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Do it yourself: Regenmacher aus alter Papprolle

Der selbst gebastelte Regenmacher liegt geöffnet auf einem Tisch.

Immer wieder sammeln wir zu Hause große und kleine Rollen aus Pappe für verschiedene Upcyclingprojekte. In letzter Zeit war es sehr trocken und so bin ich auf die Idee gekommen, einen Regenmacher zu basteln. Das geht ganz einfach und nicht nur die Kinder lernen dabei was. Oder hätten Sie gewusst, woher das Ritual des Regenmachers kommt?

Woher kommt der Regenmacher überhaupt?

Der Regenmacher oder auch Regenstab ist ein Effektinstrument. Er stammt ursprünglich aus Chile, wo er von den Ureinwohnern für Regenzeremonien gebaut und eingesetzt worden ist. Diese kunstvollen Inszenierungen sollten dafür sorgen, dass der Regen herbeigelockt wird. Für die charakteristischen Instrumente werden traditionell Dornen in den Stamm eines hohlen Kaktusses getrieben, der Kaktusstamm anschließend mit Steinen befüllt und die Enden verschlossen. Beim Umdrehen rieseln die Steine abgebremst durch die Dornen langsam nach unten und es erklingt ein Geräusch wie bei einem Regenschauer. Und es ist ebenso beruhigend wie das sanfte Prasseln. Je nach den eingefüllten Körnern oder Steinen ähnelt es mal einem starken Regenguss und mal einem leichten Nieselregen.

Der Regenstab wird auch heute noch aus verholzten Teilen eines Kaktusses hergestellt, allerdings auch aus Bambus oder Kunststoff. Oder wie hier in unserer Upcycling-Anleitung aus einem Papprohr.

Anleitung für einen selbst gebastelten Regenmacher

Hier können Sie die Anleitung für den selbst gebastelten Regenmacher als PDF herunterladen.

Das brauchen Sie

  • Ein Papprohr (Müsliverpackung, Versandrolle o.ä.)
  • Nägel
  • Farbe, Packpapier oder Schnur
  • Steine, Reis, Trockenerbsen, Linsen oder Mais

Und so geht’s

  1. Spicken Sie das Papprohr spiralförmig eng mit den Nägeln. Je nach Dicke des Papprohrs können Sie die Nägel eindrücken oder mit einem Hammer reinschlagen. Ihre Kinder können mithelfen und auch mit einem kleinen Holzhammer Nägel einschlagen. Natürlich nur, wenn sie alt genug dafür sind. (Bild 1)
  2. Wenn die Rolle keine Deckel hat, können Sie aus einem runden Stück Packpapier erst das eine Ende schneiden und später, wenn die Füllung drin ist, das andere Ende mit einem weiteren Stück Packpapier verschließen.
  3. Wenn genug Nägel in der Papprolle stecken (Bild 2), kann die Füllung hineingegeben werden. (Bild 3) Je größer die einzelnen Teilchen, desto kräftiger ist das Prasseln. Bei feinen Körnern klingt es zum Beispiel wie ein sanfter Nieselregen.
  4. Nun mit dem zweiten Deckel oder dem Packpapier das Rohr verschließen.
  5. Bekleben Sie nun die Rolle mit Packpapier oder einer Schnur. Dadurch verhindern Sie, dass sich die Nägel wieder lösen können. Außerdem verringert es auch die Verletzungsgefahr an den Nagelköpfen. (Bild 4)
  6. Jetzt kann der Regenmacher noch nach Lust und Laune verziert werden.
Vier Schritte der Anleitung im Bild.

Beim Upcycling-Projekt „Regenmacher“ können Kinder toll mitbasteln.

Tipps

  • Wenn die Papprolle mit einem Deckel verschlossen werden kann, können Sie die Füllung immer wieder austauschen. So kann Ihr Kind experimentieren und die unterschiedlichsten Geräusche beziehungsweise Regenarten erzeugen.
  • Je länger das Rohr ist, desto effektvoller klingt das Geräusch.
  • Sie können zum Umwickeln auch Stoff nutzen und diesen festkleben.

Viel Spaß beim Basteln und „Regenmachen“!

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Bildquellen

  • regenmacher: © Constanze L.

Constanze lebt inzwischen schon seit 15 Jahren in der Waschbär-Welt und ist zurzeit im Einkauf mit der Mission „Grüner Daumen“ befasst. Im eigenen kleinen Garten beweist sie bei jeder Gelegenheit den Mut zum Ausprobieren und geht mit ihrem kleinen Sohn und ihrem Freund der immer neuen Frage nach, wo was herkommt. Ist eine Antwort gefunden, genießt die kleine Familie die Schönheit der Natur oder sorgt für die Unterhaltung ihrer zwei Katzen.

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