jessica dreht sich alles um den Waschbär-Online-Shop. Offline geht es ebenfalls nachhaltig zu: Wenn sie sich nicht gerade in Zero Waste übt oder Freiburgs Natur erkundet, findet man sie wahrscheinlich in ihrer kleinen Küche. Dort kreiert sie unter der Aufsicht von Kater Shadow vegane Köstlichkeiten, über die sich regelmäßig auch die Waschbär-Kollegen freuen dürfen.

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