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Do it yourself: Raumduft aus Kräutern herstellen

Drei Glasflaschen mit dem Raumduft aus Kräutern stehen auf einem Holzbrettchen.

Frische Bio-Kräuter sind sehr beliebt, besonders beim Kochen. Mit selbst gezogenen Kräutern bekommt jedes Essen eine besondere Note. Konserviert in Öl und beispielsweise als Zucchini-Basilikum-Pesto oder Bärlauchbutter zubereitet kann man sie den ganzen Winter genießen. Getrocknet halten sie sogar jahrelang. Deshalb sind Kräuter inzwischen in fast jedem Garten und auf fast jeder Fensterbank zu finden. Je heller dabei der Standort, desto kräftiger ist auch das Aroma der Kräuter – schon eine leichte Berührung genügt, um es durch die Luft strömen zu lassen.

Kräuter sinnvoll verwerten

In der Erntezeit gibt es meistens sehr viel mehr Kräuter, als man verarbeiten kann. Eine Möglichkeit für die Verwertung der zahlreichen Kräuter ist das Kräuter trocknen, um diese so länger haltbar zu machen. Ich habe nach weiteren Möglichkeiten gesucht, Kräuter auf sinnvolle Weise zu verwerten. Dabei bin ich auf die Idee gestoßen, Raumdüfte aus Kräutern selber herzustellen – ganz natürlich und ohne Alkohol oder Konservierungsstoffe. Die Duftmischungen sind daher zwar nur wenige Wochen haltbar, aber das ist kein Problem, denn sie lassen sich mit wenigen Handgriffen frisch herstellen.

Den Duft frischer Kräuter wirklich vollständig einzufangen, gelingt leider nicht. Aber mit einer selbst gemachten Duftmischung kommt man sehr nahe an den typischen Duft heran. Die Mischungen verströmen würzige Aromen, sehr dezent und keineswegs aufdringlich – anders, als es oft bei den künstlichen und sehr süßen Vanillearomen der Fall ist.

Raumduft aus Kräutern – alle Mischungen sind möglich

Wer über eine große Auswahl an Kräutern verfügt, kann unterschiedliche Kräuterduftmischungen herstellen. Gerade im Winter bietet sich das an. Bei der Kräuterernte bleiben oft kleine Reste verschiedener Kräuter auf dem Tisch liegen. Sie sind viel zu wertvoll, um sie achtlos auf den Kompost zu werfen. Diese Reste habe ich einfach in einen Topf mit heißem Wasser gegeben und längere Zeit ziehen lassen. So ist mein erster Kräuterduft entstanden.

Anleitung für einen selbst gemachten Raumduft aus Kräutern

Hier können Sie die Anleitung für einen selbst gemachten Raumduft aus Kräutern als PDF herunterladen.

Das brauchen Sie

  • Pro Raumduft ca. 250 g leicht angetrocknete oder 220 g vollständig getrocknete Kräuter. Bei Mischungen sollte die Gewichtung der einzelnen Kräuter in etwa gleich sein.
  • Wasser
  • Einen mittelgroßen Topf
  • Hübsche Gefäße
  • Holzstäbchen

Und so geht’s

  1. Die Kräuter zerkleinern, damit sie in den Topf passen. Stängel und Stiele können ebenfalls verwendet werden.
  2. Den Topf etwa 2 cm hoch mit Wasser füllen.
  3. Alles im Topf langsam erhitzen und ohne Deckel etwa 15 Minuten köcheln lassen.
  4. Nach dem Abkühlen die Duftmischung in hübsche Gefäße füllen, ein paar Holzstäbchen hinzufügen und in der Wohnung verteilen.
  5. Wenn die Duftintensität nachlässt, die Stäbchen umdrehen.
  6. Nach einiger Zeit prüfen, ob sich Schwebstoffe abgesetzt haben.

Raumduft selber machen: Beispiele für Kräutermischungen

Für diesen Beitrag habe ich drei unterschiedliche Kräutermischungen gewählt:

  • Minze, Majoran, Basilikum, Currykraut und Wacholderbeeren
  • Oregano, Colakraut, Lorbeer, Bohnenkraut und Koriander
  • Lavendel, Wermut, Rosmarin, Salbei und Wacholderbeeren

Meine Mischungen halten drei bis vier Wochen, oft auch länger. Danach mische ich neuen Raumduft – je nach Lust und Laune.

Die Kräuterkugel ist auf einem Tongefäß im Garten aufgestellt. © Eva S.

Die Kräuterkugel kann wie der flüssige Raumduft beliebig im Haus platziert werden.

Tipp: Wer keinen flüssigen Raumduft herstellen möchte, kann mit wenigen Handgriffen eine herrlich duftende Kräuterkugel basteln. Dazu einfach eine Kugel aus Zeitungspapier formen und mit Draht umwickeln, damit die Kugel ihre Form behält. Anschließend einfach Kräuter mit Draht auf der Papierkugel fixieren.

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Bildquellen

  • kraeuterkugel: © Eva S.
  • raumduft-aus-kraeutern: © Eva S.

Eva praktiziert „grünen“ Journalismus aus Überzeugung. Als Redakteurin bei Waschbär ist sie ständig damit beschäftigt, Themen rund um Ökologie aufzuspüren und indie richtigen Worte zu kleiden. Richtig wohl fühlt sie sich in der freien Natur. Dort lässt sie sich am liebsten vom Lichtwellenspektrum der blau-grün-türkisen Meeresfarben inspirieren.

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