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Anwendung von Pflanzenhaarfarben gegen grauen Ansatz

Schwarzer Schopf danek angerührter Pflanzenhaarfarbe.

Die ersten grauen Haare nehmen die meisten Frauen mit Gelassenheit hin –zumindest solange sie nur vereinzelt auftreten. Zeigt sich jedoch erst einmal ein grauer Ansatz, greifen viele zur Haarfärbung. Diese Entscheidung hat Folgen, denn Haare wachsen ein bis anderthalb Zentimeter pro Monat und müssen daher ständig nachgefärbt werden. Diese Prozedur kann sich zu einer echten Strapaze für die Kopfhaut und den Geldbeutel entwickeln, wenn die Grauabdeckung mit konventionellen Haarfarben im Friseursalon umgesetzt wird.

Eine Lösung für dieses Problem hat die Waschbär-Online-Marketing-Managerin Sandra  für sich entdeckt: Pflanzenhaarfarben. Sie hat sich vor rund sieben Jahren entschieden, noch nicht mit grauen Haaren zu leben und färbt ihr Haar alle ein bis zwei Wochen zu Hause. Bei der Erfahrung kennt sie die entscheidenden Tricks, auf die es für ein gelungenes Ergebnis ankommt. Grund genug, bei Sandra mal genauer nachzufragen.

Sandras Tipps zur pflanzlichen Grauhaarabdeckung im Interview

Warum hast du dich für Pflanzenhaarfarben entschieden?

Für die Naturhaarfarbe habe ich mich entschieden, weil ich eine sehr empfindliche Kopfhaut habe. Anfangs habe ich chemische Haarfarben eingesetzt, aber die haben zu Hautreizungen geführt. Pflanzenhaarfarben arbeiten mit pflanzlichen Wirkstoffen, ohne Schadstoffe und ohne Chemie und damit komme ich gut klar.

Viel Equipment braucht man nciht zum natürlichen Haarefärben.

©Sandra Dufner

Haarfarbe, Teekanne, Thermometer, Plastikgefäß und Pinsel liegen bereit.

Welche Pflanzenhaarfarben benutzt du?

Ich nehme inzwischen Khadi Dunkelbraun. Das Farbergebnis ist einfach überzeugend und meiner natürlichen Haarfarbe sehr ähnlich. Es deckt meine grauen Ansätze sehr gut ab. Meine Kopfhaut ist in keiner Weise gereizt, denn die Pflanzenhaarfarben kommen ganz ohne Konservierungsmittel und Peroxide oder andere Zusätze aus. Ich habe einige Versuche mit Naturhaarfarben gemacht, bis ich das Richtige für mich gefunden habe. Bei vielen Pflanzenhaarfarben ist die Grauabdeckung leider nicht so gut oder die Haare werden vor allem Rot. Und genau das wollte ich nicht.

Wie bereitest du dich auf das Färben vor?

Ganz generell empfehle ich, nach Anleitung des Herstellers vorzugehen. Wenn ich meine Haare färbe, koche ich einen sehr starken Schwarztee. Der ist nicht etwa zum Trinken während der Einwirkzeit gedacht, sondern zum Anrühren der Farbe. In der Zeit, in der ich meine Haare mit silikonfreiem Shampoo wasche, kann der Tee ziehen und ein wenig abkühlen. Die Farbe kommt dann auf das frisch gewaschene und getrocknete Haar.

Schwarzer Tee und Farbpulver werden vermischt.

©Sandra Dufner

Statt des Färbepinsels kann auch ein metallfreier Schneebesen zum Anrühren verwendet werden.

Warum rührst du dein Pulver mit schwarzem Tee an?

Diese Rezeptur hat mich überzeugt, weil ich damit ein intensives Farbeergebnis bekomme. Ich rühre das Pulver mit dem Tee in einem kleinen Kunststoffbehälter mit dem Färbepinsel an. Die Masse kann auch mit einem metallfreien „Schneebesen“ angerührt werden, damit lässt sich das Pulver leicht und klümpchenfrei verrühren. Wichtig bei der Färbung mit Khadi ist, den Schwarztee auf 49 Grad abkühlen zu lassen, um eine Rotfärbung zu vermeiden.

Ist es schwierig, die richtige Dosierung zu finden?

Einfach der Anleitung folgen, dann gelingt es auch. Da ich nur eine Ansatzfärbung mache, brauche ich weniger Pulver als empfohlen. Ich nehme den halben Packungsinhalt. Die richtige Menge lässt sich recht schnell rausfinden.

Wie verteilst du die angerührte Farbe in deinem Haar?

Ich verteile die Farbe am Ansatz Scheitel für Scheitel mit meinem Haarfärbepinsel. Wichtig ist, dass die Farbe weder im Gefäß noch auf dem Kopf vollständig abkühlt. Also immer auf eine warme Umgebungstemperatur achten und zügig auftragen. Gute Erfahrung habe ich damit gemacht, nach dem Auftragen der Farbe, die Kopfhaut zu massieren. Es dauert ein wenig, bis die Abläufe stimmen, aber es lohnt sich.

Und wie kommst du an den Ansatz am Hinterkopf?

Das Vorgehen ist immer das gleiche. Mit dem Färbepinsel teile ich Partien ab und streiche die Masse auf den Ansatz. Um sicher zu sein, dass alles gleichmäßig verteilt ist, arbeite ich mit den Fingern nach. Da ich beim Färben immer die mitgelieferten Handschuhe trage, ist das Verteilen mit den Fingern kein Problem. Das funktioniert wunderbar und ist sehr angenehm.

Die Haare sind wieder Schwarz gefärbt: Ansatz adé.

©Sandra Dufner

Sattes Schwarz mit schönem Glanz: Sandras Haar nach der letzten Färbung.

Wie lange muss die Pflanzenhaarfarbe einwirken?

Die Einwirkzeit bei meinen grauen Haaren beträgt rund zwei Stunden. In dieser Zeitspanne muss man darauf achten, die Haare so zu verpacken, dass es darunter schön warm bleibt. Nur dann kann die Farbe optimal einwirken. Längere Einwirkzeiten machen keinen Sinn. Ich bin schon mit der Masse auf dem Kopf eingeschlafen und das Ergebnis am nächsten Morgen war das gleiche wie nach den gewohnten zwei Stunden.

Wie wird die Pflanzenhaarfarbe richtig ausgespült?

Nach dem Färben nur mit Wasser, damit die Farbpigmente noch einwirken können. Nach frühestens 24 Stunden wasche ich die Haare mit naturbelassenem Haarshampoo ohne Silikone.

Zeigt sich der Ansatz genauso deutlich wie bei chemischen Haarfarben?

Rötlich und Grau zeigt sich der Ansatz, wenn es wieder Zeit zum Färben wird.

©Sandra Dufner

Vor dem Färben ist der graue Ansatz und die ausgewaschene Farbe vom letzten Färben deutlich sichtbar.

Ja, leider und die Farbe wäscht sich auch schneller raus. Allerdings gibt es dadurch sanftere Übergänge. Ich färbe meinen Haaransatz alle 1 bis 2 Wochen, das ist für mich zur Routine geworden. Die Vorteile von Pflanzenhaarfarben überwiegen für mich deutlich. Außerdem gibt es noch einen schönen Nebeneffekt: Die Naturhaarfarbe wirkt wie eine Haarkur, das Haar sieht voller und gepflegter aus.

 

Lesen Sie hier einen weiteren Beitrag zum Thema im Waschbär-Magazin: Natürlich Haarefärben – kann Pflanzenhaarfarbe überzeugen?

 

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Bildquellen

  • Alles bereit zum Färben: ©Sandra Dufner
  • Das Anrühren: ©Sandra Dufner
  • Nach dem Färben: ©Sandra Dufner
  • Vor dem Färben: ©Sandra Dufner
  • Anwendung Pflanzenhaarfarben: ©Sandra Dufner

Eva praktiziert „grünen“ Journalismus aus Überzeugung. Als Mitarbeiterin im Einkauf für Waschbär ist sie ständig damit beschäftigt, Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. Richtig wohl fühlt sie sich in der freien Natur. Dort lässt sie sich am liebsten vom Lichtwellenspektrum der blau-grün-türkisen Meeresfarben inspirieren.

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