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Einfach selbst gemacht: Traditionelles Osterbrot

Das braun gebackene Osterbrot ist auf einem Holzbrett drapiert und von Osterdeko begleitet.

Bei uns in der Familie ist es seit Generationen Tradition, zu Ostern ein Osterbrot zu backen. Das Rezept dafür stammt von meiner Urgroßmutter und wurde seit ihren Zeiten nicht mehr verändert. Das Hefegebäck versüßt uns das Frühstück oder den Nachmittagskaffee und wir freuen uns jedes Jahr wieder darauf. Irgendwann habe ich mich gefragt, was es mit diesem Brauch eigentlich auf sich hat. Wie ich inzwischen gelernt habe, hat das Osterbrot viele Bedeutungen und ist unter verschiedenen Namen weit verbreitet.

Osterbrot ist eine Bezeichnung für verschiedene Formen von traditionellem Ostergebäck. In Russland wird es Kulitsch oder Paska genannt. Auf Osterpinze freuen sich die Menschen in Italien, Südösterreich, Slowenien und in unserem Sprachgebrauch bekommen wir Osterbrot auch unter den Namen Ostersemmel, Osterfladen, Aachener Poschweck oder einfach Osterzopf. Allen ist gemeinsam, dass sie meist eine runde Form haben. Diese soll die Kraft der Sonne darstellen. Die eingebackenen Früchte stehen für den Wunsch nach einer guten Ernte und in vielen Religionen werden die Alten und Kranken mit einem Osterbrot beschenkt.

Der Ursprung dieses traditionellen Gebäcks liegt im Brauch des Fastenbrechens. Als solches wird das Beenden eines mehrtägigen oder längeren Fastens bezeichnet, was sich in verschiedenen Religionen wiederfindet, aber ebenso beim Heilfasten. Und Fasten liegt seit einigen Jahren wieder voll im Trend – egal aus welcher Motivation.

Rezept für ein traditionelles Osterbrot

Hier können Sie das Rezept für traditionelles Osterbrot als PDF herunterladen.

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl (Dinkelmehl ist auch geeignet)
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 100 g Butter
  • 250 ml Milch
  • 1 Ei
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 100 g Sultaninen (oder andere getrocknete Früchte)
  • 1 Prise Salz
  • Zum Bestreichen: 1 Eigelb und 2 EL Milch
  • Zum Bestreuen: gehackte Mandeln

Zubereitung

  1. Mehl in eine Schüssel sieben. In der Mitte des Mehls eine Mulde formen. Die Milch leicht erwärmen (nicht zu heiß werden lassen!) und die Hefe darin auflösen. Anschließend das Hefe-Milchgemisch in die Mulde geben und mit Mehl anrühren.
  2. Den Teig an einem warmen Ort für 30 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  3. Anschließend Butter, Zucker, Vanillezucker, Ei, Salz zu der Teigmasse geben und alles mit dem Rührgerät kneten, bis der Teig Blasen wirft. Zum Schluss je nach Wunsch die Sultaninen unterheben.
  4. Nun den Teig nochmals für 30 Minuten gehen lassen.
  5. Danach 3 Stränge formen, einen Zopf flechten und zum Kranz schließen.
  6. Den Ofen mit Ober- und Unterhitze auf 190 Grad vorheizen. Anschließend 35 Minuten auf der mittleren Schiene bei 180 Grad backen.

Lassen Sie es sich schmecken!

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Bildquellen

  • osterbrot: © Bärbel K.

Im Einkaufsbereich Haushalt achtet Bärbel darauf, dass ihr Verantwortungsbereich „Küche und Genuss“ in Text und Bild zu immer neuen leckeren Kreationen inspiriert. In ihrer Freizeit probiert sie ebenso gerne Neues in der Küche aus. Die Ergebnisse testet sie mit Vorliebe an ihrer Familie. Sie freut sich aber auch, wenn die zwei erwachsenen Kinder einfach vorbeikommen, um gemeinsam mit den Eltern auf dem Sofa zu lümmeln. Darauf oder auf gemeinsames Skifahren und Wandern kann sich die ganze Familie sofort einigen. Sind die Kinder nicht in Sicht, findet man Bärbel oft in der Natur beim Mountainbiken, Inlinern oder auf Reisen in andere Länder, Städte und Kulturen.

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  1. A. Helmuth

    11 April

    Danke für dieses simple Rezept.
    Ich habe es weiterverteilt, weil es einfach schön ist, Brot zu backen und dieses dann zu teilen.
    Brot backen stimuliert beide Hirnhälften, ist optisch, haptisch und anders sensorisch wertvoll und macht froh. Wir sollten viel mehr Brot selbst backen.

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