Schützt, was Ihr liebt!

Einfach selbst gemacht: Kekspralinen

Selbstgemachte Kekspralinen sind angerichtet.

Backen macht einfach Spaß und deshalb kann es schon mal passieren, dass man viel mehr backt, als man braucht. Das Naschen von Plätzchen und Keksen gehört zu Weihnachten dazu. Im Januar geht der Appetit auf weihnachtliches Gebäck jedoch allmählich zurück und es stellt sich die Frage, was mit den Resten passiert. Butterplätzchen, Vanillekipferl, Lebkuchen und Zimtsterne, zum Teil schon ein wenig ausgetrocknet, kann man wunderbar weiterverwerten. Kombiniert mit übrig gebliebener Schokolade von Schokoweihnachtsmännern und Adventskalendern lassen sich leckere Kekspralinen daraus zaubern. Gekühlt halten sie lange und schmecken einfach großartig.

Pralinen – erfunden für den Sonnenkönig?

Wer Pralinen erfunden hat, weiß niemand genau. Es gibt viele Spekulationen, doch die Theorie, dass es dem Koch Ludwigs XIV. gelungen ist, hält sich hartnäckig. Mit kleinen Schokoladenhäppchen und zahlreichen Füllungen hielt der Koch den verwöhnten Sonnenkönig bei Laune. Mit seinen Pralinen erfreute der Koch nicht nur seinen König, sondern revolutionierte regelrecht die Welt der Süßigkeiten.

Früher waren Spezialitäten dieser Art nur sehr Wohlhabenden vorbehalten. Schokolade war fast unbezahlbar und es dauerte eine lange Zeit, bis sich jeder Pralinen leisten konnte. Deshalb gelten Pralinen bis heute als etwas Besonderes, auch wenn sie inzwischen häufig industriell billig gefertigt werden. Einzeln verpackt auf Serviervorlagen aus Plastik produzieren sie jede Menge Plastikmüll. Deshalb lohnt es sich in doppelter Hinsicht, Pralinen selbst herzustellen.

Kekspralinen – „Upcycling“ für Plätzchen und Kekse

Dieses Rezept für selbst gemachte Kekspralinen ist entstanden, nachdem mir einige Bleche mit Keksen misslungen sind. Backen nach Gefühl, ohne die Mengenverhältnisse zu berücksichtigen, kann auch schiefgehen: Die Kekse waren zu hart und nicht süß genug. Innerhalb von zwei Tagen waren sie steinhart und nicht mehr essbar. Misslungene Kekse wegzuwerfen kommt für mich aber nicht infrage, denn es stecken viele hochwertige Zutaten darin. Das Gleiche gilt für Plätzchen, die nach Weihnachten übrig bleiben oder einfach nicht den gewünschten Geschmack treffen. Ganz einfach gelingt das Verwerten, wenn man Kekspralinen daraus macht.

Die Zutaten für die Kekspralinen sind vorbereitet. © Eva S.

Ob Kekse, Plätzchen oder trockener Kuchen – all das kann sich in schokoladige Pralinen verwandeln.

Rezept für selbst gemachte Kekspralinen

Hier können Sie das Rezept für die selbst gemachten Kekspralinen als PDF herunterladen.

Zutaten

  • Plätzchen und Kekse (Kuchen geht auch, gut ausgetrocknet)
  • Schokolade (Weihnachtsmänner und was sonst noch aus der Weihnachtszeit übrig geblieben ist)
  • Kuvertüre
  • Schokostreusel (Krokant oder gehackte Nüsse sind auch möglich)
  • Quittengelee
  • große Schüssel
  • Messer (Wiegemesser zum Zerbröseln)
  • Topf und Schüssel zum Schmelzen von Schokolade und Kuvertüre (Wasserbad)
  • etwas zum Aufspießen (zum Beispiel eine Pellkartoffelgabel)
  • flache Ablage zum Abtropfen der Pralinen

Zubereitung

  1. Plätzchen und Kekse sortieren, damit Pralinen mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen entstehen.
  2. Jede Sorte getrennt zerbröseln. Nicht zu fein – kleine Klümpchen zergehen langsamer auf der Zunge.
  3. Vorsichtig teelöffelweise Quittengelee untermischen, bis der Teig eine leicht feuchte Konsistenz hat und sich noch gut zu kleinen Kugeln formen lässt.
  4. Wasser in einem Topf erhitzen und eine Schüssel auf den Topf stellen.
  5. Schokoreste und Kuvertüre in die Schüssel geben und schmelzen lassen.
  6. Plätzchenteigkugeln in die Schokoladenmasse tauchen und abtropfen lassen.
  7. Anschließend in Schokostreuseln, gehackten Nüssen oder Krokant wälzen.
  8. Nach einer Nacht im Kühlschrank sind die Kekspralinen ausgehärtet.

So lecker können Reste schmecken.

 

Teilen Sie diesen Beitrag mit Ihren Freunden

Bildquellen

  • zutaten-kekspralinen: © Eva S.
  • kekspralinen: © Eva S.

Eva praktiziert „grünen“ Journalismus aus Überzeugung. Als Redakteurin bei Waschbär ist sie ständig damit beschäftigt, Themen rund um Ökologie aufzuspüren und indie richtigen Worte zu kleiden. Richtig wohl fühlt sie sich in der freien Natur. Dort lässt sie sich am liebsten vom Lichtwellenspektrum der blau-grün-türkisen Meeresfarben inspirieren.

Ähnliche Beiträge

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.