Schützt, was Ihr liebt!

Senf selber machen: Tipps und Rezept für würzigen Feigensenf

Ein selbst gemachtes Gläschen Feigensenf steht neben den Zutaten auf einem Holzbrett.

Senf selber machen, ist viel leichter, als es klingt. Sie brauchen dafür nur fünf Grundzutaten und können das Rezept dann individuell nach Ihren Vorstellungen variieren. Ob mild oder scharf, ob eher fruchtig oder herb – Sie entscheiden. Als weitere Geschmackskomponenten eignen sich verschiedene Essigsorten, Gewürze und Kräuter. So können Sie ganz einfach Ihren persönlichen Lieblingssenf herstellen. Mein Lieblingsrezept für leckeren Feigensenf teile ich weiter unten mit Ihnen.

Senf selber machen: die passenden Senfkörner

Prinzipiell kann man zum Herstellen des Senfs Senfpulver beziehungsweise Senfmehl oder Senfsaat verwenden. Frisch gemahlen hat der Senf jedoch deutlich mehr Aroma, weswegen Sie Körner bevorzugen sollten. Zur Auswahl stehen helle Senfkörner und braune oder sogar schwarze. Erstere sind eher mild im Geschmack, während die dunklere Variante deutlich schärfer schmeckt. Wenn Sie die Körnerfarben mischen, erhalten Sie entsprechend einen mittelscharfen Senf.

Da die Aromen des enthaltenen Senföls keine Hitze mögen, sollten Sie die Senfkörner möglichst nicht bei Temperaturen von mehr als 30 Grad verarbeiten. Zerkleinern können Sie die Körner mit einem Mörser – aber auch mithilfe einer elektrischen Kaffeemühle. In diesem Fall sollten Sie aufgrund der Hitzeempfindlichkeit jedoch Pausen zwischen den Mahlgängen einlegen. Andernfalls verliert der Senf sein Aroma.

Senf selber machen: Kräuter, Früchte und Scharfes zum Verfeinern

Wer es scharf mag, kann dem Grundrezept noch etwas Meerrettich, Wasabipaste, zerkleinerte Chilis, Ingwer oder Knoblauch hinzufügen. Honig oder gemahlene Nelken geben eine würzige, süßliche Note. Kräuter wie Estragon, Rosmarin, Thymian oder Dill passen geschmacklich ebenfalls sehr gut zum Senf. Auch ein Schuss Weißwein kann dem Ganzen noch mehr Pep verleihen. Oder probieren Sie einmal den Abrieb einer Bio-Orange oder pürierte Trockenfrüchte, wie zum Beispiel Bio-Datteln. 

Rezept für selbst gemachten würzigen Feigensenf

Hier können Sie das Rezept für selbst gemachten würzigen Senf als PDF herunterladen.

Zutaten 

für ein Glas, ca. 150 ml

  • 1–2 EL Senfkörner
  • 4 halb getrocknete Feigen
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 2 EL roten Balsamico-Essig
  • 1/2 TL Salz

Zubereitung

  1. Die Senfkörner in einem Mörser fein zermahlen.
  2. Die getrockneten Feigen in einem hohen Gefäß mit einem Stabmixer zerkleinern. 
  3. Die übrigen Zutaten hinzufügen und nochmals pürieren.

Feigensenf: Tipps zum Rezept

Wenn Feigen Saison haben, können Sie die vier halb trockenen Feigen durch zwei frische Feigen ersetzen. Der Senf hat dann eine fruchtigere und frischere Note. Feigenmus eignet sich ebenfalls für die Herstellung des Senfs. Der Feigensenf ist in einem sterilen Schraubglas oder einem anderen Behältnis circa drei Monate haltbar. Er sollte im Kühlschrank gelagert werden. Der Senf passt perfekt zu Käse oder verfeinert Salatsaucen und andere Gerichte. Auch Brot können Sie hineindippen. 

Senf selber machen: Tipps und Wissenswertes

  • Statt die Körner in einem Mörser zu zermahlen, können Sie sie vor der Herstellung des Senfs über Nacht im Essig einweichen.
  • Anstelle von Balsamico-Essig können Sie auch Apfelessig verwenden. Hierdurch schmeckt der Senf noch etwas fruchtiger.
  • Sie können Senfkörner in eine Gewürzmühle füllen und wie Pfeffer verwenden. Passt gut zu Salaten und Gerichten, die eine besondere Schärfe benötigen.
  • In einem dekorativen Glas verpackt, ist der Senf ein beliebtes Mitbringsel. Achten Sie jedoch auf die begrenzte Haltbarkeit. 

Viel Erfolg und Spaß beim Nachkochen.

 

Teilen Sie diesen Beitrag mit Ihren Freunden

Bildquellen

  • feigensenf: © Ulli M.

Ulli ist eine Frau mit vielen Talenten und tobt sich schon seit ihrer Kindheit kreativ aus. (Aquarell-)Malen und Töpfern, Keramikarbeiten oder das Werken mit Holz sind nur ein kleiner Auszug aus ihrem breit gefächerten Repertoire. Ullis Leidenschaft fürs Selbermachen, insbesondere beim Kochen und Backen, hat sich in den letzten zwei Jahren situationsbedingt noch verstärkt. Doch nicht nur die künstlerische und die kulinarische Welt haben es der Kundenservicemitarbeiterin angetan, auch das Gärtnern zählt zu Ullis absoluten Lieblingsbeschäftigungen. Im Garten ihrer Großeltern ist sie damals sozusagen groß geworden – dort gab es fast alles, sogar Spargel! Aufgrund ihrer heutigen urbanen Wohnsituation hat sich Ullis Radius beim Gärtnern zwar verkleinert, ihr Spaß an der Sache ist aber nach wie vor riesengroß.

Ähnliche Beiträge

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.