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Einfach selbst gemacht: Flieder-Sirup

Fliederdolden und eine Zitrone liegen neben einer Schüssel mit Fliederblüten und Zitronenscheiben.

Spätestens Anfang Mai leuchten sie überall in pastell-lila, weiß und violett: Fliederblüten. Der Strauch darf in keinem Bauerngarten fehlen und findet inzwischen auch in moderneren Gärten seinen Platz. Als Auftakt für die warme Jahreszeit sind der Flieder und sein Duft einfach nicht wegzudenken. Und die Blüten können nicht nur das Auge und die Nase erfreuen… Was viele gar nicht wissen: Aus Fliederblüten kann man leckeren Sirup machen. Ich mache das seit einigen Jahren und bin immer wieder aufs Neue begeistert, wie dieser zarte Blütenduft den Weg zusammen mit Mineralwasser, Prosecco oder Weißwein ins Glas findet.

Ist Flieder giftig? Hinweise zum Verzehr von Flieder-Sirup

Die hellen Blüten werden mit einem Löffel unter das Sirup gerührt. ©Thilo S.

Wenn die Fliederblüten aufgekocht werden und dann langsam im Sirup abkühlen, vermeidet man unerwünschte Nebenwirkungen.

Bevor es losgeht, habe ich noch ein paar Tipps und Hinweise, die ich hier ebenfalls teilen möchte. Warum Flieder-Sirup eher unbekannt ist, hat damit zu tun, dass Flieder als „giftig“ gilt. Richtig ist, dass die Pflanze Farnesol, Anisaldehyde, Syringin, Alpha-Pinene, ätherische Öle und Bitterstoffe enthält. Diese Stoffe können zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen und Übelkeit führen. Das lässt sich verhindern, indem man die Blüten für mindestens 20 Minuten 80 Grad heißem Wasser aussetzt. In meinem Rezept werden die Blüten im Sirup kurz aufgekocht und kühlen anschließend langsam ab. Dabei werden die Blüten der empfohlenen Zeit und Hitze ausgesetzt, um die erwähnten Pflanzenstoffe abzubauen.
Wie auch beim Sammeln von Holunderblüten für Sirup sollten darauf achten, keine Dolden von Fliedersträuchern zu schneiden, die an vielbefahrenen Straßen liegen.

Thilos Rezept für Flieder-Sirup

Hier können Sie das Rezept für Flieder-Sirup als PDF herunterladen.

Zutaten

  • 15-20 Fliederdolden (Farbe der Blüten ist für den Geschmack egal, optisch finde ich, dass der dunkle Flieder eine schönere Sirupfarbe hat.)
  • 2 unbehandelte Zitronen
  • 1,5 l Wasser
  • 1 kg Zucker

 Zubereitung

  1. Fliederdolden waschen und ausschütteln.
  2. Zitronen waschen und in Scheiben schneiden.
  3. Die einzelnen Blüten von den Dolden zupfen. Achtung: In den Topf dürfen nur Blüten und kein Grün! Sonst wird der Sirup bitter.
  4. Wasser zum Kochen bringen und Zucker hinzufügen. Rühren bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
  5. Fliederblüten und Zitrone hinzufügen und kurz aufkochen.
  6. Das Ganze abkühlen lassen und im Kühlschrank oder Keller abgedeckt und je nach gewünschtem Geschmack 2-4 Tage ziehen lassen.
  7. Den Sirup durch ein Sieb abgießen und in ausgekochte Flaschen füllen.
  8. Im Kühlschrank aufbewahren und bald aufbrauchen.
In einer Glasschüssel ziehen Fliederblüten und Zitronenscheiben. ©Thilo S.

Je nach Länge der Ziehzeit ist der Flieder-Sirup sanfter oder kräftiger im Geschmack.

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Bildquellen

  • fliederblueten-im-topf: ©Thilo S.
  • fliedersirup-ziehen-lassen: ©Thilo S.
  • fliedersirup: ©Thilo S.

Thilo hat sich aus dem beschaulichen Freiburg aufgemacht und leitet seit Kurzem unser neues Waschbär-Büro in Berlin. Durch den Umzug lebt er in einer Wechselbeziehung zwischen urbanem Großstadt-Abenteuer und idyllischer Naturromantik. Zurzeit macht er die Hauptstadt unsicher, denn er liebt es, mit Fahrrad und E-Roller neue Ecken der Stadt und dem Umland zu entdecken. Hat er das kleine Fernweh gestillt, entspannt der passionierte Balkongärtner und Imker beim Blick über die Dächer der Stadt.

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