Schützt, was Ihr liebt!

Do it yourself: Scrunchies nähen

Frau macht sich mit den selbst genähten Scrunchies einen Zopf.

Bis vor ein paar Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, jemals wieder diesen dicken Haargummis zu begegnen – geschweige denn, sie zu tragen. Ich kenne die knautschigen Haar-Accessoires noch aus den 1990ern – da waren sie täglich im Einsatz. Besonders gern habe ich sie mit Dutt getragen, da mein Styling zu diesem Zeitpunkt auch vom Film „Anna Ballerina“ inspiriert war. Heute sind die auffälligen Zopfgummis unter dem Namen „Scrunchie“ wieder in Mode gekommen. Wir liebten damals diese Haar-Accessoires. Und jetzt liebt sie meine Tochter, was mich zu diesem Nähprojekt gebracht hat. Besonders praktisch ist, dass Sie Stoffreste jeglicher Art wunderbar verwerten können, wenn Sie Scrunchies nähen. So können Sie Vorhandenes prima aufbrauchen und sparen sich den Neukauf von Stoffen.

Woher kommt der Begriff „Scrunchie“?

Der Begriff „Scrunchie“ beschreibt einen elastischen, breiteren Haargummi. Das englische Verb „to scrunch“ bedeutet so viel wie „zusammendrücken“ oder „zerknüllen“. Das feste Gummiband ist mit Stoff überzogen – und dieser wird zusammengedrückt. Scrunchies sehen nicht nur hübsch aus – sie sind auch gut für Ihre Haare. Sie enthalten keine schädlichen Metallteile und verursachen daher keinen Haarbruch beziehungsweise verhindern schmerzhaftes Ziepen.

Scrunchies nähen und als modisches Accessoire tragen

Scrunchies können im Haar, aber auch als Armbänder getragen werden. Als Mitbringsel oder Geschenk sind diese bunten Haargummis ebenfalls bestens geeignet. Für das Nähen des Scrunchies brauchen Sie nicht viel Zeit – am besten fertigen Sie gleich mehrere Exemplare aus unterschiedlichen Stoffresten an. So können Sie Ihr Scrunchie sogar auf Ihre Kleidung abstimmen. In der Anleitung finden Sie die Angaben für die Größe S und die Größe L. Die kleinere Größe ist gut für Kinder, die größere für Erwachsene geeignet.

Frau trägt zwei selbst genähte Scrunchies als Armbänder am Handgelenk und hält Blumen in der Hand. © Karolina K.

Scrunchies fallen als hübsche Haarbänder oder als Armschmuck auf.

Anleitung für selbst genähte Scrunchies

Hier können Sie die Anleitung für selbst genähte Scrunchies als PDF herunterladen.

Schwierigkeitsgrad: einfach

Das brauchen Sie

  • Stoffreste mit der Größe 30 x 10 cm (Größe S) oder 50 x 10 cm (Größe L)
  • Gummiband, max. 15 mm breit, mit der Länge 15 cm (Größe S) oder 25 cm (Größe L)
  • farblich passendes Nähgarn
  • Stecknadel
  • Nähnadel
  • Nähmaschine

Und so geht’s

  1. Die Stoffreste entsprechend den oben genannten Maßen zuschneiden. Die Maße verstehen sich inklusive einer Nahtzugabe von einem Zentimeter.
  2. Das Stoff-Rechteck im Bruch rechts auf rechts legen. Entlang der offenen Kante mit einem Zentimeter Nahtzugabe nähen (Bild 1). Es entsteht ein Schlauch. Jeweils vor dem Stoffanfang bzw. dem Ende der Naht drei Zentimeter offen lassen.
  3. Den Stoffschlauch auf die richtige Seite wenden.
  4. Die Enden aufeinanderlegen und mit Stecknadeln fixieren. Entlang der Kante nähen und somit die zwei Stoff-Enden miteinander verbinden (Bild 2).
  5. Das Gummiband an der Stecknadel befestigen und in den Stoffschlauch ziehen (Bild 3).
  6. Einen festen Knoten ins Gummiband machen oder die Enden des Gummibands aneinandernähen (Bild 4).
  7. Die verbleibende Öffnung mit einem kleinen Handstich schließen.
Die vier wichtigsten Schritte beim Scrunchienähen sind abgebildet und nummeriert. © Ines T.

Stoffe schneiden, vernähen, Gummi durchziehen, Öffnung schließen – und fertig ist das Scrunchie.

Scrunchies nähen: Tipps und Inspirationen

  • Als Stoff für das Scrunchie sind Baumwolle oder Jersey sehr gut geeignet. Es funktioniert aber auch jeder andere nicht zu dicke Stoff.
  • Wenn die Frisur noch ein bisschen auffälliger sein soll, können Sie das Scrunchie mit einer großen Haarspange oder mit Glitzerspängchen kombinieren.

 

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Bildquellen

  • scrunchies-am-handgelenk: © Karolina K.
  • scrunchies-naehen: © Ines T.
  • scrunchies-als-haarband: © Karolina K.

Ines führt den Waschbären durch die Social-Media-Welt und auch im echten Leben ist die ehemalige Modedesignerin schon weit um den Globus gereist. So hat sie zusammen mit ihrer Familie zwei Jahre in Asien gelebt. In ihrer Heimat ist sie gerne draußen unterwegs: Im Wald, bei Silent-Disko-Partys oder auf dem Flohmarkt. Dort schlägt ihr Herz für Vintage-Möbel höher und sie findet reichlich Anregungen für neue DIY-Bastel- und Nähprojekte. Damit sie zwischen den Welten nicht ihre innere Mitte verliert, macht sie immer wieder einen Zwischenstopp auf der Yoga-Matte.

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