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Einfach selbst gemacht: Badischer Kirschplotzer

Links im Bild ist der angeschnittene Kuchen zu sehen, rechts ein reich behangener Kirschbaumast

Jedes Jahr im April, wenn die vielen Kirschbäume am Kaiserstuhl weiß und rosa blühen, sage ich mir: Bald ist es wieder soweit und wir können auch auf unserem Kirschacker unsere eigenen Kirschen ernten. Die Freude ist jedes mal groß, denn das Frühjahr bereitet uns wie auch den Obstbauern immer ein bisschen Sorgen. Denn in der Zeit zwischen Blüten und Kirschen drohen Frost und Unwetter, die ganze Jahresernten vernichten können.

Doch jetzt im Juli ist das alles vergessen. Wir hatten Glück und die Bäume hängen voller süßer Früchte. Das heißt, wir gehen nun oft noch abends in die Kirschen, wie man hier sagt. Auf dem Weg Richtung Kaiserstuhl packt mich immer schon Vorfreude auf die schöne Natur dort. Bei schönem Wetter, wenn die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und der Wind hoch oben durch die Bäume weht, macht es besonders Spaß. Wir stellen die Leitern und dann geht es an das Pflücken.

Der Kirschabum im Vordergrund gibt den Blick frei auf die malerische Landschaft. ©Bärbel K.

Kirschbaum mit Aussicht: Am Kaiserstuhl kriegen die Früchte viel Sonne ab.

Auf unserem Acker, der schon Generationen im Familienbesitz ist, gibt es 3 Bäume mit 3 verschiedenen Kirschsorten, die zu unterschiedlichen Zeiten reif werden. Da wir die Ernte nur in der Familie und an Freunde verteilen, sind die Früchte ganz unbehandelt und wir lassen sie wachsen, wie die Natur das vorgibt. Wir verwerten die Kirschen zu Saft, kochen Marmelade, essen sie pur oder backen verschiedene Kuchen. Ein altes badisches Familienrezept liegt mir besonders am Herzen, das sich besonders für süße, saftige schwarze Kirschen eignet. Das Besondere an diesem Kuchen, dem Kirschplotzer, ist, dass man dafür auch Brötchen verwertet, die nicht mehr ganz so frisch sind.

Bärbels Rezept für badischen Kirschplotzer

Hier können Sie das Rezept für badischen Kirschplotzer als PDF herunterladen.

Zutaten

  • 6 Brötchen vom Vortag, kaltes Wasser
  • 125 g Butter oder Margarine
  • 125 g Zucker
  • 3 Eier – bitte trennen
  • 1 EL Zimt
  • 1 Messerspitze Nelken
  • 2 EL Kirschwasser
  • 125 g Haselnüsse oder Mandeln
  • 1 kg Kirschen – entsteint oder nicht – je nach Belieben

 Zubereitung

  1. Brötchen in kaltem Wasser einweichen, anschließend ausdrücken und zu einer weichen Masse verrühren.
  2. Butter, Zucker, Eigelb schaumig rühren. Eiweiß separat zu Schnee.
  3. Gewürze, verrührte Brötchen, Mandeln oder Haselnüsse, dann Kirschwasser und Kirschen zugeben.
  4. Jetzt vorsichtig den Eischnee unterheben.
  5. Eine Backform (28 cm) fetten, Teig einfüllen.
  6. 1 Stunde bei 180 Grad mit Umluft backen.
  7. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen.

Man kann den Plotzer lauwarm oder kalt genießen. Besonders geeignet ist eine Vanillesauce oder Sahne dazu.

Aus einer Kanne läuft Vanillesauce auf das Stuck Kuchen. ©Bärbel K.

Der badische Klassiker – hier mit Vanillesauce – ist bereit fürs Kaffeekränzchen.

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Bildquellen

  • kischbaum-am-kaiserstuhl: ©Bärbel K.
  • kirschplotzer-mit-vanillesauce: ©Bärbel K.
  • kirschplotzer: ©Bärbel K.

Im Einkaufsbereich Haushalt achtet Bärbel darauf, dass ihr Verantwortungsbereich „Küche und Genuss“ in Text und Bild zu immer neuen leckeren Kreationen inspiriert. In ihrer Freizeit probiert sie ebenso gerne Neues in der Küche aus. Die Ergebnisse testet sie mit Vorliebe an ihrer Familie. Sie freut sich aber auch, wenn die zwei erwachsenen Kinder einfach vorbeikommen, um gemeinsam mit den Eltern auf dem Sofa zu lümmeln. Darauf oder auf gemeinsames Skifahren und Wandern kann sich die ganze Familie sofort einigen. Sind die Kinder nicht in Sicht, findet man Bärbel oft in der Natur beim Mountainbiken, Inlinern oder auf Reisen in andere Länder, Städte und Kulturen.

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