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Einfach selbst gemacht: Herbstliche Kürbismarmelade

Zwei Scheiben Brot sind mit Kürbismarmelade bestrichen und liegen auf einem Schneidebrettchen.

Im Herbst stehen Kürbisse hoch im Kurs. Ob als gruselige Halloween-Deko oder als wärmende Suppe an rauen Herbsttagen zubereitet – Kürbisse kann man sehr vielseitig verwenden. Hat man eine reiche Ernte im eigenen Garten, stellt sich jedoch schnell die Frage, was man mit den vielen Vertretern des beliebten Fruchtgemüses alles machen kann. Denn auch wenn alle Freunde mit Exemplaren zum Verspeisen oder Dekorieren versorgt sind, liegen oft noch viele weitere Kürbisse auf dem Feld. Neben cremigen Kürbispesto und einfach zubereitetem Ofenkürbis ist die Kürbismarmelade eine weitere Variante der Kürbisverwertung, die Sie unbedingt ausprobieren sollten!

Durch das Einkochen kann man Kürbisse nicht nur haltbar machen, sondern sich auch den Herbst in den kommenden Wintermonaten aufs Brot holen. Kürbismarmelade lässt sich mit jedem Speisekürbis herstellen, der Hokkaidokürbis bietet sich jedoch wegen seiner essbaren Schale besonders an. Einen Einblick in die Welt der Kürbisse liefert die Kürbiskunde von unserem Naturgarten-Experten Rudi Beiser.

Marmelade oder Konfitüre?

Umgangssprachlich verwenden die meisten Leute sicherlich den Begriff „Kürbismarmelade“. Streng genommen ist dies jedoch nicht korrekt. Laut der EU-Konfitürenverordnung (ja, so etwas gibt es tatsächlich!) handelt es sich nur bei Zubereitungen aus Zitrusfrüchten wie Orangen um echte „Marmelade“. Bei einer Zubereitung aus einer oder mehreren sonstigen Fruchtarten, Zucker und Wasser hingegen spricht man von „Konfitüre“. Wir halten uns gerne an den Volksmund und sprechen von Kürbismarmelade.

Rezept für selbst gemachte Kürbismarmelade

Hier können Sie das Rezept für selbst gemachte Kürbismarmelade als PDF herunterladen.

Zutaten für die Kürbismarmelade

ergibt ca. 6 Gläser

  • 750 g Hokkaidokürbis
  • 1 Bio-Orange
  • 1 Bio-Zitrone
  • 30 g Ingwer
  • 1 Vanilleschote
  • 500 ml Orangensaft
  • 500 g Gelierzucker (3 : 1)

Zutaten für die Gewürzmischung „Pumpkin Spice“

Anmerkung: Die Gewürzmischung benötigen Sie nur dann, wenn Sie der Marmelade eine weihnachtliche Geschmacksnote verleihen möchten.

  • 1 Teil Muskatnuss
  • 1 Teil Nelken
  • 4 Teile Zimt
  • 1 Teil Piment
  • 1 Teil Ingwer

 Zubereitung

  1. Den Kürbis gründlich reinigen und Kerne sowie Fasern aus dem Inneren entfernen.
  2. Kürbis in Stücke schneiden.
  3. Orange und Zitrone abwaschen, mit einem Tuch trocknen und die Schale abreiben.
  4. Die Zitrone halbieren und den Saft auspressen. Die Orange schälen und die Filets herauslösen.
  5. Den Ingwer schälen und ebenfalls reiben. Die Vanilleschote längs halbieren und das Mark mit einer Messerspitze herausschaben.
  6. Die Kürbisstücke mit dem Orangen- und Zitronensaft, den geriebenen Schalen und Ingwer sowie den Orangenfilets und dem Mark der Vanilleschote in einen Topf geben und erhitzen, bis die Kürbisstücke weich sind.
  7. Wenn Sie der Marmelade eine weihnachtliche Note verleihen möchten, verwenden Sie statt des Ingwers und der Vanilleschote die selbst hergestellte Gewürzmischung „Pumpkin Spice“: dazu die einzelnen Gewürze bei Bedarf mahlen oder mörsern und gut durchmischen. Anschließend die Marmelade damit würzen, bis die gewünschte Geschmacksintensität erreicht ist.
  8. Die Marmelade mit einem Küchenstab pürieren.
  9. Gelierzucker hinzugeben und unter Rühren wenige Minuten aufkochen. Nach dem Aufkochen empfiehlt sich eine Gelierprobe.
  10. Die Marmelade nun in saubere Twist-off-Gläser abfüllen und gut verschließen. Nach dem Auskühlen ist die Marmelade verzehrfertig.

Hinweis: Marmeladengläser nach dem Befüllen auf den Kopf zu stellen, ist nicht mehr notwendig. Früher tat man dies, um auf dem Deckel befindliche Keime mit der Hitze der Marmeladenmasse abzutöten. Heiß ausgekochte und dann direkt verwendete Behältnisse muss man nicht zwingend auf den Kopf stellen. Es schadet jedoch auch nicht.

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Bildquellen

  • herbstliche-kuerbismarmelade: © Karolina K.

Norbert ist Politikwissenschaftler mit grüner Gesinnung und arbeitet in der Online-Redaktion des Waschbär-Magazins. Ihn interessieren vor allem innovative Produkte, wie pfiffiges Upcycling. So ist er unter anderem stolzer Besitzer eines Kulturbeutels aus einem alten Feuerwehrschlauch und einer Reisetasche aus Markisen-Verschnitt. Als Bewohner einer Weinregion zieht er diesen Bier vor - außer im Fußballstadion.

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