Gemeinsam auf dem Weg für eine bessere Welt

Do it yourself: Grillanzünder aus Fichtenzapfen

In der Schale brennen Zapfen.

Wenn die Temperaturen steigen und es Familie und Freunde wieder nach draußen in den Garten zieht, startet bei vielen auch die Grill-Saison. So auch bei uns. Jedes Jahr aufs Neue, freue ich mich auf die Nachmittage mit vielen Leckereien und die gemütlichen Abende mit Lagerfeuer nach einem anstrengenden Tag voller Gartenarbeit. Wir grillen bei uns im Garten, unter freiem Himmel und nicht nah am Haus, so fühlt sich niemand vom Geruch belästigt. Denn bei uns kommen Holz und Kohle in den Grill, natürlich nachhaltigen Ursprungs. Ob mit oder ohne Brutzeleinlage, um das Feuer zu machen, brauchen wir Grillanzünder. Die letzten Jahre haben wir solche auf ökologischer Basis gekauft, denn konventionelle enthalten oft chemisch riechende Stoffe, die ich nicht in der Nähe meines Sohnes und unseres Essens haben möchte.

Noch besser als unbedenkliche Anzünder zu kaufen, ist natürlich selber machen. Das geht ganz einfach aus verschiedenen Resten und alten Fichtenzapfen. Sozusagen ökologische Grillanzünder – selfmade und Zero Waste. Sie können diese für den Kaminofen, für das Lagerfeuer oder den Grill benutzen. Also für alle Gelegenheiten, etwas größeres als eine Kerze zu entfachen.

Zapfen-Anzünder brennend in einer Feuerschale © Constanze L.

Nach dem Anbrennen lassen, werden kleine Holzspan-Stücke aufgeschichtet und schon brennt das Feuer.

Wie ich auf die Idee gekommen bin? – Von den Waldspaziergängen im letzten Sommer und Herbst haben wir ganz viele Fichtenzapfen im Keller liegen. Unser Sohnemann sammelt bei diesen Ausflügen in die Natur gerne „Mitbringsel“.  Einige Zapfen haben an Weihnachten ihre Aufgabe in unterschiedlichen Deko-Formationen gefunden. Doch so viele, wie er gesammelt hat, konnte ich gar nicht aufhängen. Irgendwo habe ich diese Idee aufgeschnappt: Kleine Grill- und Kaminanzünder daraus basteln. Die „Zutaten“ hat fast jeder zu Hause und für mich besonders toll: Mein Sohn kann dabei mithelfen. Er sieht also direkt, was aus seinen Zapfen so werden kann. Mit einem schönen Geschenkband umwickelt ist das Ganze außerdem ein ganz tolles Mitbringsel zur nächsten Party und kann direkt den Grill anheizen.

Anleitung für selbst gemachte Grillanzünder aus Fichtenzapfen

Hier können Sie die Anleitung für selbst gemachte Grillanzünder als PDF herunterladen.

Das brauchen Sie

  • geöffnete, getrocknete Fichtenzapfen 
  • Wachsreste
  • Paketbandreste
  • Zeitungspapier/Klopapierrollen

Und so geht’s

  1. Um die Zapfen herum wird das Paketband geschnürt. So entsteht eine Zündschnur wie an einer Kerze.
  2. In der Zwischenzeit das Wachs in einem Topf schmelzen.
  3. Am besten stellen Sie die Fichtenzapfen nun in ein Muffinblech. Sie stehen stabiler, wenn man etwas Zeitungspapier um die Fichtenzapfen wickelt. Außerdem kann das Zeitungspapier das Wachs gut aufsaugen und wirkt damit als Brandbeschleuniger. Alternativ können Sie die umwickelten Zapfen in alte Klorollen stecken.
  4. Nun gießen Sie vorsichtig das heiße, flüssige Wachs über die Fichtenzapfen. So kann sich der Zapfen, das Paketband und das Zeitungspapier schön vollsaugen.
  5. Jetzt schön auskühlen lassen, am besten über Nacht und schon sind die selbst gemachten Grillanzünder fertig.
Anleitung in 4 Schritten

Die Grillanzünder können Sie ohne viel Aufwand selbst herstellen.

Tipp für Eilige: Die mit Paketband umwickelten Zapfen in das flüssige Wachs tauchen. Sie brennen zwar nicht so lange wie die mit etwas mehr Wachs und Zeitungspapier, aber es geht deutlich schneller.

Putz-Tipp: Um das Muffinblech wieder sauber zu bekommen, stellen Sie es einfach in die Tiefkühltruhe. Nach einer Stunde rausnehmen und schon fällt das Wachs fast von alleine ab.

Viel Spaß bei der nächsten Grillparty!

 

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Bildquellen

  • angezuendeter-zapfen: © Constanze L.
  • grillanzuender: © Constanze L.

Constanze lebt inzwischen schon seit 15 Jahren in der Waschbär-Welt und ist zurzeit im Einkauf mit der Mission „Grüner Daumen“ befasst. Im eigenen kleinen Garten beweist sie bei jeder Gelegenheit den Mut zum Ausprobieren und geht mit ihrem kleinen Sohn und ihrem Freund der immer neuen Frage nach, wo was herkommt. Ist eine Antwort gefunden, genießt die kleine Familie die Schönheit der Natur oder sorgt für die Unterhaltung ihrer zwei Katzen.

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  1. Veronika Hartmann

    27 August

    Fichtenzapfen, es sind Fichtenzapfen! Aber die Idee gefällt mir, werde es auf jeden Fall in welcher Form auch immer ausprobieren. 🙂

  2. Bine

    25 August

    Tolle Idee, werde gleich mal die alten Kerzenreste rausholen!

    p.s. und bitte nicht durch einige Leute hier (den Beitrag direkt hierüber) den Spass verderben lassen: es entsteht beim verbrennen von EINEM oder zwei auch kein Schwermetall, als ob man einmal mit dem SUV sinnlos um den Block fahren würde…

  3. Bernhard Gruno

    22 August

    Ja, super Idee und nachträgliche Ratschläge. Meine Anmerkung: Zeitungspapier ist vermutlich immer in Hülle und Fülle vorhanden, doch damit ist auch viel Druckerschwärze im Grillanzünder. Wenn man also einen 100%-öko-Grillanzünder will, sollte man 100% Recycling-Klopapier nehmen oder hat sowieso Makulaturpapier von der Rolle da (Zeitungspapier, bevor es bedruckt wird), das man als Restrolle bei den Druckereien bekommt.

  4. Eugen

    22 August

    Idee gut, aber:
    – diese Art Paketschnur enthält leider Plastik
    – bitte nur einfaches Zeitungspapier ohne Farbe (Paper ist recycelt, im Bild wird welches gezeigt mit Farbe =Schwermetall & brennt lange nicht so gut)
    – Wachs schmelzen kann Brand auslösen (hat meine Tochter schon geschafft), besser 90° im Backofen. Die nicht oder schlecht brennbaren Teile (Farbe, Salze usw) schmelzen zuletzt, sind schwerer und bleiben am Boden

  5. Elke

    20 August

    Warum denn so ein Gedöns? Wir nehmen immer zum Grill anzünden ein paar (Tannen-, Fichten- oder sonstige) Zapfen, etwas Zeitungspapier und ein Streichholz. Holz drauf, warten und evtl Holzkohle, wenn viele Gäsete da sind. Sonst wird auf der Glut gegrillt, die vom Holz kommt.

  6. Florian

    20 August

    Wachs hinterlässt leider einen Geschmack in der Grillkohle. Hier ein viel einfacheres Rezept – genauso ökologisch. Aber nicht für Kinder geeignet: Ein altes Schälchen von Teelichtern ca 1/3 mit Spiritus/Alkohol füllen und anzünden. Durch die Form wird sichergestellt, dass nicht zu viel Sauerstoff an die Flamme kommt und zu groß wird.

    Übrigens habe ich mit meinen Kindern ein bischen Spiritus mittels Schöpflöffel in eine Flamme gegossen. Ihnen ist jetzt klar, was man nicht macht !!!

  7. Hildegard Miller-Trapp

    12 August

    Bitte das Wachs nur im Wasserbad schmelzen.Im Topf auf der Platte. Geschmolzenes Wachs kann sich ab einem bestimmten Punkt plötzlich selbst entzünden.Große Stichflammen sind möglich.Ein unbeobachteter Moment und die Küche brennt.Am besten auch noch in eine Konzervendose mit Zange Ausgießer biegen.Diese ins Wasserbad.Wachsreste od.alte Dochte können dann in Dose bleiben bis zum nächsten Schmelzvorgang Wachsreste darin gesammelt werden oder alles zusammen in den Müll.

  8. Horst Meurer

    26 Juli

    Bei dem ‚Paketband‘ handelt es sich in den Abbildungen offenbar um eine bunte Schnur, hoffentlich ohne Kunstfasern. Die Zapfen sind Fichtenzapfen, unter Tannen liegen nur die Schuppen aber keine ganzen Zapfen. Das Wachs ist kein Paraffin? Dann ist der Bastelvorschlag super, ich werde es ausprobieren.

  9. Brandschutzbär

    23 Juni

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag.

    Für unerfahrene Nachahmer möchte noch hinzufügen, dass das Wachs nur schmelzen darf und nicht auf voller Stufe sieden. Dann nämlich besteht allerhöchste Brandgefahr, nicht nur wenn man mit Gasherden arbeitet.

    • Taby

      17 August

      am besten gar nicht machen, weil die Bastel Idee umweltschädlich ist, es ist verboten Tannenzapfen im Kaminofen zu verbrennen, da Schwermetalle dadurch entstehen, die die Umwelt belasten…

      • Constanze L.

        4 September

        Hallo Taby,

        beim Anfeuern des Grills stellt dies kein Problem dar, weil man ja nur einen, höchstens zwei Zapfen nimmt.

        Liebe Grüße
        Constanze

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