Wohin mit dem Herbstlaub? – Herbstlaub im Garten nutzen

Herbstlaub wird im Garten zusammen gerächt.

Wenn Sie auf Ihrem Grundstück und in Ihrem Garten zahlreiche Bäume und Büsche haben, ist es unverzichtbar, im Herbst Laub zu rechen oder einen Besen zur Hand zu nehmen, weil bunte Herbstblätter nicht überall liegen bleiben dürfen. Beispielsweise können Rasenflächen durch das Laub dauerhaft beschädigt werden. Unter dem Laub vergilbt das Gras und es entsteht Fäulnis. Auch ist es wichtig, Gehwege vom Laub zu säubern, da nasses Herbstlaub fast so rutschig sein kann wie Glatteis. Aber wohin mit dem Laub? Wie Sie Herbstlaub im Garten nutzen können, erkläre ich Ihnen hier.

Herbstlaub sinnvoll im Garten nutzen – wertvoller Rohstoff

Das Verbrennen von Gartenabfällen, wie Laubhaufen oder Gehölzschnitt, ist generell verboten und würde auch viele darin lebende Kleintiere töten. Theoretisch könnten Sie das überschüssige Herbstlaub in der Biotonne loswerden oder es kostenlos bei Werkstoffhöfen entsorgen. Allerdings ist es klug, wenn Sie das Herbstlaub im Garten nutzen. Wer seinen Garten auf ökologische Weise bewirtschaftet, schätzt diesen wertvollen Rohstoff, der vielseitig eingesetzt werden kann.

Kompostieren oder mulchen mit Herbstlaub

Wenn Sie Ihr Herbstlaub im Garten nutzen möchten, gibt es dafür zwei besonders sinnvolle Methoden: das Verarbeiten zu Kompost und die Verwendung als Mulch. Wie das funktioniert, lesen Sie im Folgenden.

Laub im Komposter oder auf dem Komposthaufen kompostieren

Die effektivste Beseitigungsmethode ist die Kompostierung im Komposter oder auf dem Komposthaufen. Dort wird das Laub zersetzt und lässt sich nach einigen Monaten als wunderbarer nährstoffreicher Dünger im Garten ausbringen. In einem vielfältig zusammengesetzten Komposthaufen funktioniert die Verrottung von Laub in der Regel ganz gut.

Im Komposter zersetzen sich Laub, Gartenabfälle und Gemüsereste.
Bei der richtigen Kompostierung wird aus dem Herbstlaub gute Gartenerde.© Waschbär

Ein reiner Laubkompost (ohne weitere Zutaten) kann sich allerdings in Verbindung mit Feuchtigkeit so verdichten, dass er aufgrund von Sauerstoffmangel in Fäulnis übergeht. In diesem Fall ist es hilfreich, wenn Sie das viele Laub mit gehäckselten Ästen und Zweigen oder mit Stroh vermischen. Auch ein Kompostbeschleuniger kann hier unterstützend zum Einsatz kommen. Wer nicht genügend Platz im Kompost hat, kann auch Laubkomposter verwenden, die es im Gartencenter zu kaufen gibt. Oder Sie basteln selbst einen solchen aus Maschen- oder Kaninchendraht. Der Vorteil dieser Methode ist die gute Durchlüftung, die den Rottevorgang begünstigt.

Der Vorteil der Verrottung im Kompost liegt auch darin, dass die Mikroorganismen alle wachstumshemmenden Stoffe beseitigen, die in manchen Blättern reichlich zu finden sind. Dazu gehören beispielsweise Walnuss-, Kastanien-, Buchen- oder Eichenblätter.

Herbstlaub im Garten zum Mulchen nutzen

Das ist wichtig zu wissen, denn die obig genannten Laubblätter eignen sich nicht ohne Weiteres für eine andere sinnvolle Nutzung der Laubberge: das Mulchen. Durch sie wird nämlich der Boden gesäuert und wachstumshemmende Stoffe werden freigesetzt. Dagegen eignet sich das Laub von folgenden Bäumen wunderbar dafür:

Sie können die bunten Blätter fünf bis zehn Zentimeter dick auf abgeerntete Gartenbeete ausbringen. Das Mulchen schützt das Bodenleben und dämmt den Unkrautwuchs im Winter ein.

Laub im Garten verwenden als Frostschutz und Unterschlupf für Igel und Co.

Größere Mengen an Laub eignen sich hervorragend für den Schutz von Wurzelwerk oder Blumenzwiebeln. Aber auch die Tierwelt, wie zum Beispiel der Igel, freut sich über einen Laubhaufen als Unterschlupf.

Laub als Isoliermaterial im Garten nutzen

Laub ist auch ein effektives und kostenloses Isoliermaterial: Es dient als Winterschutz für das Wurzelwerk von Stauden, Rosen, Hortensien oder Obstgehölzen. Sie können unter diesen Pflanzen ein dicke Mulchschicht aus Herbstlaub am Boden ausbringen. Vor allem flachwurzelnde Pflanzen wie der Rosmarin freuen sich über diesen Frostschutz. Auch Blumenzwiebeln, wie Tulpen, Narzissen oder Gladiolen, fühlen sich bei Frost unter einer schützenden Laubschicht ausgesprochen wohl. Mit aufgelegtem Reisig lässt sich das Laub gegen Verwehungen schützen.

Blätter als Schutz für den Wurzelbereich von Pflanzen

Da die Laubschicht diesen schützenden Aspekt hat, können die herabfallenden Blätter an Stellen im Garten, wo sie weder stören noch schaden, einfach liegen bleiben. Zum Beispiel unter einer Hecke oder unter Bäumen. Dort schützen die Blätter den Wurzelbereich und verrotten allmählich zu bestem Dünger.

Liegen gebliebenes Laub nutzt übrigens auch der Tierwelt. Unglaublich viele Käfer, Asseln, Spinnen und Tausendfüßler finden dort Unterschlupf. Aber auch Igel und verschiedene Amphibien suchen jetzt ein gemütliches Winterquartier. Da bietet es sich an, für die größeren Tiere Laubhaufen liegen zu lassen. Durch aufgelegte Zweige können Sie diese Laubhaufen etwas stabilisieren.

Laub aus Wasserabflüssen entfernen

Das wertvolle Herbstlaub kann an manchen Stellen aber auch zum Ärgernis werden. Oft denkt man nicht daran, dass es sich in Dachrinnen, Regenrinnen und Abflussrohren sammeln kann. Dort formiert es sich recht bald zu einer dicken Schicht, die fast kein Wasser mehr durchlässt. Wenn sich das Wasser nun einen anderen Weg sucht, können teure Wasserschäden entstehen. Dies lässt sich durch regelmäßige Kontrolle und Reinigung oder auch durch spezielle Schutzgitter verhindern.

 

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