Schützt, was Ihr liebt – Unsere Werte

Waschbär ist ein Begleiter auf dem Weg hin zu bewusstem Konsum. Wir ermutigen dazu, im Alltag ökologischer zu leben und soziale Verantwortung zu übernehmen – ohne auf etwas zu verzichten. Und wir möchten Menschen dafür begeistern, mit ihrem Handeln unsere Welt in all ihrer Vielfalt zu schützen. Basis für diesen Antrieb ist unser Leitbild und der wache Blick darauf, was um uns herum passiert.

Gemeinsam besser!

Meine Generation ist im Zeichen der Individualisierung aufgewachsen, geprägt von dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Das Streben nach Individualität hat uns im positiven Sinne ein hohes Maß an Wahlfreiheit, Autonomie und eine Vielfalt an Lebensstilen beschert. Die Kehrseite: Wir leben in einer Gesellschaft, die von Konkurrenzdenken und teilweise ausgeprägtem Egoismus durchzogen ist.

Doch nun scheinen wir am Beginn eines neuen Zeitalters zu stehen. Angesichts der immer komplexer werdenden Welt und den massiven ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit, entsteht eine neue Kultur: nicht mehr das Ich, sondern das Wir rückt stärker in den Fokus. Mehr und mehr Menschen messen ihre individuellen Handlungen nicht mehr an ihren eigenen Vorteilen, sondern an dem Beitrag, die diese für das Wohlergehen unserer Gemeinschaft leisten können.
Ein Zeichen dieser Wir-Kultur sind neue Kooperationen, Gemeinschaften und Kollaborationen, die zum Beispiel in Form von Nachbarschaftshilfen oder Tauschbörsen entstehen. All diesen Initiativen ist gemein, dass sie nicht auf die offiziellen Institutionen warten, sondern den gesellschaftlichen Wandel selbst in die Hand nehmen.

Ein solche Initiative ist die Mut-Academy, mit der wir für das Titelbild und die Einstiegsseiten dieses Katalogs zusammengearbeitet haben. Das Team der Academy setzt sich ehrenamtlich für Schüler und Schülerinnen ein. Sogenannten Mutivatoren und Mutivatorinnen begleiten Jugendliche, die Hilfe beim Übergang aus dem letzten Schuljahr in die Berufsausbildung brauchen. Auf der Webseite der Academy erläutern Menschen aus dem Team, warum sie sich engagieren — darunter auch Sarah Künne, die sagt: „In einer Gesellschaft, in der das individuelle Glück an erster Stelle steht, ist es mutig, Gemeinschaft zu leben.“

Ja, genau um diesen Mut geht es! Und der zeigt sich nicht nur in der Zivilgesellschaft. Auch in der Wirtschaft sind immer mehr Menschen mutig und wollen eine andere Wir-Ökonomie gestalten. Auch hier entstehen neue Konzepte, bei denen nicht das wirtschaftliche Interesse von Einzelnen, sondern ein gutes Leben für viele im Mittelpunkt steht. Einer dieser Ansätze ist das Konzept des Verantwortungseigentums, das wir vor rund fünf Jahren für Waschbär umgesetzt haben und das uns ermöglicht, im Sinne unserer Stakeholder zu handeln. Dass diese Ideen für eine neue Form des Wirtschaftens mehr und mehr Anhänger finden, macht mir Mut, dass wir nach und nach das Zeitalter des Egoismus hinter uns lassen werden. Denn ich bin sicher: Gemeinsam sind wir besser!

Herzliche Grüße,
Katharina Hupfer
Geschäftsführerin Waschbär GmbH

Stellungnahme von Waschbär zur Situation in der Ukraine

Der Krieg in der Ukraine mit seinen leidvollen Auswirkungen auf die Menschen macht uns betroffen. Auch wir stehen dieser dramatischen politischen Entwicklung ohnmächtig gegenüber. Umso mehr fühlen wir uns dem Waschbär-Leitbild verpflichtet, wonach wir uns für eine ökologischere, sozialere und fairere Gesellschaft und Wirtschaft sowie für Respekt und Achtung im Miteinander einsetzen. Waschbär ist eine Werte- und Sinngemeinschaft. Wir sind davon überzeugt, dass Wirtschaft und Politik keinen Selbstzweck haben, sondern immer den Menschen dienen müssen.

Wir empfinden für alle Menschen in der Ukraine Mitgefühl und eine besondere Verantwortung für diejenigen, die durch die Herstellung von Waschbär-Produkten mit uns und unseren Kundinnen und Kunden direkt oder indirekt verbunden sind. Wir bieten Textilien an, die in der Ukraine gefertigt werden. Darüber hinaus möchten wir auch an die Menschen in Russland denken, die von den Folgen des Kriegs betroffen sind.

Seit Beginn des Krieges stehen wir mit unseren Lieferantenpartnern, die Konfektionsbetriebe in der Ukraine haben, in Verbindung, um zu erfahren, wie die Situation vor Ort ist. Die Nähereien unserer Partner befinden sich in der Westukraine. In den Städten Lwiw und Ivano Frankivsk arbeiten an die 500 Menschen, die Damen-, Herren- und Kinderbekleidung für unser Sortiment fertigen.

Wir haben von unseren Partnern erfahren, dass die Lage für die Menschen vor Ort sehr belastend ist, aber viele trotzdem arbeiten wollen. Anfänglich hatten die Nähereien geschlossen. Dann aber haben sich die Belegschaften dafür eingesetzt, dass die Betriebe wieder öffnen, solange es die Umstände zulassen. Die Arbeit bedeutet für die Menschen ein Stück Normalität in diesen schweren Zeiten. Unsere Partner haben uns versichert, dass Schutzräume bereitstehen, sollte es während der Arbeit Fliegeralarm geben. Und es gibt auch Trainings für eine schnelle Evakuierung für den Fall, dass es Angriffe geben sollte. Der Schutz der Menschen hat oberste Priorität. Niemand ist verpflichtet zur Arbeit zu gehen; die Gehälter werden für alle weiterhin bezahlt. Auch wenn es erst so aussah, dass es in der Westukraine ruhiger als in anderen Teilen des Landes ist, gibt es nun leider auch immer wieder Angriffe in der Region von Lwiw. Glücklicherweise melden uns unsere Lieferantenpartner, dass keine Mitarbeitenden verletzt wurden. An beiden Standorten läuft der Betrieb weitestgehend normal und solange es die Situation zulässt.

„Keiner von uns kann sich wirklich vorstellen, wie es aktuell vor Ort in der Ukraine ist. Aber wir stehen in Kontakt mit unseren Lieferantenpartnern und versuchen unseren Beitrag zu leisten. Selbstverständlich halten wir unseren Partnern die Treue und helfen so, dass die Belegschaft der Nähereien und deren Familien auch weiterhin ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Unsere Partner haben uns gesagt, dass dies derzeit die sinnvollste Form der Unterstützung ist. Was wir darüber hinaus noch beisteuern können, um die Not der Menschen vor Ort zu lindern, werden die nächsten Tage oder Wochen zeigen“, so Martina Becker vom Waschbär-Lieferantenmanagement.

Lwiw ist die Partnerstadt von Freiburg, wo sich der Waschbär-Firmensitz befindet. Die Stadt Freiburg hat eine Ukraine-Hilfe für ihre Partnerstadt ins Leben gerufen und unterstützt geflüchtete Menschen aus der Ukraine, die Zuflucht in Freiburg suchen. Waschbär leistet einen Beitrag zu dieser Ukraine-Hilfe. Wir stehen in direktem Kontakt mit der Stadt Freiburg, um je nach Bedarf Sach- und Geldspenden zur Verfügung zu stellen.

Da sich die Lage jederzeit ändern kann, stellen diese Informationen nur die uns zu diesem Zeitpunkt bekannte Situation dar. Über die weitere Entwicklung halten wir unsere Kundinnen und Kunden und das Waschbär-Team auf dem Laufenden.

Freiburg, den 27. Mai 2022

Waschbär stoppt Baumwolllieferungen aus China

Die chinesische Regierung steht wegen ihres Umgangs mit dem Volk der Uiguren in der Region Xinjiang im Nordwesten Chinas, wo unter anderem Bio-Baumwolle hergestellt wird, in der Kritik. Den Machthabern wird Unterdrückung und Nichtbeachtung von Menschenrechten vorgeworfen. Dieser Vorwurf hat kürzlich durch die weltweite Veröffentlichung der „Xinjiang Police Files“ eine erdrückende Evidenz erhalten.

Bereits im Frühjahr 2021, mit dem ersten Bekanntwerden über diese Missstände, haben wir uns entschieden, keine Produkte mehr aus chinesischer Bio-Baumwolle dieser Region zu beziehen. Gleichzeitig haben wir alle Artikel aus chinesischer Baumwolle aus dem Sortiment genommen. Die letzte Lieferung erfolgte im April 2021.

Damit handeln wir gemäß unserer Unternehmensleitlinien, wonach die Wirtschaft keinen Selbstzweck hat, sondern den Menschen dienen muss. Dieser Gedanke ist auch Maßstab für die Gestaltung unserer Lieferketten. Über die selbstverständliche Einhaltung nationaler sowie internationaler Gesetze und Normen hinaus legt Waschbär für die Zusammenarbeit mit Partnern eigene strenge soziale und ökologische Standards an. Auf diese Weise fördern wir gemeinsam mit unseren Partnern soziale Arbeitsbedingungen und umweltgerechte Herstellungsprozesse. Wenn sich Partner nicht an unsere Grundsätze halten, verpflichten wir diese, unverzüglich Abhilfemaßnahmen einzuleiten. Dafür gewähren wir ausreichend Zeit. Kommt es dennoch nicht zu einer Verbesserung, trennen wir uns von diesen Geschäftspartnern.

Über unsere Mitgliedschaft in der Fair Wear Foundation setzen wir uns weiterhin in China für soziale Arbeitsbedingungen in den Nähereien ein. Darüber hinaus engagieren wir uns im Bündnis für nachhaltige Textilien. Die Situation in China beobachten wir weiterhin genau und machen die dortige Entwicklung für die weitere Zusammenarbeit mit Partnern abhängig.

Freiburg, den 03. Juni 2022

Unser Leitbild

Die Ursprünge von Waschbär liegen in der ökologischen Protestbewegung der 1980er-Jahre. Damals wurde einer immer breiteren Öffentlichkeit bewusst, dass die Industrialisierung weitreichende und negative Folgen für Mensch und Umwelt hat. Katastrophen wie der Super-GAU von Tschernobyl, Chemieunfälle oder das Waldsterben wurden zum Sinnbild für die massiven, ökologischen Herausforderungen, mit denen unsere moderne Gesellschaft konfrontiert ist.

Wir wollten nicht mehr tatenlos zusehen. Und Protestieren oder darüber diskutieren, war uns zu wenig. Wir wurden selbst aktiv, um weitere Umweltschäden so gut wie möglich zu vermeiden oder zu reduzieren. Mit der Gründung von Waschbär war die Überzeugung verbunden, dass jeder etwas tun kann, um umweltpolitische Forderungen auch privat umzusetzen. Seit 1987 ermöglichen wir mit Wissen und Produkten, dass jeder seine alltäglichen Handlungen umweltverträglicher gestalten kann.

Unser Engagement für eine ökologischere Wirtschaft haben wir im Laufe der Jahre immer enger mit dem Einsatz für soziale und faire Arbeitsbedingungen verbunden. Denn wir sind der Meinung: Wirtschaft hat keinen Selbstzweck, sondern sie muss den Menschen dienen. Wir engagieren uns für eine Wirtschaft, die allen Beteiligten ein gutes Leben ermöglicht

Nachhaltigkeit verstehen wir als ständigen Verbesserungsprozess. Daher arbeiten wir stetig daran, unsere Produkte noch sozialer und ökologischer zu machen. Als Vorreiter für einen sozial und ökologisch verantwortungsvollen Lebensstil sind wir bereit, dafür auch ganz neue Wege zu gehen, eigene Wertschöpfungsketten aufzubauen und unsere Partner langfristig bei ihrer Entwicklung zu begleiten.

Die ökologischen und sozialen Herausforderungen sind seit der Gründung von Waschbär nicht kleiner geworden. Gleichzeitig gab es noch nie so viele Initiativenwie heute, unsere Wirtschaft nachhaltiger zu machen. Wir haben gemeinsam mit unseren Kunden einen Beitrag geleistet, das zu ermöglichen und werden das auch weiterhin tun

Was uns nach wie vor antreibt, ist die Überzeugung, dass jeder einzelne etwas verändern kann. Wir kleiden uns, wir kochen, wir putzen, wir pflegen uns, wir wohnen – und das jeden Tag. Mit den richtigen Ideen werden aus diesen alltäglichen Handlungen viele kleine Beiträge für eine nachhaltigere Welt. Wir verstehen unsere Produkte als Werkzeuge, mit deren Hilfe jeder Einzelne diese Ideen ganz einfach umsetzen kann. Für ein gutes Leben auf unserer Erde.

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