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Das brauchen Sie für den Hausputz mit ökologischen Putzmitteln

Wir lieben es, wenn die Wohnung sauber blitzt. Deswegen quellen in den Drogeriemärkten die Regale von bunt verpackten Produkten über, die versprechen, Bad, Küche und Wohnbereiche hygienisch rein zu halten. Für gründliches und gleichzeitig ökologisches Putzen benötigen Sie jedoch nur wenige, umweltschonende Reinigungsmittel.

Zu viel Chemie in herkömmlichen Putzmitteln

Der stechende, künstliche oder chemische Geruch vieler Putzmittel weist bereits darauf hin: Sowohl für die Gesundheit als auch für die Umwelt sind viele dieser Mittel problematisch. Inhaltsstoffe wie Phosphonate, optische Aufheller, Polycarboxylate, Konservierungsmittel, Silikone, Paraffine, synthetische Duftstoffe und Farbstoffe sind laut Umweltbundesamt häufig biologisch schwer oder nicht vollständig abbaubar. Oftmals können sie sich in der Umwelt und in Organismen anreichern sowie Gewässer schädigen. Zusätzlich tragen bestimmte Bestandteile, zum Beispiel Phosphor- oder Stickstoffverbindungen, zu einer Überdüngung der Gewässer bei.

Ökologische Reinigungsmittel erkennen und verwenden

Umweltfreundlich putzen bedeutet also, dass die verwendeten Reinigungsmittel möglichst frei von derartigen Stoffen sind. Geeignete Produkte erkennen Sie beispielsweise an den Umweltzeichen „Ecocert“ und „Ecogarantie“. Bei nachhaltigen Reinigungsmitteln gilt: Eine sparsame Dosierung in Verbindung mit Muskelkraft ist die Zauberformel für den Haushaltsputz. In den meisten Fällen hilft schon etwas stärkeres Schrubben, um für Glanz zu sorgen. Und je schneller Sie sich an die Arbeit machen, desto weniger hat der Schmutz Zeit zu verkrusten oder Keime zu entwickeln.

Diese vier Hausmittel ersetzen eine ganze Drogerie

Klingt erst mal komisch, aber beim Thema sauberes Zuhause gilt: weniger ist mehr. Ökologische, ergiebige und preisgünstige Alternativen zu chemischen Reinigungsmitteln aus der Drogerie sind neben Soda und Essig auch Zitronensäure und Wiener Kalk. Mit diesen vier altbewährten Hausmitteln haben Sie die entscheidenden Allzweckreiniger, um den gesamten Haushalt gründlich und umweltfreundlich zu reinigen.

Waschsoda und Zitronensäure sind vielseitig einsetzbar

Soda ist ein echtes Allroundtalent:  Mit dem ökologischen Fettlöser werden Backofen, Backbleche und andere fettige Flächen wieder sauber. Gleiches gilt für Blumenvasen, Thermos- und Teekannen und sogar Fenster.

Selbst für die richtig schweren Fälle eignet sich Soda: die Abflussreinigung. Auf chlorhaltige Sanitärreiniger und WC-Reiniger mit anorganischen Säuren sollte laut Umweltbundesamt komplett verzichtet werden. Sie belasten die Umwelt stark und reizen bei unsachgemäßer Anwendung die Haut oder können sogar Verätzungen verursachen. Reichen mechanische Hilfsmittel wie Saugglocken, Bürsten oder Spiralen nicht aus, haben wir einen einfachen und preisgünstigen Tipp für Sie: Soda in Kombination mit Essig. Kommen die beiden Mittel miteinander in Berührung, gibt es eine Reaktion, die den Abfluss umweltschonend reinigt.

Zitronensäure bietet sich als preisgünstiges Hausmittel bei der Bekämpfung von Schimmel und Bakterien an. Perfekt eignet sie sich als Entkalker für Wasserkocher, Spülbecker, Kaffee- und Waschmaschinen. Gleichzeitig verbreitet sie einen angenehm frischen, sauberen Geruch.

Wiener Kalk – die Scheuermilch aus der Natur

Sitzen hartnäckige Verkrustungen und Schmutz an Kochgeschirr, Arbeitsflächen oder der Spüle fest, hilft Scheuermilch – oder Wiener Kalk. Dabei handelt es sich um ein reines Naturprodukt ohne chemische Zusätze. Mit dem bewährten Hausmittel lassen sich sogar empfindliche Oberflächen reinigen und polieren.

Putzen ganz ohne Putzmittel – mit Dampf

Wenn Sie einen Dampfreiniger zu Hause haben, können Sie meist vollständig auf Putzmittel verzichten. Dampfreiniger nutzen die Verbindung von Dampfkraft und -temperatur, um hartnäckige Verschmutzungen zu lösen. 100 Grad Celsius heißer Wasserdampf tötet selbst Keime. Reinigungsmittel werden überflüssig. Das schont Natur und Ressourcen, außerdem entfällt die Entsorgung des Verpackungsmaterials. Benötigt werden ausschließlich Wasser und Strom. Das Dampfkondensat hinterlässt im Gegensatz zu Reinigungslösungen keine potenziell allergieauslösenden Rückstände auf der gesäuberten Oberfläche. Wer zum Erhitzen des Wassers Strom aus erneuerbaren Energiequellen nutzt, blickt auf eine besonders positive Ökobilanz.

Wiederverwendbare Materialien nutzen

Verwenden Sie anstelle von Papierhandtüchern und anderen Einweg-Materialien Stoffhandtücher, Putzlappen und Wischmopps, die nach Gebrauch in der Waschmaschine bei 60 Grad gewaschen werden. Spül- und Poliertücher können Sie ganz einfach selbst aus alten Handtüchern, Stoffresten und abgetragenen Kleidungsstücken fertigen. Das spart Geld und ist umweltfreundlich.

Putzschwämme in allen möglichen Versionen gibt es mittlerweile auch aus recyceltem Kunststoff oder biologisch abbaubaren Materialen. Für zahlreiche Spül- und WC-Bürsten können Sie Ersatzköpfe kaufen, sodass nicht jedes Mal die gesamte Bürste ausgetauscht werden muss. Reinigungsmittel sind zum Teil in Nachfüllverpackungen erhältlich mit denen Sie Verpackungsmüll reduzieren.

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Anne Giesbert ist PR-Beraterin bei raabengrün. Als Germanistin findet sie passende Worte, als heimliche Profi-Fotografin hat sie den Blick für gute Bilder. Wenn sie nicht gerade hinter dem Rechner oder der Kamera steckt, ist sie am liebsten im eigenen Garten, in den Bergen oder am See unterwegs.

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