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Do it yourself: Anzuchthilfe aus Eierkartons

Der Eierkarton ist mit Erde befüllt und Korken mit den gesäten Samenarten beschriftet.

Die Gartensaison steht vor der Tür und damit auch die ersten Vorbereitungen, um schon ganz bald das eigene Gemüse, frische Kräuter und Obst aus dem Biogarten zu ernten. Also lege ich natürlich jetzt schnell mit dem Vorziehen der Pflanzen los.

© Constanze L.

Gleich werden die Samen eingepflanzt…

Ich bin ein Gartenneuling und deshalb noch nicht mit allen Werkzeugen und Utensilien ausgerüstet, die man so benötigt. Und so habe ich kein kleines Fensterbank-Gewächshaus, in dem man die Samen vorziehen kann. Aber ich bin praktisch veranlagt und denke mir: Das geht sicher auch ohne Profi-Equipment… Also habe ich mit meinem Sohn ein Mini-Gewächshaus aus einem altem Eierkarton und einer Tüte gebastelt. Das ist ein prima Training für die Feinmotorik und die Kleinen können ganz viel dabei lernen. Nicht nur beim Basteln: Spannend wird es vor allem dann, wenn die Samen aus der Erde sprießen!

Das Tolle an den Eierkartons: Sie können die zarten Pflanzen nach den letzten Nachtfrösten einfach mit dem Eierkarton auspflanzen. Ich empfehle, mit einem Holzspieß ein paar Löcher in den Karton zu stechen, damit die Wurzeln ihren Weg nach draußen finden. Das ist vor allem bei den zarten Wurzeln der Tomate wichtig. Der Eierkarton verrottet mit der Zeit.

Gerade vor Ostern bleiben ja Eierkartons übrig, die sonst im Müll landen. Das ist also der perfekte Zeitpunkt, um Anzuchtgefäße oder Deko wie hübsche Hahn-Eierbecher daraus zu basteln.

Es hat mich begeistert, wie einfach und schnell wir die DIY-Anzuchthilfe fertig hatten. Weil das Ganze zudem total praktisch ist, zeige ich Ihnen hier gerne, wie das geht.

Anleitung für eine Anzuchthilfe

Hier können Sie die Anleitung für die Anzuchthilfe als PDF herunterladen.

Der bestückte Eierkarton ist nun in einer Tüte.

© Constanze L.

Ab auf die Fensterback und ab und zu lüften – dann sprießen bald zarte Pflänzchen.

Sie brauchen dazu:

  • 1 Eierkarton
  • Anzuchterde
  • Samen
  • eine alte Obsttüte (oder ähnliches)
  • Pflanzschilder

Und so geht’s:

  1. Als erstes schneiden Sie den Deckel des Eierkartons ab.
  2. Dann einfach alle Mulden mit Erde befüllen.
    Tipp: Anzuchterde können Sie ganz einfach selbst herstellen. Sie benötigen 1/3 fertigen Kompost, 1/3 Gartenerde und 1/3 mittelfeinen Sand. Gut mischen und eventuell sieben.
  3. Die Samen in oder auf die Erde legen, je nachdem, ob es sich um Dunkelkeimer oder Lichtkeimer handelt.
  4. Nun Erde und Saat mit Wasser aus der Sprühflasche befeuchtet.
  5. Jetzt noch markieren, was Sie da gesät haben. Selbst gebastelte Pflanzschilder oder gekaufte Steckschilder helfen da weiter.
    Tipp: Wenn es noch schneller gehen soll, können Sie auch die Lasche des Eierkartons nehmen mit der er verschlossen wird, um die Saat zu kennzeichnen. Zurechtschneiden, beschriften und in die Erde einstecken.
  6. Damit ein feuchtes, gutes Klima zum Keimen herrscht, stecken Sie das Ganze nun in eine Tüte und verschließen sie mit einem Knoten. Lassen Sie dabei aber eine kleine Öffnung, sodass die Luft noch gut zirkulieren kann. Das verhindert Schimmelbildung.
    Als Tüte können zum Beispiel diese Beutel aus der Obst-Abteilung im Supermarkt wiederverwendet werden.
    Tipp: Achten Sie gut auf das Klima im Anzuchtkarton, am besten immer wieder mal lüften, damit nicht zu viel Feuchtigkeit entsteht.
  7. Jetzt das DIY-Anzuchtgefäß in einen warmen Raum auf die Fensterbank stellen und beim Wachsen und Gedeihen zusehen.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß beim Gärtnern und eine erfolgreiche Ernte!

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Bildquellen

  • befuellen-mit-erde: © Constanze L.
  • fertige-anzuchthilfe: © Constanze L.
  • anzuchthilfe: © Constanze L.

Constanze lebt inzwischen schon seit 13 Jahren in der Waschbär-Welt und ist zurzeit im Einkauf mit der Mission „Grüner Daumen“ befasst. Im eigenen kleinen Garten beweist sie bei jeder Gelegenheit den Mut zum Ausprobieren und geht mit ihrem kleinen Sohn und ihrem Freund der immer neuen Frage nach, wo was herkommt. Ist eine Antwort gefunden, genießt die kleine Familie die Schönheit der Natur oder sorgt für die Unterhaltung ihrer zwei Katzen.

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  1. Sandra D.

    5 April

    Tolle Idee 🙂 Ich hab noch ein paar Praxisfragen dazu. Wenn ich die Tomaten mit dem Eierkarton auspflanze mach ich das mit dem ganzen Eierkarton oder muss ich ihn vorher zerschneiden? Pflanze ich die Tomaten mit dem Eierkarton gleich an den entgültigen Pflanzort oder ist das nur eine Zwischenstation?

    • Constanze L.

      5 April

      Liebe Sandra,

      der Karton muss tatsächlich zerschnitten werden, weil die Tomatenpflanzen zum in die Breite wachsen ja dann deutlich mehr Platz benötigen. Dadurch dass der Karton aber sowieso schon recht aufgeweicht wird mit der Zeit, geht das ganz einfach.
      Je nachdem, ob es schon die richtige Zeit zum Auspflanzen ist, kann der Eierkarton mit Pflänzchen direkt an den endgültigen Standort. Ich war dieses Jahr etwas zu früh dran. Also habe ich den ganzen Karton zerschnitten und die einzelnen Segmente je in einen größeren Topf umgesetzt. Bei den zarten Wurzeln der Tomate empfehle ich ein paar kleine Löcher in den Karton zu stoßen, damit sie es nicht so schwer beim Weiterwachsen haben, sobald sie umgepflanzt oder eingepflanzt worden sind.

      Viele Grüße
      Constanze

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