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Do it yourself: Weihnachtsbaum aus Ästen basteln

Am Weihnachtsbaum aus Ästen hängt bereits Baumschmuck, eine Hand hängt gerade eine rote Filzkugel an einen Ast.

Ein echter Weihnachtsbaum ist toll, keine Frage. Wir lieben den Geruch des Waldes und erfreuen uns an der Natürlichkeit. Dennoch tut es uns jedes Jahr erneut im Naturfreunde- und Gärtner-Herz weh, den noch grünen und eigentlich intakten Baum nach dem Weihnachtsfest zu entsorgen. In diesem Jahr möchten wir daher bewusst einen Baum stehen lassen – nämlich den, der sonst bei uns eingezogen wäre. Um nicht komplett auf einen schönen Baum und das gemeinsame Schmücken zu verzichten, musste eine Alternative zum Christbaum her. Da kam mir eine tolle Bastelidee gelegen, die wir auch prompt umgesetzt haben. Die Anleitung, mit der Sie einen Weihnachtsbaum aus Ästen basteln können, finden Sie nachfolgend. Das Tolle: Der Baum wurde nicht gefällt, nadelt nicht und findet überall Platz.

Weihnachtsbaum aus Ästen basteln: Zero-Waste-Baum aus dem Wald

Für unseren alternativen Weihnachtsbaum hat ein ausgiebiger Spaziergang im Wald gereicht: Dort haben wir Totholz vom Boden gesammelt, das sich wunderbar als Bastelmaterial eignet. Schauen Sie sich doch auch mal in Ihrem Garten um. Mit der Menge an Ästen habe ich einen Weihnachtsbaum zum Aufhängen in der Größe von etwa 100–120 cm gebastelt. Weiße Birkenäste oder Treibholz machen sich ebenfalls wunderbar als Weihnachtsbaum.

Anleitung für einen selbst gebastelten Weihnachtsbaum aus Ästen

Hier können Sie die Anleitung für einen Weihnachtsbaum aus Ästen als PDF herunterladen.

Das brauchen Sie

  • 8–10 Äste in verschiedenen Längen (10–70 cm)
  • Garn
  • Schere
  • Astschere
  • selbst gebastelten Weihnachtsschmuck, Kugeln, hübsche Bänder und eine Lichterkette

Und so geht’s

  1. Äste im Wald oder Garten sammeln. Bitte nehmen Sie nur heruntergefallenes Holz und achten Sie auf die Erhaltung der Natur. 
  2. Äste kürzen, sodass sie von unten nach oben immer kleiner werden. Je nach Dicke der Äste eine Astschere nutzen, um sie auf die richtige Länge zu kürzen. Legen Sie die Äste vor sich auf den Boden. So sehen Sie, ob die Maße stimmen und wo vielleicht noch ein Ast dazwischen passt.
  3. Abstehende kleine Äste mit einer Schere entfernen.
  4. Wenn die Äste auf dem Boden in etwa so angeordnet sind, wie es später aussehen soll, das Garn in doppelter Länge rechts und links an die Äste legen. So viel benötigen Sie zum Festbinden.
  5. Fangen Sie von oben an, die Äste festzubinden und knoten Sie zuerst eine Schlaufe als Aufhängung. Den kürzesten Ast rechts und links etwa 5 cm vom Rand entfernt mit einem Doppelknoten festbinden. Etwa 10 cm weiter unten wieder einen Ast in der nächstgrößeren Länge festknoten. Immer so weiter, bis der letzte Ast angeknotet ist. Achten Sie darauf, dass die parallelen Abstände von Ast zu Ast etwa gleich sind, damit eine schöne Symmetrie entsteht.
  6. Jetzt können Sie auch schon Ihren Tannenbaum aus Ästen aufhängen und mit dem Schmücken des Baumes beginnen. Bänder, Kugeln, Lichterkette, selbst gebasteltes – wie an einem echten Weihnachtsbaum eben.

Der Weihnachtsbaum aus Ästen kann je nach Größe an der Wand über einem Tischlein, welches dann als Gabentisch dient, aufgehängt werden. Alternativ können Sie ihn so groß gestalten, dass er bis zum Boden reicht. Auch frei im Raum aufgehängt wirkt er ganz toll und so dekorativ wie ein echter Baum.

Der Weihnachtsbaum aus Ästen wird geschmückt. © Waschbär

Auch an dem minimalistischen Weihnachtsbaum finden Weihnachtskugeln und Co ihren Platz.

Weihnachtsbaum aus Ästen basteln: Tipps und Inspirationen

  • Nutzen Sie alte Paketschnüre als Garn zum Festknoten der Äste.
  • Schneiden Sie die kleinen Verästelungen der Zweige an den Ästen nicht ganz zurück, an diesen können Sie den Baumschmuck optimal aufhängen
  • Trotz des Traditionsbruches, keinen echten Weihnachtsbaum aufzustellen, können Sie mit dem Schmücken bis Heiligabend warten. So wie bei einem echten Baum. Oder hängen Sie den Baum als Adventsdekoration schon vor Weihnachten geschmückt auf. Er nadelt ja nicht und kann somit auch viel länger in der Wohnung bleiben.
  • Selbst gebastelter Baumschmuck wie Alu-Sterne, Anhänger aus Kaltporzellan oder genähte Baumanhänger geben dem gebasteltem Baum ein individuelles Aussehen.
  • Wer auf den typischen Tannenbaumgeruch einfach nicht verzichten möchte, kann ein paar Tropfen naturreines, ätherisches Öl auf die Äste oder den Schmuck aus Filz und Holz geben. Dafür eignen sich Tannenduftöl, unser Favorit ist ganz klar Zirbenduftöl.
  • Falls Sie doch noch etwas Tannenreisig einbringen möchten, fahren Sie einfach zu einem Tannenbaumverkauf und fragen Sie nach Resten. Diese können Sie mit ein paar Bändern wie beim Kranzbinden an den Ästen befestigen.
  • Der Baum eignet sich auch wunderbar als Jahreszeitenbaum und kann je nach Saison mit natürlichen Elementen dekoriert werden. Er muss also nicht unbedingt nach Weihnachten im Keller verstauben oder im Kamin landen. 
Der Weihnachtsbaum aus Ästen ist mit einer Lichterkette geschmückt. © Constanze L.

Der Baum ist festlich geschmückt und weckt Vorfreude auf Weihnachten.

Unser Sohn war erst ganz skeptisch, denn unter den Weihnachtsbaum aus Ästen passen ja gar nicht so viele Geschenke. Doch zum Glück war der Weihnachtsmann sehr einfallsreich und hat einfach einen großen Tisch genommen, um alle Geschenke zu platzieren. Wir haben es sehr genossen, dieses Jahr etwas für den Erhalt der Wälder zu tun. Uns ganz bewusst dafür zu entscheiden, dass es kein echter Baum sein muss, war toll. Wir haben einfach ein paar Spaziergänge mehr im Wald unternommen, um Tannen und Fichten in natura zu genießen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Basteln.

 

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Bildquellen

  • weihnachtsbaum-aus-aesten-schmuecken: © Waschbär
  • geschmueckter-weihnachtsbaum-mit-lichterkette: © Constanze L.
  • tannenbaum-aus-aesten: © Waschbär

Constanze lebt inzwischen schon seit 18 Jahren in der Waschbär-Welt und ist zurzeit im Einkauf mit der Mission „Grüner Daumen“ befasst. Im eigenen kleinen Garten beweist sie bei jeder Gelegenheit den Mut zum Ausprobieren und geht mit ihrem kleinen Sohn und ihrem Freund der immer neuen Frage nach, wo was herkommt. Ist eine Antwort gefunden, genießt die kleine Familie die Schönheit der Natur oder sorgt für die Unterhaltung ihrer zwei Katzen.

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