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Einfach selbst gemacht: aromatisches Kräuteröl

Die Zutaten für ein selbst gemachtes Kräuteröl stehen auf einem rustikalen Holztisch.

Gewürze und Öle sind auf der ganzen Welt als die Zutaten bekannt, die jedes Essen verfeinern. Öl als Geschmacksträger intensiviert den Geschmack und in Kombination mit Kräutern lässt es sich wunderbar aromatisieren. Deshalb finde ich es super, dass man mit wirklich wenig Aufwand Kräuteröl selber machen kann. 

Bei der Herstellung werden die verschiedensten Kräuter und Gewürze in Öl eingelegt. Das Öl konserviert die Kräuter und nimmt gleichzeitig deren aromatischen Geschmack auf. Neben selbst gemachtem Kräutersalz ist das eine hervorragende Möglichkeit, Kräuter wie Basilikum, Thymian und Co. vor dem Vertrocknen zu retten und sie auch im Herbst und Winter zu genießen. Denn egal, ob auf frisch gebackenem Sauerteigbrot, auf selbst gemachter Focaccia oder als Salatdressing, das Gewürzöl passt wirklich zu jedem Gericht.

Was Sie für Ihr selbst gemachtes Gewürzöl brauchen und welche Öle und Kräuter dafür geeignet sind, zeige ich Ihnen im Folgenden. Außerdem verrate ich Ihnen meine drei liebsten Rezepte: einen Klassiker, eine Variation mit verschiedenen Kräutern und eine fruchtig-frische Variante.

Kräuteröl selber machen: Welche Kräuter verwendet man am besten?

Für welche Kräuter Sie sich entscheiden, hängt von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Außerdem passen zu verschiedenen Gerichten natürlich unterschiedliche Kräuter am besten. So eignet sich auf Pizza oder Pasta ein Öl mit mediterranen Kräutern wie Oregano, Basilikum, Rosmarin und Thymian und zu einem sommerlichen Salat ist Rosmarin-Zitronen-Öl besonders schmackhaft. Zudem können Sie heimische Wildkräuter, wie etwa Bärlauch, verwenden. Auf diese Weise haben Sie nach dem Frühling noch etwas von der aromatischen Pflanze.

Ansonsten kommt es bei der Wahl der Kräuter stark auf die Qualität an. Nur Kräuter, die ein starkes Aroma haben, können dieses auch ans Öl abgeben. Ich empfehle daher, hochwertige Kräuter aus dem eigenen Garten oder dem Bio-Markt zu verwenden. 

Welches Öl eignet sich als Basis für ein Kräuteröl?

Ich verwende für meine Kräuteröle am liebsten kalt gepresstes Olivenöl in Bio-Qualität. Olivenöl verfügt jedoch über einen starken Eigengeschmack. Falls Ihnen das nicht so gut schmeckt, können Sie natürlich auch jedes andere Öl verwenden. Sonnenblumenöl beispielsweise hat kaum Eigengeschmack und passt daher ebenfalls zu Kräutern. Rapsöl oder Traubenkernöl sind ebenfalls geschmacksneutral. Jedoch sollten Sie auch hier auf Bio-Qualität achten, da das Gewürzöl immer nur so hochwertig ist wie die Zutaten, die Sie verwenden. Eine Übersicht zu Speiseölen finden Sie in unserer Warenkunde im Waschbär-Magazin.

Das fertige Kräuteröl steht in drei Flaschen gefült auf dem Tisch. © Joana K.

In Flaschen gefüllt entsteht hier ein wunderbar aromatisches Kräuteröl.

Wie lange ist das selbst gemachte Kräuteröl haltbar?

Das Kräuteröl ist bis zu fünf Monate haltbar. Für eine lange Haltbarkeit ist vor allem die saubere Verarbeitung entscheidend. Deshalb sollten Sie nur sterile Gläser verwenden. Zudem sollten die Kräuter, während sie im Öl ziehen, vollständig mit Öl bedeckt sein, da sie sonst schimmeln können.

Um sicherzugehen, dass das Kräuteröl noch essbar ist, machen Sie am besten vor jedem Verzehr eine Geruchsprobe. Sollte sich der Geruch verändert haben, entsorgen Sie das Öl bitte umgehend.

Rezept für selbst gemachtes Basilikumöl

Basilikumöl ist ein Klassiker unter den Kräuterölen, der mit vielem harmoniert. Daher ist es das perfekte Öl für den Einstieg.

Hier können Sie das Rezept für das selbst gemachtes Basilikum-Kräuteröl als PDF herunterladen.

Zutaten

  • 250 ml kalt gepresstes Olivenöl
  • ca. 10 Stängel frisches Basilikum
  • Salz
  • Pfeffer
  • ggf. Knoblauch
  • 1 verschließbares Glas
  • 1 saubere Flasche

Zubereitung

  1. Die Basilikumblätter von der Pflanze abschneiden und in ein sauberes Glas schichten. Zwischen den einzelnen Basilikumschichten immer wieder Salz hinzufügen.
  2. Die Basilikumblätter nach unten drücken und mit dem Olivenöl übergießen.
  3. Das wiederverschließbare Glas für zwei Wochen an einen dunklen, kühlen Ort stellen, sodass die Aromen sich in dem Öl gut verteilen.
  4. Die Basilikumblätter herausfiltern und das Öl in die Flasche füllen.

Rezept für selbst gemachtes mediterranes Kräuteröl

Wer sich an eine etwas aufwändigere Komposition wagen möchte, kann dieses mediterrane Gewürzöl ausprobieren. Mit Chilischoten erhält das Öl eine scharfe Note.

Hier können Sie das Rezept für das mediterrane Kräuteröl als PDF herunterladen.

Zutaten

  • 250 ml kalt gepresstes Olivenöl
  • 1 Stängel Rosmarin
  • 2 Stängel Basilikum
  • 2 Stängel Thymian
  • Salz
  • Pfefferkörner
  • ggf. Chilischoten und Knoblauch
  • 1 verschließbares Glas
  • 1 saubere Flasche

Zubereitung

  1. Die Basilikumblätter von den Stängeln abzupfen und in das saubere Glas geben. Rosmarin und Thymian entweder ebenfalls vom Stängel abzupfen oder die Stängel als Ganzes hineingeben.
  2. Je nach Geschmack Salz, Pfeffer, Chilischoten und Knoblauch hinzufügen.
  3. Das Olivenöl hinzufügen, bis alle Zutaten vollständig bedeckt sind.
  4. Das Glas für zwei Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen.
  5. Anschließend die Kräuter herausfiltern und das Öl in die Flasche füllen.

Rezept für selbst gemachtes Rosmarin-Zitronen-Öl

Raffiniert und fruchtig-frisch: Das Rosmarin-Zitronen-Öl passt durch seinen Zitronenanteil sehr gut zu Fischgerichten. 

Hier können Sie das Rezept für das Rosmarin-Zitronen-Öl als PDF herunterladen.

Zutaten

  • 250 ml kalt gepresstes Olivenöl
  • 1 halbe geschnittene Bio-Zitrone, alternativ nur die Schale – je nach gewünschter Geschmacksintensität
  • 2 frische Zweige Rosmarin
  • 1 verschließbares Glas
  • 1 saubere Flasche

Zubereitung

  1. Die Rosmarinzweige und die Zitrone in das saubere Glas geben.
  2. Das Olivenöl hinzufügen, bis alle Zutaten vollständig bedeckt sind.
  3. Das Glas für zwei Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen.
  4. Die Kräuter herausfiltern und das Öl in die Flasche füllen.
Die Zutaten für sellbst gemachtes Kräuteröl sind auf einem Schneidebrett platziert. © Joana K.

Mit einem Basisöl Ihrer Wahl können Sie würzige Kräuteröle kreieren.

Kräuteröl selber machen: weitere Tipps

  • Sollte Sie der Geschmack doch einmal langweilen, können Sie jederzeit in Ihrer Kräuterküche experimentieren. Für das selbst gemachte Kräuteröl gibt es so viele Varianten, wie es Kräuter und Öle gibt.
  • Worüber man sich selbst freut, darüber freuen sich bekanntlich auch andere. Deshalb eignet sich das Gewürzöl hervorragend als persönliches Geschenk für alle Koch- und Essbegeisterten. Möchten Sie das Kräuteröl verschenken, können Sie noch ein hübsches Etikett auf die Flasche aufkleben.
  • Ob Sie die Kräuter bei der Zubereitung des Öls zerkleinern oder nicht, hängt von Ihren Präferenzen ab. Zerkleinerte Kräuter können mehr Aromen freisetzen, dafür müssen Sie das Öl dann jedoch in jedem Fall filtern. 
  • Gut dosieren lässt sich das Öl mit einer Ölflasche. Alternativ können Sie Flaschenausgießer auf die Flaschen setzen, wie sie üblicherweise bei Spirituosenflaschen eingesetzt werden. 
  • Pestos erhalten noch mehr Aroma, wenn Sie sie mit einem passenden Kräuteröl zubereiten. Ein Bärlauch-Pesto schmeckt zum Beispiel noch stärker nach Bärlauch, wenn Sie es mit selbst gemachtem Bärlauchöl anrühren.

 

 

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Bildquellen

  • fertiges-kraeuteroel-in-flaschen: © Joana K.
  • olivenoel-und-weitere-zutaten: © Joana K.
  • zutaten-fuer-kraeuteroel: © Joana K.

Joana ist nicht nur Auszubildende zur Kauffrau für E-Commerce, sondern auch eine waschechte Schwarzwälderin. Die tiefe Verbundenheit zu Bergen und Wäldern wurde ihr somit regelrecht in die Wiege gelegt. Und auch heute gehören regelmäßige Ausflüge in die Natur für sie unbedingt dazu – ob auf dem Mountainbike oder mit Kletterschuhen an den Füßen. Wenn sie nicht gerade draußen unterwegs ist, probiert die überzeugte Selbermacherin gern neue Rezepte für Küche und Kosmetikbeutel aus. In ihrer WG finden Joanas Projekte regen Anklang, denn ein bewusster Konsum und DIY gehören dort zum Lebensstil dazu.

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