Materialanforderungen Naturmode Jacquard-Strickjacke aus 100% Bio-Baumwolle

Materialanforderungen Naturmode

Unsere Standards für Naturmode im Überblick:

  • ausschließlich Naturtextilien
  • 100 % Bio bei reinen Baumwoll-Produkten
  • strenge Rückstandskontrollen
  • aktiver Einsatz für soziale Arbeitsbedingungen
  • transparente Deklaration

Mode von Waschbär ist Naturmode. Da es weder für Naturmode noch für Bio-Mode gesetzliche Regelungen gibt, haben wir hauseigene, nachhaltige Standards für unsere Damen- und Herren-Kollektion entwickelt. Das gilt zunächst für die eingesetzten Rohfasern. Waschbär-Mode wird zum größten Teil aus Naturfasern gefertigt: Allen voran aus Baumwolle, darüber hinaus kommen Seide, Leinen, Hanf und Kapok zum Einsatz. Für die kalte Jahreszeit setzen wir zudem auf Schurwolle, die gemäß unseren Richtlinien mulesing-frei sein muss. Ausnahmen machen wir in den folgenden Fällen: Mit einem kleinen Anteil Elasthan verbessern wir bei Bedarf den Sitz und die Formstabilität unserer Naturtextilien (etwa bei Leggings). Zudem bieten wir PFC-freie Funktionsjacken und -hosen aus synthetischen Fasern an. Um eine Kunstfaser handelt es sich auch bei unserer Mode aus Tencel®. Diese nachhaltige Alternative zu Viskose wird aus Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gewonnen. Die Firma Lenzing setzt dafür ein patentiertes, ökologisch unbedenkliches Verfahren ein.

100 Prozent Bio-Baumwolle

Nach vielen Jahren Entwicklungsarbeit stammen mittlerweile rund 77 Prozent der von uns verwendeten Fasern für Naturmode aus kontrolliert biologischer Erzeugung. Alle Textilien aus reiner Baumwolle sind sogar zu 100 % Bio. Bio-Baumwolle ist ein rechtlich geschützter Qualitäts-Standard, der den ökologischen Anbau ohne Einsatz von chemischen Pestiziden, Düngemitteln und Entlaubungsmitteln garantiert.

Ökologische Standards für die Verarbeitung und das Endprodukt

Selbst, wenn eine Rohfaser bio-zertifiziert ist, sagt dies nichts darüber aus, wie sie weiterverarbeitet worden ist. Oder wie es um die ökologische Qualität des fertigen Kleidungstücks steht. Diese Lücke schließen wir mit unseren hauseigenen Materialanforderungen. Diese stellen an jedes Produkt umfassende, nachhaltige Ansprüche; sowohl was die einzelnen Stufen der Produktion, als auch mögliche Rückstände im Endprodukt betrifft. So verlangen wir von unseren Textil-Lieferanten bestmögliche Umweltverträglichkeit bei der Verarbeitung der Rohfasern. Wo immer möglich, kommen natürliche oder biologisch abbaubare Stoffe zum Einsatz; beispielsweise verwenden wir Sauerstoffbleiche anstatt Chlorbleiche. Gesundheitsschädliche Substanzen wie PFC, Azofarbstoffe, Farben mit Schwermetallverunreinigungen oder Formaldehyd verbieten wir grundsätzlich. Es kommen keine Kunstharz-Ausrüstungen zum Einsatz. Wir veredeln unsere Textilien durch Hitze, Wasser oder mechanische Verfahren. Für Nickelallergiker wichtig: Knöpfe, Reißverschlüsse und Nieten erfüllen bezüglich der Nickellässigkeit die Norm EN 12472, EN 1811. Das heißt, die Nickellässigkeit ist nicht größer als 0,5 müg/cm2/Woche, außerdem schließen wir Vernickelung aus. Mit Rückstandskontrollen sichern wir die Einhaltung unserer Standards.

Zusammenarbeit mit unabhängigen Organisationen

Die Anforderungen, die wir in unseren Artikelpässen festschreiben, beruhen auch auf den Standards von unabhängigen Nachhaltigkeits-Siegeln und -Organisationen. Wir verpflichten uns für gesundheitlich einwandfreie Naturtextilien den umfassenden Prüfkatalog des STANDARD 100 Klasse 1 von Öko-Tex mindestens zu erfüllen oder wann immer erforderlich zu übertreffen.

Unter anderem setzen wir für noch strengere Umwelt- und Gesundheitskriterien auf den Global Organic Textile Standard (GOTS). Derzeit erfüllen rund 25 Prozent unserer Textilien diese Anforderungen. Für eine GOTS-Zertifizierung müssen mindestens 70 Prozent der Fasern aus biologischer Erzeugung stammen, alle Produktionsschritte zertifiziert sein und zudem soziale Standards gelten.

Für all unsere Textillieferanten gelten darüber hinaus die Anforderungen der Fair Wear Foundation, bei der wir seit 2011 Mitglied sind. Zusammen mit der Fair Wear Foundation setzen wir uns dafür ein, die Arbeitsbedingungen von Nähern und Näherinnen zu verbessern. Als unabhängige Instanz überprüft die Fair Wear Foundation jährlich unser Engagement für soziale Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion und welche Fortschritte wir dabei erzielen.

Transparente Deklaration

Nach der Europäischen Textilkennzeichnungsverordnung müssen auf den Etiketten nur Angaben über die verwendeten Fasern stehen, nicht aber über die bei der Verarbeitung eingesetzten Hilfsstoffe. Für mehr Transparenz haben wir eine hauseigene, freiwillige Deklaration für unsere Naturmode eingeführt. Bei jedem Kleidungsstück deklarieren wir transparent, um welche Rohfasern es sich handelt, woher diese stammen und wie sie gefärbt und ausgerüstet wurden. Zudem geben wir an, ob Bleiche oder Aufheller verwendet worden ist.

Der folgende Überblick erläutert die Deklarationen für die Naturtextilien:

Standard der Rohfasern

  • k.b.A.: Kontrolliert biologischer Anbau in Mischkultur und Fruchtfolge, ohne Pestizide und chemische Dünger. Zertifiziert.
  • k.b.T.: Kontrolliert biologische Tierhaltung, artgerecht, ohne Pestizide und Masthilfsmittel. Zertifiziert.
  • Konventionell: Umweltschonende oder herkömmliche Anbauweise/Tierhaltung.

Herkunftsland

  • Anbau- bzw. Zuchtgebiete der einzelnen Rohfasern.

Bleiche/Aufheller

  • Ungebleicht: Verzicht auf Bleichmittel.
  • Chlorfrei gebleicht: Bleichmittel ohne Chlorzusatz. Chlorbleiche lehnen wir grundsätzlich ab.
  • Optisch aufgehellt: Ausschließlich nach unseren strengen Materialanforderungen geprüfte optische Aufheller.

Färbung

  • Ungefärbt: Naturbelassen.
  • Synthetisch gefärbt: Gesundheitsunbedenkliche Farbstoffe. Frei von Schwermetallverunreinigungen und schädlichen Azofarbstoffen.

Ausrüstung

  • Ohne Ausrüstung: Verzicht auf zusätzliche Behandlung, um das Textil knitterfrei, bügelleicht, mottenfest usw. auszurüsten.
  • Mechanische Ausrüstung: Veredelung durch Hitze, Wasser und/oder ein rein mechanisches Verfahren.
  • Enzymatische Ausrüstung: Lassen wir unter Beachtung des strengen GOTS-Standards zu. Sie trägt dazu bei, dass Fasereigenschaften dauerhaft erhalten bleiben.

Produktionsland

  • Das Land, in dem die Produkte hergestellt werden.

Damit Sie sich auf einen Blick über die Qualitäts-Standards und Materialanforderungen informieren können, kennzeichnen wir die Produkte mit den folgenden unabhängigen und hauseigenen Labels:

Unsere Labels

Siegel - Global Organic Textile Standard (GOTS)

GOTS

Das GOTS-Siegel ist ein internationaler Standard, der gesundheitlich unbedenkliche, umweltfreundliche Textilien garantiert.
Label Bio-Baumwolle

Bio Cotton

Wir achten beim Anbau der Bio-Baumwolle auf umweltbewusste und effiziente Anbaumethoden der Kleinbauern. Auf Pestizide und chemisch-synthetische Dünger wird verzichtet. Zudem kommt kein gentechnisch verändertes Saatgut zum Einsatz. Ökologisch, nachhaltig und sozial.
Label Bio Wool - Bio Wolle

Bio Wool - Bio Wolle

Unsere Textilien aus Bio-Wolle sind aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (k.b.T.) und stammen von Tieren die artgerecht gehalten werden. Außerdem wird auf Pestizide und Masthilfsmittel verzichtet.
Label Bio-Seide

Bio-Seide

Unsere Seiden-Textilien werden aus Maulbeerseide gefertigt. Durch das hochwertige Futter ohne Dünger und Pestizide der Seidenraupen, ist die Bio-Seide frei von schädlichen Rückständen aus Chemikalien. Auch beim Färben kommen keinerlei schädliche Stoffe zum Einsatz.
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Enna-Naturmode

hochwertige Naturtextilien nachhaltig, ökologisch und sorgsam verarbeitet