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Gartenwerkzeug pflegen, reinigen und winterfest machen

Eine Schubkarre ist mit Gartenwerkzeug gefüllt.

Wenn der Garten winterfest gemacht ist, wird es langsam Zeit, auch die hilfreichen Gartenwerkzeuge in den Winterschlaf zu schicken. Damit sie die Pause gut überstehen, müssen Sie vor dem Einlagern in Garage oder Schuppen das Gartenwerkzeug pflegen, gründlich kontrollieren und falls nötig reinigen. Nachfolgend finden Sie hier einige Tipps, wie Sie Heckenschere, Grabegabel, Spaten, Rasenmäher und Co. heil über die kalte Jahreszeit bringen. Wenn alles gut versorgt wird, können Sie im Frühling schnell wieder durchstarten!

Gartenwerkzeug pflegen und reinigen

Die großen und kleinen Gartenwerkzeuge sind einfach zu pflegen. Zunächst werden sie gründlich mit Wasser gereinigt. Hartnäckiger Schmutz, Erde und Rost an den Metallteilen wird entweder mit Wurzelbürste, Drahtbürste oder Stahlwolle entfernt. Bei den Holz- oder Kunststoffgriffen genügt meist schon ein Schwamm.

Überprüfen Sie, ob der Stiel noch festsitzt oder eventuell Beschädigungen aufweist. Beschädigte Stiele müssen ausgewechselt werden, lockere Stiele werden mit Holz- oder Eisenkeilen befestigt. Falls nötig, schleifen Sie rau gewordene Werkzeugstiele aus Holz mit einem sehr feinen Schleifpapier ab. Danach können die Holzteile mit einem Holzöl eingestrichen werden, damit sie nicht austrocknen.

Ein Spaten wurde mit einer Bürste geputzt und glänzt wieder. © Rudi Beiser

Werkzeuge aus Edelstahl sind pflegeleicht. Hier genügt meist schon Wasser.

Vor dem Einlagern werden alle Metallteile – mit Ausnahme von Edelstahl – eingefettet oder eingeölt. So sind diese vor möglicher Korrosion geschützt. Dazu eignen sich biologisch abbaubare Schutzöle wie zum Beispiel Ballistol. Sie können stattdessen auch ein einfaches Pflanzenöl aus der Küche verwenden. Bei hochwertigen Gartengeräten aus Edelstahl ist Ölen oder Wachsen nicht notwendig.

Gartenwerkzeug pflegen: Schneidwerkzeuge vorbereiten

Beim Überwintern von Garten- und Heckenscheren sowie anderen Schneidwerkzeugen sollten Sie, wenn möglich, die einzelnen Teile der Geräte abmontieren und einzeln säubern. Zerlegen Sie Gartengeräte jedoch nur, wenn Sie sich dies zutrauen. Mit 15 Einzelteilen lässt sich keine Hecke schneiden.

In Ecken und Gelenken, die ohne Auseinandernehmen nicht zugänglich wären, verstecken sich häufig Pflanzenreste sowie Schmutz oder Harz. Sie können diese Verschmutzungen gut mit einem Lappen mithilfe von Olivenöl, Spiritus oder Reinigungsbenzin beseitigen. Idealerweise kann man diesen Moment auch dafür nutzen, die Klingen zu schleifen oder schleifen zu lassen. Dazu eignen sich feine Schleifsteine (100er Körnung), die vorher 1 – 2 Stunden in Wasser gelegt werden sollten. Es können alternativ Diamantfeilen mit einer feinen Körnung eingesetzt werden (600er). Wenn Sie damit keine Erfahrung haben, dann schleifen Sie teure Schneidewerkzeuge lieber nicht selbst, sondern überlassen Sie diese Feinarbeit einem Profi.

Auch für das Einölen der Einzelteile und der beweglichen Gelenke ist jetzt ein guter Zeitpunkt. Falls das Auseinandernehmen nicht möglich ist, empfiehlt sich das Einsprühen mit einem Kriechöl. Das bietet Korrosionsschutz und garantiert die gute Gängigkeit der Gelenke.

Eine blaue, kleine Gartenschere wird mit einem Ölfläschchen behandelt. © Rudi Beiser

Klingen werden mit Öl behandelt und vor Schmutz geschützt.

Gartenwerzeug richtig einlagern

Wenn Sie regelmäßig Ihr Gartenwerkzeug pflegen, reinigen und ölen, können Sie die Lebensdauer vieler Gartengeräte deutlich verlängern. Damit die Pflegearbeit nicht umsonst war, müssen die Gartengeräte während der Ruhezeit vor Nässe geschützt gelagert werden, zum Beispiel in einem Schuppen oder Kellerraum. Kleinere Werkzeuge können Sie in ein Tuch einwickeln und gut verpacken. So gelagert sind Gartenscheren in der folgenden Gartensaison sofort einsatzbereit. Für Ordnung sorgen verschiedene Aufbewahrungssysteme, egal ob Haken zum Aufhängen, Regale zum Ablegen oder ein extra Geräteschrank.

Gartenwerkzeug wurde an einer Palette für Gartengeräte aufgehängt. © Constanze L.

Eine Palette für Gartengeräte schafft Ordnung und bietet genug Platz für das Gartenwerkzeug.

Rasenmäher überwintern

Auch der Rasenmäher will wohlbehalten durch den Winter kommen. Beseitigen Sie zunächst grobe Verschmutzungen wie Gras- und Erdreste mit einer festen Bürste oder mit einem Kunststoffspachtel. Rostanfällige Elemente und gesäuberte bewegliche Teile sollten Sie mit Öl behandeln. Eventuell lose Schrauben oder Schutzabdeckungen werden mit Schraubendreher oder Schraubschlüssel wieder ordentlich festgezogen.

Bei motorbetriebenen Geräten sollte der Tank geleert beziehungsweise leergefahren werden. Kraftstoff kann bei langen Standzeiten verharzen und Leitungen schädigen. Außerdem verliert Benzin über den Winter seine Zündfähigkeit. Eventuell ist sogar ein Ölwechsel oder die Reinigung des Luftfilters nötig. All diese Arbeiten kann selbstverständlich auch eine Fachfirma übernehmen und in diesem Zuge gleich die Messer schärfen. Danach sollten Sie Ihren Rasenmäher vor allem frostfrei, trocken und abgedeckt überwintern.  

 

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Bildquellen

  • spaten-putzen: © Rudi Beiser
  • gartenschere-oelen: © Rudi Beiser
  • geordnetes-gartenwerkzeug: © Constanze L.
  • gartenwerkzeug-in-schubkarre: © Rudi Beiser

Rudi Beiser, Jahrgang 1960, beschäftigt sich schon seit 40 Jahren mit Heil- und Wildkräutern. 13 Jahre lang führte er einen Naturkostladen. Danach betrieb er 20 Jahre lang die von ihm gegründete La Luna Kräutermanufaktur, wo hochwertige Kräutertees in Demeter-Qualität produziert wurden. Sein reichhaltiges Wissen über Pflanzen und seine langjährigen Erfahrungen dazu gibt er heute als Dozent an verschiedenen Instituten und als erfolgreicher Buchautor weiter.

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  1. Romy Böhm

    11 November

    Hallo liebes Team,
    das ist alles sehr interessant und sehr hilfreich für mich.
    Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.
    Herzliche Grüße

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