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Gibt Fett keine Chance: Umweltschonend Putzen mit Soda

Ob verkrustete Pfannen, Fettflecken auf der Kleidung oder verschmutzte Böden: Soda ist ein echtes Multitalent in Sachen Saubermachen und sollte in keinem Putzschrank fehlen. Das umweltschonende „Waschsoda“ beseitigt bei richtiger Anwendung eine Vielzahl schmutziger Probleme im Haushalt.

© ThamKC/Fotolia

Was ist Soda und wie wirkt es?

Reines Soda ist als feines, weißes Pulver erhältlich. Chemisch gesehen handelt es sich um Natriumcarbonat (Na2CO3), ein Salz der Kohlensäure. Nicht zu verwechseln mit Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3), das wir als Backsoda oder Natron kennen. Gemischt mit Wasser bildet das Pulver eine starke Lauge. Aufgrund ihrer alkalischen Eigenschaft haben Laugen eine hervorragende fett- und eiweißlösende Wirkung. Deswegen eignet sich Soda ideal, um mit geringem Aufwand Fettflecken oder andere Verschmutzungen zu entfernen. Außerdem bindet es unangenehme Gerüche. Schon seit Jahrhunderten wird das Produkt beim Putzen verwendet und ist ein altbewährtes Hausmittel. Soda neutralisiert säurehaltige Substanzen wie Abbauprodukte von Tensiden, die in Waschmitteln enthalten sind. Kommt es in der Waschmaschine zum Einsatz, wird dadurch das Abwasser entlastet. Wer umweltschonend putzen oder waschen möchte, trifft daher mit Soda eine gute Wahl.

Im Handumdrehen eine saubere Küche – dank Sodalauge

Eingebrannte, verkrustete Töpfe und Pfannen bekommen mit Sodalauge ihr Fett weg. Und so geht’s: Einen Esslöffel Pulver in einem Liter Wasser auflösen, in den Topf oder die Pfanne geben und kurz aufkochen lassen. Im Anschluss die Lauge einige Minuten einwirken lassen und mit einem Schwamm Verschmutzungen entfernen. Gleiches gilt für Backbleche: Einfach heiße Sodalauge hinzugeben und nach kurzem Warten mit einem Schwamm auswischen.
Dunstabzugshauben, Kochfelder und Backöfen sowie alle glatten Flächen zum Beispiel Fenster lassen sich auf diese Weise von Schmutz befreien. Nach der Anwendung der Lauge immer mit klarem Wasser nachwischen und mit einem Tuch trockenreiben.

Soda beim Waschen: Lässt nicht nur Fettflecken verschwinden

Fett- und andere Flecken lassen sich leicht aus Textilien entfernen, wenn Sie zum letzten Spülgang etwas Soda hinzugeben. Das Wundermittel lässt weiße Wäsche wieder strahlen: Weichen Sie die Textilien in Sodalauge ein und waschen Sie sie im Anschluss wie gewohnt in der Maschine. Bei besonders hartnäckigen Flecken oder Gerüchen empfiehlt sich ebenfalls das Einweichen vor dem Waschen.

Übrigens: In kalkhaltigem Wasser befinden sich mehr Calcium-Ionen, die sich an den Textilfasern festsetzen. Deswegen raten Hersteller bei hartem Wasser zu einer höheren Waschmitteldosis. Dadurch gelangt jedoch eine höhere Menge umweltbelastender Inhaltsstoffe ins Abwasser. Soda bindet sich an Calcium-Ionen und macht die höhere Dosierung überflüssig. Das ist besser für die Umwelt und spart Geld.

Soda als Abflussreiniger – Freie Rohre ohne chemische Keule

Wer kennt es nicht – das Wasser will nicht mehr richtig abfließen und aus dem Abfluss müffelt es. Verursacher eines verstopften Abflusses in Bad und Küche sind meist hartnäckige Ablagerungen wie Haare, Fett und andere Schmutzpartikel, die sich im Siphon festsetzen. Statt zu aggressiven chemischen Rohrreinigern zu greifen, lassen sich die Rohre mit der Mischung aus Soda und Essig reinigen. Dafür einfach vier Esslöffel Soda in den Ausguss geben. Gleich eine halbe Tasse Essig hinterherschütten. Die beiden Substanzen lösen im Abfluss eine chemische Reaktion aus, bei der Wärme und blubbernder Schaum entstehen. Nach drei Minuten mit viel heißem, klarem Wasser nachspülen. Damit es erst gar nicht zu verstopften Rohren kommt, können vorbeugende Maßnahmen wie ein Abflusssieb helfen.

Da kann die Garten- und Balkonsaison sauber beginnen: Soda entfernt Grünbeläge

Das alkalische Mittel lässt Steinflächen im Garten und die Terrasse wieder leuchten. Fegen Sie dafür zunächst die bewachsenen Stellen mit einem Besen ab. Im zweiten Schritt heiße Sodalauge auf die Platten geben und mindestens zwei Stunden einwirken lassen. Danach mit einem Schrubber und viel klarem Wasser die Grünbeläge entfernen.

Was ist bei der Anwendung und Lagerung von Soda zu beachten?

Da das Hausmittel aufgrund seiner fettlösenden Eigenschaft die Haut reizt, sollten Sie beim Putzen immer Handschuhe tragen. Vor allem die Schleimhäute reagieren empfindlich auf den alkalischen Stoff. Vermeiden Sie daher beim Putzen mit heißer Sodalauge, die Dämpfe einzuatmen!

Wenn Sie Soda gut verschlossen, trocken und von Lebensmitteln getrennt lagern, können Sie nicht nur einen Hausputz damit meistern.

Für diese Flächen besser nicht zu Soda greifen

Soda greift die empfindlichen Strukturen von Marmor, Granit, Holz, Linoleum oder Aluminium an. Zum Reinigen solcher Oberflächen empfehlen wir Ihnen, spezielle Putzmittel zu verwenden.

Gleiches gilt für tierische Fasern wie Wolle und Seide oder andere empfindliche Textilfasern. Da Soda die Struktur aufquellen lässt, lohnt sich auch in diesem Fall der Kauf von extra darauf abgestimmten Waschmitteln tatsächlich.

Soda ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Fett, Schmutz und Gerüche. Von der Reinigung in Küche und Bad übers Waschen bis hin zum Garten bietet Soda viele Anwendungsmöglichkeiten. Wenn Sie Wert auf umweltfreundliche Putzmittel legen, brauchen Sie nur wenige Produkte. Neben Soda sollten Zitronensäure und Wiener Kalk nicht in Ihrer Putzkiste fehlen.

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Bildquellen

  • Soda ist ein umweltfreundliches Putzmittel: © ThamKC/Fotolia

Elisabeth Torge ist PR-Beraterin bei raabengrün und scheut keine Wort(er)findungen. In der digitalen Welt zu Hause, ist sie offline auch gerne auf kulinarischem Streifzug oder sportlich unterwegs.

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