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Windlicht basteln: Upcycling mit Kindern

Drei durch eine Lichterkette beleuchtete bunte Gläaser stehen mit Tannenzapfen beisammen

Das Gurkenglas ist leer? Der Deckel ist verschwunden und verhindert ein zweites Leben als Vorratsglas? Bevor Sie zum Glascontainer gehen: Verwandeln sie es doch in ein hübsches Windlicht. Bei dem Bastel-Projekt lernen Kinder spielerisch, was Upcycling bedeutet.Im Familienleben gibt es einige Gesetzmäßigkeiten, auf die man sich einfach verlassen kann. Zwei davon sind: Aufkommende Langeweile im Kinderzimmer bei schlechtem Wetter. Und das Phänomen, dass manche Sachen einfach verschwinden, obwohl sie eben noch da waren. Im Fall von Gläsern, deren Deckel weg sind, löst ein kleines Upcycling-Projekt beide Probleme. So lassen sich in kurzer Zeit individuelle Windlichter basteln, die in der dunklen, trüben Jahreszeit farbenfrohe Leuchtpunkte setzen und in der Sommerzeit die Terrasse nach dem Sonnenuntergang erhellen.

Beim Windlicht basteln können Kinder nebenbei etwas über Nachhaltigkeit lernen

Was mir bei diesem Bastel-Projekt besonders gefällt: Nicht nur die Gläser werden weiterverwendet, auch Reste von anderen Bastelarbeiten wie Schnipsel von Transparentpapier. So sehen Kinder: Nicht alles, was irgendwo übrigbleibt, ist Müll. Bei meinen Kindern haben solche kleinen Aktionen schon ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass man auch mal weiterdenken kann. Dass man nicht achtlos mit Sachen umgeht.

Anhand des Windlichts konnte ich meinen Kindern aber noch viel mehr erklären. Zum Beispiel, warum wir keine Teelichter mit Alu-Hüllen zu Hause haben, wie es bei ihren Freunden üblich ist. Oder aus welchen Materialien konventionelle und nachhaltige Kerzen überhaupt hergestellt werden können. Mich hat tatsächlich überrascht, welches Interesse sie daran entwickelt haben. Sie haben viele Fragen gestellt und sich merklich Gedanken dazu gemacht.

So wird das Gurkenglas zum Windlicht

Außer den „Abfällen“ ist für das Windlicht nicht viel nötig. Bastelkleber habe ich immer im Haus und so lässt sich das kleine Projekt einfach und kostengünstig organisieren.

© Kirsten R.

Das Glas verwandlet sich langsam in ein buntes Windlicht. Den Kindern machts Spaß.

Also auf geht’s: Das Transparentpapier wird in Stücke gerissen oder geschnitten. Man kann allerdings auch wunderbar anderes, nicht zu dickes Papier, Butterbrotpapier, Zeitungspapier oder je nach Jahreszeit frische Blätter verwenden. Die Gestaltung ist so vielseitig, dass jede Altersstufe sich kreativ entfalten kann. Ob Papierschnipsel oder sorgsam ausgeschnittene Formen, ob ins Papier gestanzte oder geschnittene Löcher, Blätter oder anderes: Das Gestaltungsmaterial der Wahl wird ans saubere Glas geklebt. Jetzt ist Geduld gefragt, bis der Kleber getrocknet ist. Wer mag kann nun noch mit Bändern eine Schleife drumbinden.

Wenn das Glas fertig „dekoriert ist“, einfach ein Teelicht – wir haben unsere Öko-Teelichter in Edelstahlhüllen genommen – hineinsetzen und den stimmungsvollen Anblick genießen. Macht jeden noch so trüben Tag oder Abend hübscher! So ein Windlicht ist außerdem ein schönes Geschenk für Oma oder Freunde.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern viel Freude beim Ausprobieren und Basteln!

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Bildquellen

  • windlicht-basteln: © Kirsten R.
  • windlichter: © Jessica B.

Kirsten R. sorgt als Grafikerin dafür, dass bei Waschbär alles gut aussieht und jedes Pixel richtig sitzt. Auch nach getaner Arbeit ist sie voll auf Achse: Zum Beispiel mit dem Wohnmobil im Urlaub und im übertragenen Sinne natürlich auch als Mutter von zwei aufgeweckten Kindern. Zusammen mit ihnen ist sie viel draußen in der Natur unterwegs, wo sie ihre Inspiration findet. Hat sie genug Frischluft geschnappt, widmet sich Kirsten ihrem außergewöhnlichen Hobby „Organisieren“ und stellt Familienfeste, Ausflüge oder im Herbst Halloween-Raubzüge für kleine Gruselmonster auf die Beine.

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