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Do it yourself: Kühlpad selber machen

Die selbst gemachten Kühlpads liegen neben einem Picknickkorb mit Getränken auf einem weißen Tisch.

Ob für kleine Verletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen, aber auch bei Mückenstichen und Zahnschmerzen: Eine Gelkompresse im Tiefkühlfach bereitliegen zu haben, ist immer sinnvoll. Wenn Kinder im Haushalt leben, braucht man die kleinen Helferlein noch viel öfter. Ganz ohne Chemie können Sie mit diesem DIY ein Kühlpad selber machen. So wissen Sie genau, was darin enthalten ist, und sparen gleich noch ein paar Euro. Und das Beste: Sie können sich sogar kreativ austoben und Varianten in verschiedenen Farben herstellen.

Was ist in herkömmlichen Kühlpads eigentlich drin? 

Herkömmliche Gelkompressen werden aus Propylenglykol hergestellt. Wenn dieser Stoff einmal ausläuft, kann er die Haut, die Atemwege und die Augen reizen. Auch findet man Weichmacher in einigen der Gele. Deswegen sollten Sie ein Kind nie mit solch einem herkömmlichen Produkt allein lassen. Die Neugier auf das blaue Gel ist natürlich groß – und schnell wird mit einer Schere an dem Kühlpad „herumgedoktert“. Deutlich besser ist es da, wenn Sie aus natürlichen Materialien einfach ein Kühlpad selber machen.

Anleitung für ein selbst gemachtes Kühlpad

Hier können Sie die Anleitung für das selbst gemachte Kühlpad als PDF herunterladen.

Das brauchen Sie

  • 160 ml kaltes Wasser
  • 55 g Salz
  • 25 g Speisestärke
  • Lebensmittelfarbe nach Wunsch
  • 2–3 Druckverschlussbeutel, je ca. 10 x 15 cm
  • Topf, Quirl und Löffel

Und so geht’s 

  1. Das kalte Wasser, das Salz und die Stärke in den Topf geben und gut miteinander verquirlen.
  2. Die Mischung unter Rühren erhitzen, bis eine gelartige Konsistenz entsteht.
  3. Die Lebensmittelfarbe untermischen.
  4. Das Gel abkühlen lassen und mit einem Löffel in die Beutel einfüllen. Vorhandene Luft ausdrücken. Es sollte nicht zu viel Gel im Beutel sein, damit die Kompresse schön flach ist und sich dem Körper gut anpassen kann. 
  5. Die Gelkompresse in den Tiefkühlschrank legen.

Kühlpad selber machen: Tipps und Hinweise

  • Falls Sie noch Färbetabletten vom Ostereierfärben übrig haben, lässt sich damit ebenso ein kräftiger, hübscher Farbton des Gels erzielen. 
  • Wenn das Pad zu hart ist, einfach kurz bei Zimmertemperatur liegen lassen. Das Gel wird schnell wieder flexibel.
  • Das Kühlpad ist wiederverwendbar – genau wie die herkömmlichen gekauften Gelkompressen.
  • Fügen Sie für kleine Kinder etwas Glitzer oder Glitzersterne hinzu. Wetten, dass das „Aua“ so noch viel schneller verschwindet?
  • Auch als warme Kompresse kann das Pad benutzt werden. Einfach in heißes, nicht kochendes Wasser legen, bis es die gewünschte Temperatur erreicht hat. In die Mikrowelle sollten Sie den Beutel jedoch nicht geben, da sonst das Plastik schmelzen kann.
  • Sie können auch aus Linsen oder Bohnen kleine Kühlsäckchen herstellen. Einfach in Druckverschlussbeutel füllen, in das Gefrierfach legen und bei Bedarf herausholen.
  • Die selbst gemachten Gelkompressen eignen sich wunderbar, um im Sommer Lebensmittel kühl zu halten. Einfach zwei Stück zwischen dem Grillgut oder den Getränken deponieren. 
  • Achtung: Ob gekauft oder selbst gemacht: Kühlpads sollten Sie nie direkt auf die Haut legen, da es sonst zu Erfrierungen kommen kann. Wickeln Sie das Pad immer in ein dünnes Handtuch, einen Waschlappen, ein Geschirrtuch oder Ähnliches. Wer mag, kann auch einen kleinen Bezug aus Stoff nähen, der vor der Verwendung über das Pad gezogen wird.

Viel Freude beim Nachmachen und gute Besserung für die kleinen und großen Blessuren des Alltags! 

 

Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit größter Sorgfalt erstellt. Die Autorin ist jedoch keine Ärztin oder Apothekerin. Die im Beitrag gegebenen Informationen sind nicht als Gesundheitsberatung zu verstehen. Besprechen Sie eine Anwendung der Tipps mit gesundheitlichem Bezug daher bitte mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. 

 

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Bildquellen

  • selbst-gemachtes-kuehlpad: © Constanze H.

Constanze lebt inzwischen schon seit 18 Jahren in der Waschbär-Welt und ist zurzeit im Einkauf mit der Mission „Grüner Daumen“ befasst. Im eigenen kleinen Garten beweist sie bei jeder Gelegenheit den Mut zum Ausprobieren und geht mit ihrem kleinen Sohn und ihrem Freund der immer neuen Frage nach, wo was herkommt. Ist eine Antwort gefunden, genießt die kleine Familie die Schönheit der Natur oder sorgt für die Unterhaltung ihrer zwei Katzen.

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  1. Gabi

    6 August

    Genial. Es ist eigentlich schon traurig wenn man zum Teil so oberflächlich ist und nicht mal weiss was sich in unseren Alltags Produkten befindet.
    So geht es mir. Waschbär hat es aber hingekriegt, meine Interessen und Neugier zu wecken. Danke ! Tolle Sachen die Ihr hier habt.

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