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Einfach selbst gemacht: Mandelmilch

Die beiden Glaser selbst gemachte Mandelmilch warten auf Genießer

Wussten Sie, dass man mit einem Entsafter weit mehr als nur Saft machen kann? Vor Kurzem habe ich den Entsafter „Slow Juicer“ ausprobiert und aus dem Trester vom Frühstückssaft leckere Müsliriegel gebacken. Anschließend habe ich noch durch das beiliegende Rezeptheft geblättert und bin auf eine Anleitung für Mandelmilch gestoßen. Passenderweise habe ich schon länger darüber nachgedacht, selbst gemachte Mandelmilch ausprobieren. Ursprünglich habe ich dabei allerdings an einen Mixer gedacht und nicht an den Entsafter. Sofort hat sich mir die Frage gestellt: Was ist besser – Standmixer oder Entsafter? Ich habe es getestet.

Standmixer oder Entsafter? – Was überzeugt bei der Herstellung von Mandelmilch

Mandeln im Wasserbad und noch im trockenen Zustand.

©Jessica de Beyer

Acht Stunden werden die Mandeln eingeweicht.

Als erstes brauche ich natürlich Rohmaterial. Dafür führt mich mein Weg in Freiburgs Unverpackt-Laden, die Glaskiste. Wenn ich schon die Mandelmilch-Verpackung spare, dann auch die für die Mandeln. Zero Waste von A bis Z. Im Laden fülle ich mein mitgebrachtes Glas mit 200 g Mandeln. Zu Hause wandern diese in eine Schüssel, bedeckt mit kaltem Wasser. Nun heißt es, mindestens acht Stunden abwarten.

Am nächsten Tag beginnt der spannende Teil des Experiments. Mandeln und Einweichwasser teile ich: Eine Hälfte gebe ich in meinen Standmixer, die andere stelle ich für den Entsafter bereit. Beides fülle ich mit frischem Wasser auf, sodass auf je 100 g Mandeln ein halber Liter Flüssigkeit kommt.

Jetzt darf der Mixer seine Arbeit tun. Während er läuft, befülle ich nach und nach den Entsafter. Nachdem die gesamte Menge Mandeln den „Slow Juicer“ durchlaufen hat, gieße ich wie in der Anleitung empfohlen die fertige Milch ein weiteres Mal in das Gerät. In der zweiten Runde werden eventuelle Rückstände entfernt und das Ergebnis ist noch feiner. Danach ist die Entsafter-Mandelmilch fertig. Die Variante aus dem Mixer muss im Gegensatz dazu noch mühsam durch ein Sieb oder Tuch gestrichen werden. Nachdem das erledigt ist, folgt der Geschmackstest.

Das Ergebnis ist überraschend

Links die Mandelmilch aus dem Mixer, rechts aus dem Entsafter. Der Unterschied ist auch beim Trester sichtbar.

Ich hätte es nicht erwartet, aber ein Unterschied zwischen den beiden Drinks ist tatsächlich spürbar beziehungsweise sichtbar! Gemixte Mandelmilch ist fast so weiß wie Kuhmilch, schmeckt aber wässriger. Entsaftete Mandelmilch ist dagegen wunderbar cremig, weist einen minimalen Rosa-beige-Ton auf und schmeckt eindeutig nussiger. Ein weiterer Pluspunkt der Entsafter-Milch ist die Konsitenz des Tresters. Im Gegensatz zum Mixer-Trester sind die Mandelreste trockener und können daher besser als gemahlene Mandeln eingesetzt werden. Für mich ist die entsaftete Milch der klare Gewinner!

Die fertige Milch kann anschließend noch beliebig abgeschmeckt werden. Zum Beispiel mit ein wenig Agavendicksaft, einer Prise Zimt und Vanille-Extrakt. Lecker schokoladig wird es mit Kakao.

Ideen für die Resteverwertung: Zero-Waste-Mandelmilch ist so einfach

Die Mandelreste (Trester) lassen sich vielfältig weiterverwenden. Einige Ideen:

  • Im Müsli
  • Als Basis für einen Brotaufstrich
  • Beim Backen statt gemahlenen Mandeln
  • Als knuspriges Topping für einen Auflauf

 

Ich habe spontan nach der Mandelmilch-Herstellung noch Obst und Gemüse entsaftet und den gesamten Trester kurzerhand wieder zu Müsliriegeln verarbeitet.

Haben Sie schon Nussmilch selbst gemacht? Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar und berichten Sie von Ihren Erfahrungen!

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Bildquellen

  • Eingeweichte Mandeln: ©Jessica de Beyer
  • Ergebnis Mandelmilch: ©Jessica de Beyer
  • Selbst gemachte Mandelmilch: ©Jessica de Beyer

Jessica bastelt als Mediendesignerin schicke Grafiken für die Waschbär-Onlinewelt. Wenn sie nicht gerade über Themen wie Zero Waste meditiert oder Freiburgs Natur erkundet (gerne auch beides gleichzeitig), findet man sie wahrscheinlich in ihrer kleinen Küche. Dort probiert sie unter strenger Aufsicht von Kater Shadow neue vegane Rezeptideen aus.

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  1. Gisela

    18 August

    Ich habe selbst auch schon Mandelmilch im Mixer gemacht. Mir hat sie sehr gut geschmeckt und der Effekt, dass man Verpackung spart, ist natürlich super. Aber leider sind Mandeln mittlerweile so teuer, dass es günstiger ist Mandelmilch zu kaufen.

    • Martina Kromer

      19 August

      Liebe Gisela,

      Deinen letzten Satz muss ich ganz heftig kritisieren:
      (Das wird doch keine Mandelmilchmädchenrechnung sein?????)
      Jessica nimmt 100 g Mandeln ????auf 500g Wasser, entspricht 20%❗️(Einfacher Dreisatz!????) (natürlich inkl. Trester, der ja nicht weggeworfen werden muss, sondern wunderbar weiter verwendet werden kann)
      Auf der „verpackten“ lese ich: Mandeln: schlappe 2%❗️
      Also wenn Du Dir auch so ’ne dünne Mandelmilch machst, wie diese gekaufte, dann zählt Dein Argument mit dem Mandelpreis überhaupt nicht❗️Das ist, als ob Du ????mit????bzw.
      Mandeln mit Wasser vergleichst.
      Weiterer Vorteil: In der selbstgemachten hat man keine Stabilisatoren, Emulgatoren und so’n Zeugs…
      Also ich bevorzuge deshalb die selbstgemachte.

      LG, martina

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