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Do it yourself: Flüssigseife herstellen

Der gefüllte Seifenspender steht neben einigen Seifenstücken und einem Handtuch.

Feste Seifen sind unbestritten die nachhaltigste Möglichkeit, sich die Hände zu waschen. Die Verpackung besteht meist aus Papier und es gibt sie in Läden und Shops mit hochwertiger Naturkosmetik. Wer einen Unverpackt-Laden in der Nähe hat, kann dort Seifenstücke ganz ohne Müll einkaufen. Außerdem halten zum Beispiel hochwertige Olivenölseifen aus reinem Olivenöl mehrere Jahre, sind rückfettend und liefern dadurch die erforderliche Feuchtigkeit zur Hautpflege gleich mit. Nachhaltig also in punkto Verpackung, Hautpflege und Anschaffungskosten. Was aber ist mit Flüssigseife?

Flüssige Seifen aus Olivenölseifen bringen die gleichen Pflegevorteile wie die festen Stücke mit, haben jedoch ökologischer Hinsicht einige Nachteile: Die Flüssigseife ist bis auf sehr wenige Ausnahmen in Plastikgefäße abgefüllt. Außerdem hat sie durch ihren hohen Wasseranteil ein größeres Volumen, sodass der Transport ebenfalls weniger ökologisch ist als bei Seifenstücken. Hinzu kommt, dass hochwertige Flüssigseifen oft teurer sind. Das liegt auch daran, dass wir dazu neigen, mehr davon zu nehmen, als wir tatsächlich zum Händewaschen brauchen. Viele drücken nicht nur einmal, sondern eben gleich zweimal auf den Spender. Wer trotzdem nicht auf Flüssigseife verzichten möchte, kann viele der ökologischen Nachteile einfach dadurch wettmachen, dass er sie selbst herstellt. Und das geht wirklich einfach.

Für mich ein weiterer wichtiger Punkt: Duftstoffe. Ich vertrage diese Zusätze nicht und bin daher immer auf der Suche nach duftstofffreien Produkten. Leider sind diese oft sehr teuer. Das hat mich schon dazu gebracht Waschmittel selbst herzustellen. Nun habe ich mich an die flüssige Handwaschseife gewagt und möchte mein Rezept hier mit Ihnen teilen.

Anleitung zum Herstellen von duftstofffreier Flüssigseife

Hier können Sie die Anleitung für DIY-Flüssigseife als PDF herunterladen.

(ergibt einen halben Liter Seife)

Das brauchen Sie

  • 80 bis 100 g Olivenölseife oder fertige Seifenflocken
  • 500 ml heißes Wasser
  • ggf. ätherische Öle (Lavendel, Zitrone oder ähnliche)

Und so geht’s

  1. Die Olivenseifenflocken abwiegen oder Seifenblock mit einer alten Reibe zerkleinern.
  2. Seifenflocken oder-raspel in ein ausreichend großes, hitzebeständiges und stabiles Gefäß geben.
  3. Wasser kochen, nach und nach vorsichtig unterrühren – je nach gewünschter Konsistenz.
  4. Die Masse kräftig mit dem Schneebesen aufschlagen, bis alle Seifenflocken aufgelöst sind. Die Flüssigseife entwickelt beim Anrühren einen dicken hellen Schaum, der beim Abkühlen wieder verschwindet. Übrig bleibt eine leicht sämige Flüssigseife in der Farbe von Olivenöl.
  5. Wer möchte, kann ätherische Öle als Duftstoff hinzufügen.
  6. Die Flüssigseife abkühlen lassen und anschließend mit einem Trichter in einen Seifenspender und Vorratsgefäße füllen. Dafür eignen sich auch alte Spülmittelbehälter oder Shampooflaschen.
Vier Steps der Flüssigseifen-Herstellung zu Hause.

©Silvia Martin

Seifenflocken und heißes Wasser mischen, rühren bis der Schaum feinporig wird und abfüllen.

Spar-Tipp 1: Wenn der Pumpspender etwa zur Hälfte geleert sind, fülle ich ihn einmal mit kaltem Wasser auf. An der Waschqualität hat sich durch die Verdünnung nichts verändert, nur die Konsistenz ist anders.

Spar-Tipp 2: Mit einem Schaumspender (z. B. von Cuisipro) können Sie Ihren Seifenverbrauch reduzieren. Diese Spender verwandeln die Flüssigseife bei Pumpen in Schaum, der sich besser an den Händen verteilen lässt und damit weniger Seife erfordert.

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Bildquellen

  • schritt-fuer-schritt-zur-fluessigseife: ©Silvia Martin
  • diy-handseife: ©Jessica B.

Eva praktiziert „grünen“ Journalismus aus Überzeugung. Als Mitarbeiterin im Einkauf für Waschbär ist sie ständig damit beschäftigt, Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. Richtig wohl fühlt sie sich in der freien Natur. Dort lässt sie sich am liebsten vom Lichtwellenspektrum der blau-grün-türkisen Meeresfarben inspirieren.

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