Gemeinsam auf dem Weg für eine bessere Welt

Spielideen für kleine Rasselbanden

Die beiden Mädchen ahben richtg was zu lachen.

„Komm lass uns spielen!“ Kinder tun nichts lieber. Mit Hingabe sind sie dabei. Sie vergessen die Welt um sich, wenn es darum geht, eben diese zu entdecken. Ganz nebenbei lernen sie beim Spiel, Zusammenhänge zu verstehen die eigenen Fähigkeiten abzuwägen und das eigene Können auszuprobieren. Die größten Konkurrenten dabei sind Fernseher, Tablet und ähnliche elektronische Spielgeräte. Sie ziehen immer mehr Kinder in ihren Bann und werben um ihre Aufmerksamkeit. Und dennoch ist das Spielen mit anderen Kindern draußen und im Haus beliebt wie eh und je.

Genauso wie der Spielspaß gehört die Langeweile als unverzichtbarer Bestandteil zum Kindsein dazu. Wer kennt nicht die Frage an die Eltern: „Was können wir nur spielen?“ Für den Fall, dass den Kindern nicht ganz schnell ein eigenes Spiel einfällt, haben wir hier ein paar Vorschläge für Spiele gesammelt, die sicher dem einen oder anderen Elternteil noch aus der eigenen Kindheit vertraut sind. Sie eignen sich für drinnen oder draußen und sorgen auch beim Kindergeburtstag oder in den Ferien für Unterhaltung der Rasselbande.

1. Tuchfangen

Das macht vor allem im Garten, auf der Wiese oder wo sonst genug Platz ist, Spaß.

Das brauchen Sie:

Die gleiche Anzahl an Tüchern wie mitspielende Kinder. Alternativ können auch Socken statt Tüchern verwendet werden.

Und so geht’s:

Alle Kinder stecken ihr Tuch in den Hosensaum. Nun gilt es, möglichst viele Tücher von den anderen Kindern zu stibitzen, ohne das eigene Tuch zu verlieren. Derjenige mit den meisten Tüchern gewinnt.

Bunte Tücher hat fast jeder in einer Schublade - zum Spielen dürfen sie jetzt raus.

Die brauchen Sie für die Spiele Tuchfangen und Schlangenschwanz

2. Schlangenschwanz

Das klingt nach großem Abenteuer – und tatsächlich erfordert dieses Spiel einiges an Geschick. Die Spieler dürfen ihren Vordermann ebenso wenig verlieren, wie das Ziel vor ihren Augen.

Das brauchen Sie:

Ein Tuch

Und so geht’s:

Alle Kinder bilden eine Schlange, indem sie sich hintereinander aufstellen und sich an der Hüfte festhalten. Das letzte Kind in der Schlange bekommt ein Tuch in den hinteren Hosensaum gesteckt. Der Kopf der Schlange muss nun versuchen, den Schwanz (also das Tuch) zu fangen. Wenn der Kopf den Schwanz gefangen hat, tauscht das erste Kind mit dem letzten. So kann das Spiel länger gespielt werden.

3. Schokoladenessen

Das Wort „Schokolade“ reicht oft schon, um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Bei diesem Spiel brauchen die Zuckermäulchen allerdings Glück, Geschick und einer schnelle Reaktionszeit, um an den süßen Genuss zu kommen.

Das brauchen Sie:

  • Eine Tafel Schokolade
  • Einen Würfel
  • Mütze
  • Schal
  • Ein Paar Handschuhe
  • Ein Besteck (Messer und Gabel)
  • Schneidebrett

Und so geht’s:

Die Kinder sitzen im Kreis (am Tisch oder auf dem Boden), in der Mitte liegen die eingepackte Schokolade, das Besteck mit Schneidebrett, die Kleidungsstücke und zu guter Letzt der Würfel. Die Kinder würfeln einer nach dem anderen im Kreis herum, bis schließlich jemand eine „Sechs“ würfelt. Wenn die Sechs gefallen ist, muss das Kind schnellstmöglich versuchen, Mütze, Schal und Handschuhe anzuziehen, mit dem Besteck die Schokolade auszupacken und anschließend ein Stück Schokolade abzuschneiden und zu essen. Das lustige (und auch etwas Gemeine) dabei: Während das Kind sich anzieht, würfeln die anderen Kinder weiter. Fällt wieder eine Sechs, müssen die Sachen schnell wieder ausgezogen und weitergegeben werden. Das Spiel ist zu Ende, wenn von der Schokolade nichts mehr übrig ist.

4. Topfschlagen

Ein Klassiker unter den Kindergeburtstagsspielen. Und zwar einer, der immer noch richtig viel Spaß macht. Hier ist die Aufsicht von Erwachsenen sinnvoll, da im Eifer des Gefechts der Kochlöffel schnell nicht den Topf, sondern ein Kinderbein treffen kann.

Der Topf ist fleckig und abgegriffen.

Schmucklos und schon etwas abgegriffen: Der Topf ist perfekt fürs Topfschlagen – nur der Deckel muss noch weg.

Das brauchen Sie:

  • Topf
  • Holzlöffel
  • Tuch (zum Augen verbinden)
  • …und etwas, das man unter den Topf versteckt. Obst, Süßigkeiten, etwas Gebasteltes oder ein kleines Spielzeug sind beliebte Gewinne.

Und so geht’s:

Einem Kind werden mit dem Tuch die Augen verbunden. Das Kind bekommt den Kochlöffel in die Hand und dreht sich mehrere Male um die eigene Achse. In der Zwischenzeit versteckt der Spielleiter das Geschenk oder der Snack unter dem Topf und versteckt ihn im Zimmer. Nun krabbelt das Kind mit den verbundenen Augen über den Boden und tastet mit dem Kochlöffel den Boden ab. Während der Suche, rufen die Mitspieler „warm“, wenn der Topf in der Nähe ist, „heiß“, wenn der Topf ganz nahe ist und „kalt“, wenn das Kind in die falsche Richtung krabbelt.

Findet das Kind den Topf, muss es mit dem Kochlöffel einmal draufhauen. Der kleine Schatzsucher darf nun das Tuch abnehmen und den Preis unter dem Topf behalten.

Variante: Um das Ganze noch etwas spannender zu machen, muss das Kind den gefundenen Preis ertasten, bevor es ihn bekommt.

5. Die Reise nach Jerusalem

Hier kommt richtig Schwung auf. Mit der richtigen Musik endet die Reise manchmal auch mit einer großen Tanzparty.

Das brauchen Sie:

  • Musik
  • Stühle, jedoch einer weniger als Spieler teilnehmen (alternativ können auch Sitzkissen oder anderes genommen werden)

Und so geht’s:

Die Stühle werden mit der Sitzfläche nach außen im Kreis aufgestellt, sodass man um sie herumlaufen kann. Genau das machen die Kinder, während die Musik läuft. Wenn die Musik stoppt, müssen die Kinder versuchen, schnell einen Platz zu ergattern. Ein Kind wird keinen Platz bekommen. Zum Trost für das Ausscheiden darf es als nächstes die Musik abspielen und stoppen. Bevor die zweite Runde beginnt, wird ein weiterer Stuhl aus dem Kreis entfernt. Das Spiel endet, wenn sich eines der beiden letzten Kinder auf den Stuhl setzt.

6. Wer bin ich?

Das lustige Ratespiel braucht mindestens drei Kinder, um zum Erfolg zu werden. Oder drei Erwachsene, denn das Spiel kennt keine Altersgrenze.

Hier gibt es zwei Varianten:

Variante 1 – gut geeignet für kleinere Kinder, die noch nicht schreiben können

Ein Kind geht aus dem Zimmer und die anderen Kinder überlegen sich eine Person oder Zeichentrickfigur wie Micky Maus, Benjamin Blümchen, Biene Maja. Damit das Spiel klappt, muss jedes Kind die Person oder Figur kennen. Nun darf das Kind, das vor der Tür steht, wieder reinkommen und stellt den anderen Kindern Fragen, die nur mit „Ja“ und „Nein“ beantwortet werden dürfen.

Hier ein Beispiel:

„Bin ich ein Tier?“
„Bin ich eine Person?“
„Kenn ich mich aus einem Buch?“

Wenn das Kind erraten hat, wer oder was er ist, ist das nächste Kind an der Reihe.

Variante 2 – eignet sich auch für ganz große Kinder

Das brauchen Sie:

  • Tesafilm
  • kleine Zettel
  • Stifte

Und so geht’s:

Die Kinder setzen sich in einen Kreis. Jedes Kind bekommt einen kleinen Zettel und denkt sich eine Person oder ein Tier aus und schreibt dessen Namen auf den Zettel. Aber so, dass der linke Nachbar es nicht sieht. Der Zettel mit dem Namen wird nämlich genau diesem nun mit Tesafilm an die Stirn geklebt. (Alternativ können Sie die Zettel auch an Stirnbändern oder Kappen befestigen.) So kann keiner sehen, wer oder was er ist. Gleichzeitig sehen es aber alle Kinder im Kreis. Jetzt gilt es herauszufinden, wer man ist. Dazu stellen die Kinder Fragen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden. Ein Spieler darf anfangen und solange raten, bis er ein „Nein“ bekommt. Dann ist der nächste an der Reihe. Man kann das Spiel so lange spielen, bis der letzte seine Identität erraten hat.

Das Mädchen fängt schon an zu lachen, als sie das Wort der Flüsterpost ins Ohr gesagt bekommt.

Das scheint aber lustig zu sein, was am Ende der Stillen Post rauskommt.

7. Stille Post

Ein Klassiker für den sich mindestens vier Kinder treffen müssen. Das Spiel ist sowohl für draußen als auch für Schlecht-Wetter-Tage geeignet und das einzige, was man braucht, sind gespitzte Öhrchen.

Und so geht’s:

Die Teilnehmer sitzen in einer Reihe. Das erste Kind flüstert dem zweiten ein Wort ins Ohr. Dieses flüstert das Wort dem dritten Kind ins Ohr und so weiter. Das Kind am Ende der Reihe spricht das Wort, das bei ihm ankam, laut aus. Dann folgt meistens großes Gelächter, denn selten kommt das eigentliche Wort am Ende der Reihe an. Nun kann man das Spiel so weiterführen, bis jedes Kind einmal am Anfang der Reihe sitzt.

8. Gemeinsames Geschichtenerzählen

Das kann ja heiter werden – garantiert sogar… Das gemeinsame Geschichtenerzählen bringt meist die erstaunlichsten Geschichten mit den absurdesten Wendungen und kreative Erzähltalente bei Kindern hervor. Alle Kinder sitzen zusammen und ein Erwachsener oder eines der Kinder (zu empfehlen, wenn die Kinder schon etwas älter sind) beginnt die Geschichte mit einem Satz. Das Kind links neben dem Erwachsenen führt die Geschichte mit dem zweiten Satz fort. So geht es reihum.

Unser Beispiel aus eigener Erfahrung:

Erwachsener: „Ein kleiner Teddy namens Ted ging durch den Wald.“

Erstes Kind: „Da begegnete er einem Einhorn, das rosafarbenes Haar hatte.“

Zweites Kind: „Warum sind deine Haare denn rosa?“

Drittes Kind: „Weil der Friseur aus Versehen die falsche Farbe erwischt hat.“

 

Wir freuen uns natürlich, wenn unsere Sammlung von Ihnen noch erweitert wird. Haben Sie noch eine Spielidee, die Sie anderen als Anregung mitgeben möchten? Dann schreiben Sie einfach einen Kommentar.

 

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