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Zero-Waste-Halloween-Kürbis: So bleibt (fast) nix übrig

Suppe, Kürbis-Kopf und mit bunten Perlen aufgefädelte Kürbiskerne zeigen, wie sich der Halloween-Kürbis verwerten lässt.

Es ist wieder soweit: Das von vielen Kindern schon lang ersehnte und von Erwachsenen oft aufs gruseligste gefeierte Herbstfest „Halloween“ steht vor der Türe. Da darf natürlich ein selbst ausgehöhlter und geschnitzter Monster-Kürbis im Garten oder vor der Haustüre nicht fehlen. Doch was mache ich mit all dem „Müll“, der beim Kürbisaushöhlen anfällt? Hier sind unsere ganz persönlichen Tipps zum Kürbis schnitzen und verwerten, statt nur den Kompost mit all den Resten zu „befüttern“.

Hauptdarsteller an Halloween: Der Grusel-Kürbis

Der Kürbis-Kauf: Am besten kauft man den Kürbis – gerade auch bei spätsommerlichen Temperaturen – erst kurz vor Halloween. Ansonsten gibt es eher eine Obstfliegen-Horrorplage vor der Haustüre als erfreute Gesichter beim Anblick des Kürbis-Kopfs. Oft bieten Bauern im eigenen Ort die schönsten Kürbisse zu fairen Preisen an. Geeignet sind vor allem bauchige Kürbissorten, bei denen die Schale nicht mitgegessen wird.

In dieser schwarzen Nacht leuchtet der Schnitzkürbis besonders.

©Kirsten R.

Gruselzeit: Wenn es richtig dunkel ist, leuchten die Kürbis-Fratzen am Schönsten.

Das Kürbis-Schnitzen: Damit sich auch kleine Kinderhände beim Schnitzen nicht wehtun, gibt es extra für sie Kürbisschnitzmesser. Diese haben nur viele große Zacken, aber keine scharfen Schneiden. Mit diesen kann man super auch bedenkenlos mit schon ganz kleinen Kindern die Kürbisse aushöhlen und ein schönes oder gruselige Gesichter auf die Kürbisse zaubern. Wer beim Schnitzen ein bisschen mehr Zeit investiert, kann richtig viel Fruchtfleisch aus dem Gemüsekopf rauskratzen. Die Kürbishülle wird so zwar dünner, aber der Topf mit Kürbissuppe nachher umso voller.

Noch ein Tipp zur Haltbarkeit des Horror-Kürbisses: Ein kurzes Essig-Wasser-Bad des fertig geschnitzten Kürbisses kann das Verrotten verzögern, trotzdem aber nicht verhindern. Ganz „Zero-Waste“ geht der Kürbis-Kopf leider doch nicht. Die Schale – egal wie gut sie ausgehöhlt ist – wandert am Ende doch auf den Kompost.

Leckerer Snack oder hübsche „Perlen“: Kürbiskerne gehören nicht in den Müll

Mit bunten und schimmernden Perlen auf einer Schnur sehen die Kürbiskerne edel aus.

©Kirsten R.

Abwechselnd mit Perlen aufgezogen, werden die Kerne zum hübschen Accessoire. Für größere Ketten können auch Nüsse und Zapfen aufgefädelt werden.

Die Kürbiskerne, die beim Aushöhlen zum Vorschein kommen, lassen sich wunderbar sammeln, waschen und trocknen. Anschließend kann man schöne Ketten, Mobiles oder anderes Dekoratives daraus basteln. Und das nicht unbedingt nur zu Halloween, sondern zu allen möglichen Anlässen: Aus sauberen und getrockneten Kürbiskernen lassen sich schöne Modeketten oder „Mobiles“ herstellen. Einfach die sauberen Kerne mit einer Nadel durchstechen und sie auf einen Faden aufziehen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die Kerne können wunderbar mit dekorativen Perlen, Muscheln, kleinen Ess-Kastanien und vielem mehr aufgereiht werden. Vom Kindergarten- und Schulkind bis zum Erwachsenen hat jeder seine Freude daran.

Keine Lust mehr zu basteln? Dann einfach die feinen Kerne rösten. Gegen den leckeren Snack kann niemand etwas haben, denn Kürbiskerne enthalten viele Mineralstoffe. Und so geht’s: Die Kürbiskerne über Nacht in Salzwasser einlegen, sodass sich das restliche Fruchtfleisch löst und die Kerne einen salzigen Geschmack annehmen. Anschließend die Kürbiskerne „durch die Finger quetschen“. So bleibt nur das Fruchtfleisch in der Hand übrig und die Kerne sind sauber. Jetzt die sauberen Kerne einige Stunden trocknen lassen.

Die trockenen Kerne kommen auf ein Backblech, werden mit etwas Olivenöl besprüht und bei etwa 200 °C für etwa 20 Minuten im Ofen geröstet. Sie werden schön braun, wenn Sie sie zwischendurch 2-3-mal wenden. Vergessen sollten Sie die kleinen Snacks aber auf keinen Fall. Sind sie zu trocken, verlieren sie nämlich ihren Geschmack.

Wer mag, kann zum Olivenöl noch andere Gewürze geben wie Chili, Knoblauch, Rosmarin oder Curry. Für Süßmäulchen die Kürbiskerne in Butter und mit etwas Zimt für 15-20 Minuten in der Pfanne rösten.

Die Kürbiskerne schmecken übrigens mit und ohne Schale, so wie jeder es lieber mag.

Da bleibt kein Fruchtfleisch übrig: Oma Ingrids Kürbissuppe

Mit Sahne und Kürbiskernen verfeinert, wartet die Kürbis-Suppe auf einen Feinschmecker.

Der Klassiker der Kürbis-Verwertung: die leckere Suppe.

Natürlich können Sie aus den „Schnitzresten“ schmackhaftes Kürbis-Chutney oder saftigen Kürbiskuchen zaubern. Bei uns zu Hause köcheln wir aber immer ein leckeres Kürbis-Süppchen. Da gibt es ja viele Möglichkeiten zum Beispiel mit Kokosmilch, Äpfeln oder Kartoffeln. Am allerbesten schmeckt uns allerding das Suppen-Rezept von Oma Ingrid. Das machen wir übrigens auch, ohne vorher Kürbisgesichter zu schnitzen.  

Zutaten

  • 500 g Kürbis
  • 1 Zwiebel (fein gewürfelt)
  • 4 EL Butter
  • Gemüsebrühe (Menge je nachdem wie flüssig die Suppe werden soll)
  • 125 ml Schlagsahne
  • 100 g Creme fraîche
  • Essig
  • Salz, Pfeffer
  • Knoblauch
  • Gewürze (zum Beispiel Curry, Paprika …)

Zubereitung

  1. Kürbis oder die ausgeschabten Stücke kleinschneiden.
  2. Kürbisfleisch und Zwiebeln in Butter anbraten.
  3. Gemüsebrühe aufgießen und 15 Minuten köcheln lassen.
  4. Anschließend das Gemüse auf die gewünschte Konsistenz pürieren.
  5. Sahne und Creme fraîche dazugeben und mit dem Schneebesen schaumig schlagen.
  6. Gewürze einrühren, abschmecken.
  7. Je nach Belieben einen Schuss Balsam-Essig in die Mitte des Tellers geben und mit Sahne und Kürbiskernen dekorieren.

Suppen-Variationen: Fruchtig, gemüsig oder exotisch – mit ein paar Extra-Zutaten kann die Suppe ganz anders schmecken: 1-2 Äpfel verleihen ihr eine süß-fruchtige Note, reingeschnittene Kartoffeln sorgen für Bindung und einen „gemüsigen“ Geschmack. Die exotische Variante gelingt mit 250 ml Kokosmilch und Shrimps.

Guten Appetit!

Hier können Sie das Suppen-Rezept als PDF runterladen.

 

Gruselige Halloween-Deko-Ideen für zu Hause finden Sie in unserem Beitrag Do it yourself: Halloween-Deko

Haben Sie weitere Ideen zur Kürbis-Verwertung? Wir freuen uns über Ihre Tipps und Rezepte.

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Bildquellen

  • kuerbisfratze-bei-nacht: ©Kirsten R.
  • kuerbiskern-perlenketten: ©Kirsten R.
  • zero-waste-halloween-kuerbis: ©pixabay | Kirsten R.

Kirsten R. sorgt als Grafikerin dafür, dass bei Waschbär alles gut aussieht und jedes Pixel richtig sitzt. Auch nach getaner Arbeit ist sie voll auf Achse: Zum Beispiel mit dem Wohnmobil im Urlaub und im übertragenen Sinne natürlich auch als Mutter von zwei aufgeweckten Kindern. Zusammen mit diesen und den zwei Pflegehunden ist sie viel draußen in der Natur unterwegs, wo sie ihre Inspiration findet. Hat sie genug Frischluft geschnappt, widmet sich Kirsten ihrem außergewöhnlichen Hobby „Organisieren“ und stellt Familienfeste, Ausflüge oder im Herbst Halloween-Raubzüge für kleine Gruselmonster auf die Beine.

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