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Regenwurmbeobachtung für Kinder – so einfach geht’s

Kleiner Junge sitzt mit Lupe vor einem Einmachglas, das mit Erde gefüllt ist.

Endlich geht die Gartenzeit wieder los und es gibt wie jedes Frühjahr viel zu tun – und viel zu entdecken. Beim Umsetzen unseres Komposts haben wir ganz viele Regenwürmer aufgeschreckt. Unser Sohn hat neugierig gefragt, warum da so viele Würmer drin sind. Natürlich habe ich ihm erklärt, was die Regenwürmer im Kompost machen. Und wie Kinder nun mal so sind: Er wollte es ganz genau wissen. Um ihm etwas anschaulicher zu erklären und zu zeigen, was da alles passiert, kam ich auf die Idee, eine kleine Station zur Regenwurmbeobachtung zu basteln. Wie einfach das geht, möchte ich Ihnen gerne zeigen. 

So entsteht die DIY-Station für die Regenwurmbeobachtung

Sie brauchen ein großes Einmachglas. Hinein kommen Schichten aus Erde und Sand. Je nach Größe des Glases etwa je vier Schichten. Dann natürlich noch die Regenwürmer. Wir haben ein paar Regenwürmer aus dem Kompost genommen, aber auch ein paar Regenwürmer in der Erde gesucht. Gar nicht so einfach. Die Erde war an dem Tag viel zu trocken, also mussten wir etwas tiefer graben. Mit hinein kamen auch Exemplare, die wir unter alten Strohballen gefunden haben. Die Erde sollte feucht, aber nicht zu nass sein. Denn auch Regenwürmer können ertrinken. Deswegen kommen Sie bei starkem Regen auch aus der Erde raus. Kaum waren die Würmer im Glas, ging das Forschen los. Wir konnten direkt beobachten, wie sich die Regenwürmer in die Erde bohren.

Links ein Einmachglas mit Erd- und Sandschichten, rechts eine Hand, die einen Regenwurm hält. © Constanze L.

Vier Schichten Füllung im Glas und schon können die Regenwürmer in ihr vorrübergehendes Zuhause einziehen.

Wo soll das Regenwurmglas stehen?

Das Glas zur Regenwurmbeobachtung haben wir mit reingenommen. Da können wir jeden Tag beobachten, wie die Regenwürmer Gänge bilden, die Erde auflockern, die Erd-Sandschichten miteinander vermischen. Und wie sie sich ihr Futter – Salatblätter – in ihre Gänge reinziehen und daraus den guten Wurmhumus machen. 

Das Glas sollten Sie unbedingt vor Licht und Sonneneinstrahlung geschützt aufstellen. Regenwürmer reagieren sehr sensibel auf Licht. Sobald wir das Glas zum Beobachten ins Licht gestellt haben, sind sie recht schnell in das Innere des Glases verschwunden. Das lässt aber immer noch genug Zeit, den Regenwürmern bei der Arbeit zuzuschauen. 

Links ein Blick auf die sich eingrabenden Würmer, rechts ein Wurm an der Glasscheibe. © Constanze L.

Schnell bohren sich die Würmer in die Erde, von außen lassen sich ihre Gänge an der Glaswand gut erkennen.

Während der Regenwurmbeobachtung: Viele Fragen – und Antworten

Mein Sohn – ganz im Element des Naturforschers – stellte immer wieder viele Fragen. Zum Beispiel: Wo sind die Augen? Bekommt der Regenwurm da auch Luft? Und ich musste ganz ehrlich zu geben: Das weiß ich auch nicht. Also habe ich etwas recherchiert und selbst noch einiges gelernt: Regenwürmer haben tatsächlich keine Augen. Sie nehmen hell und dunkel über Nervenzellen wahr, die auf der Haut sitzen. Auch, dass Regenwürmer keine Lungen haben und nicht wie wir atmen können.

Kleine Regenwurmforscher verstehen die Welt ein Stück besser

Das alles hat unseren Sohn nachhaltig beeindruckt. Bei jedem Regenwurm, den er seither auf der Straße sieht, erzählt er ganz stolz, wie genau das funktioniert und was die Regenwürmer in der Erde machen. Natürlich rettet er auch jeden Regenwurm, der auf dem Bürgersteig liegt. Auch seinen Freunden im Kindergarten hat er schon erzählt, welche tolle Arbeit die kleinen Würmer leisten und wie wichtig sie für unser gesundes Ökosystem im Garten sind.

Unser Sohn fand das sehr spannend, und hätte seine neuen Haustiere am liebsten gar nicht mehr hergegeben. Aber natürlich gehören Regenwürmer in die Natur, also haben wir sie nach ein paar Tagen Forschung wieder frei gelassen.

Ganz viel Spaß bei Nachbauen und Forschen wünsche ich Ihnen! 

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Bildquellen

  • beobachtungsglas-regenwurm: © Constanze L.
  • regenwuermer-im-glas: © Constanze L.
  • regenwurmbeobachtung: © Constanze L.

Constanze lebt inzwischen schon seit 15 Jahren in der Waschbär-Welt und ist zurzeit im Einkauf mit der Mission „Grüner Daumen“ befasst. Im eigenen kleinen Garten beweist sie bei jeder Gelegenheit den Mut zum Ausprobieren und geht mit ihrem kleinen Sohn und ihrem Freund der immer neuen Frage nach, wo was herkommt. Ist eine Antwort gefunden, genießt die kleine Familie die Schönheit der Natur oder sorgt für die Unterhaltung ihrer zwei Katzen.

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