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Einfach selbst gemacht: Eingelegte Bärlauchknospen nach Kapern-Art

Eingelegte Bärlauchknospen in einem Glas, verziert mit einem Häubchen aus Jute und Schleife. Daneben Bärlauchblüten und -blätter sowie Wachholderbeeren.

Frühlingszeit ist Bärlauchzeit! Passend zur Spargelsaison finden sich im Wald üppige grüne Teppiche, die einen zarten Knoblauchduft verströmen. Den Weg in die Küche finden meist nur die Blätter der wilden Lauchart. Dabei sind auch die Blüten essbar und eignen sich wunderbar als Topping für Salate, Nudeln und mehr. Doch bevor die Knospen sich öffnen, können Sie daraus bereits eine edle Köstlichkeit herstellen: Bärlauchkapern.

Wie die echten Kapern, die im Mittelmeerraum heimisch sind, werden die Bärlauchknospen in Essig eingelegt und erhalten dadurch ein säuerlich-würziges Aroma. Verwendet werden sie so vielfältig wie das Original und punkten gleichzeitig mit Regionalität.

Klingt lecker? Dann auf zum Waldspaziergang!

Tipps zum Pflücken von Bärlauchknospen

Oft wird auf die Verwechslungsgefahr von Bärlauch mit Maiglöckchen hingewiesen. Spätestens wenn Knospen und Blüten zu sehen sind, wird der Unterschied jedoch deutlich. Trotzdem gilt: Sammeln Sie nur, wenn Sie sich eindeutig sicher sind, dass es sich um Bärlauch handelt!

Meiden Sie außerdem Stellen, die in der Nähe vielbefahrener Straßen liegen.

Das Zeitfenster, um Bärlauchknospen zu pflücken, ist eher klein. Wann genau Sie losziehen können, lässt sich nicht pauschal sagen, da die Blütezeit sich von Region zu Region, von Standort zu Standort und von Jahr zu Jahr unterscheidet. In wärmeren Gebieten sollten Sie ab Anfang April Ausschau halten, in kälteren eher ab Mai.

Füllen Sie die Knospen am besten direkt in ein Schraubglas, so sehen Sie, wie viele Sie benötigen.

Sammeln Sie an einer Stelle bitte nicht zu viele Knospen, sodass die Pflanzen sich weiterhin vermehren können. Zudem freuen sich verschiedene Insekten über die schönen weißen Blüten des Bärlauchs.

Übrigens: Während der Knospenernte können Sie natürlich auch Blätter abzupfen und daraus anschließend leckeres Bärlauch-Pesto zubereiten.

Blick in ein Waldstück, wo der ganze Boden von Bärlauch übersäht ist. Einige Bärlauchknospen und -blüten sind zu sehen. © Jessica B.

Bärlauch so weit das Auge reicht – hier kann bedenkenlos eine größere Menge Knospen gesammelt werden.

Rezept für Bärlauchkapern

Hier können Sie das Rezept für eingelegte Bärlauchknospen als PDF herunterladen.

Für 1 Glas á ca. 250 ml

Zutaten

  • Frisch gesammelte Bärlauchknospen
  • Essig, z. B. Kräuteressig oder Aceto Balsamico
  • ca. 1 TL Salz
  • ca. 2 TL Zucker
  • 5-10 Pfefferkörner
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Wachholderbeere (optional)

 
Zubereitung

  1. Bärlauchknospen gut waschen, Schraubglas sorgfältig ausspülen (sofern es zum Sammeln verwendet wurde).
  2. Knospen zurück in das Glas geben, bis zum Rand mit Essig auffüllen.
  3. Beides in einen kleinen Topf schütten, Salz, Zucker und Gewürze hinzufügen.
  4. Kurz aufkochen, Sud nach Bedarf abschmecken.
  5. Glas und Deckel derweil sterilisieren.
  6. Bärlauchknospen-Mischung abfüllen, Glas fest verschließen und auf den Kopf stellen.
  7. Erkalten lassen und anschließend an einem kühlen Ort mindestens 4 Wochen durchziehen lassen.

 
Wenn Sie Lust auf Experimente haben, können Sie bei der Wahl der Gewürze auch vom Rezept abweichen und dem Sud zum Beispiel eine orientalische Note verpassen. Raffinierter Geheimtipp: Statt Zucker Tannenspitzenhonig verwenden.

Ist das Glas bei der Zubereitung noch bis zum Rand gefüllt, schrumpfen die Knospen nach kurzer Zeit ein wenig. Das ist normal.

Die Bärlauchkapern halten sich kühl gelagert mehrere Monate bis Jahre. Zur Entnahme von einzelnen Portionen bitte immer sauberes Besteck verwenden.

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Bildquellen

  • baerlauch-im-wald: © Jessica B.
  • eingelegte-baerlauchknospen-kapern-art: © Jessica B.

Bei Mediendesignerin Jessica dreht sich alles um den Waschbär-Online-Shop. Offline geht es ebenfalls nachhaltig zu: Wenn sie sich nicht gerade in Zero Waste übt oder Freiburgs Natur erkundet, findet man sie wahrscheinlich in ihrer kleinen Küche. Dort kreiert sie unter der Aufsicht von Kater Shadow vegane Köstlichkeiten, über die sich regelmäßig auch die Waschbär-Kollegen freuen dürfen.

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