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Nachhaltigkeit bei Waschbär – was bedeutet das eigentlich?

Die fünf Frauen aus der Waschbär-Nachhaltigkeitsabteilung lachen in die Kamera

Nachhaltigkeit – ein Begriff der sich in den letzten Jahren stark verbreitet hat. Er wird heutzutage unterschiedlich verwendet und eine einheitliche Definition von Nachhaltigkeit scheint fast unmöglich. Die wohl bekannteste Definition des Begriffs soll hier Orientierung geben. Sie stammt aus dem Bericht der Brundtland-Kommission der UN von 1987. Nachhaltigkeit wird dort als eine Entwicklung definiert, „die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“

Doch was heißt das nun genau für die Praxis? Dieser Beitrag soll die Antwort auf die Frage geben: Was bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich bei Waschbär? Wir beginnen dabei mit einem Blick zurück…

Nachhaltigkeit als Gründungsimpuls von Waschbär

In den 1980ern macht der Begriff „Nachhaltigkeit“ erstmals die Runde. Auslöser für die Diskussion sind insbesondere Umweltkatastrophen wie in Tschernobyl und eine Studie, die der Club of Rome in Auftrag gibt. Darin wird das erste Mal vorausgesagt, dass wir mit unserem gegenwärtigen Lebensstil die absolute Wachstumsgrenze im Laufe des nächsten Jahrhunderts erreichen werden. In dieser Zeit – vor 30 Jahren – beginnt Waschbär, ökologische Produkte zu verkaufen. Seither versucht Waschbär, seinen Kunden eine Antwort auf die Frage zu bieten: Was kann ich persönlich zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen? Ökologisch und sozial einwandfreie Produkte sollen den Waschbär-Kundinnen und -Kunden neue Perspektiven in ihrem Alltag und im Umgang mit den neuen globalen Herausforderungen eröffnen. Der Umweltversand predigt dabei keinen Verzicht, sondern möchte den Menschen eine ökologischere – nachhaltige – Alternative zu konventionellen Produkten anbieten.

Neben dem Bild mit der Öko-Putzkiste sieht man einen der ersten Kataloge von Waschbär.

So fing es an: Mit der praktischen Öko-Putzkiste und einem bunten Katalog.

Nachhaltigkeit ist kein Status quo

Die Themen wie Klimaerwärmung, Artensterben oder Ressourcenknappheit sind heute aktueller denn je. Tagtäglich konfrontiert uns die globalisierte Welt mit neuen Herausforderungen. Dabei müssen wir immer wieder nach neuen angepassten und flexiblen Lösungswegen suchen. Das Ziel von Waschbär kann es deshalb auch nicht sein, per se nachhaltig zu sein. Sondern das Ziel ist vielmehr, immer nachhaltiger zu werden. „Nachhaltigkeit ist kein Status quo, den man irgendwann erreicht hat“, so Barbara Engel, die Leiterin des Bereichs Nachhaltigkeit bei Waschbär. „Wir arbeiten stets daran, noch besser zu werden.“ Genau dieser Gedanke findet sich auch in der Brundtland-Definition wieder, die Nachhaltigkeit als Entwicklung versteht und nicht als festen Zustand, den man irgendwann erreicht.

Schwerpunkt der Arbeit in der Nachhaltigkeitsabteilung: Artikelpässe

Wie diese Entwicklung konkret in der Nachhaltigkeitsabteilung mitgetragen wird, lässt sich gut an einigen Beispielen erklären. Ein großer Bestandteil der Arbeit orientiert sich an unseren hauseigenen Artikelpässen. Ein Artikelpass lässt sich mit einem mehrseitigen Produkt-Ausweis vergleichen, den jedes Produkt mit der Aufnahme in unser Sortiment erhält. Unser Lieferant ist dabei unter anderem verpflichtet, Angaben über Materialien und Inhaltsstoffe, Herstellungsprozess und Produktionsstandorte zu machen. Natürlich muss er die entsprechenden Nachweise und Zertifikate dafür mitliefern. Jedes Jahr überarbeiten wir unsere Anforderungen im Artikelpass, ergänzen sie und bringen das Dokument auf den neuesten Stand. Zusammen mit unseren Lieferanten arbeiten wir dabei fortlaufend an Verbesserungen wie zum Beispiel der GOTS-Zertifizierung ihrer Lieferkette.

Ein Praxisbeispiel für die soziale Säule der Nachhaltigkeit

Das Logo der Fair Wear Foundation mit Waschbär.

Waschbär hat sogar den anspruchsvollen Leader-Status bei der Fair Wear Foundation inne.

Ein anderes Beispiel ist das Beschwerdesystem der Fair Wear Foundation (FWF). Die FWF, bei der wir seit 2011 Mitglied sind, setzt sich für die soziale Komponente der Nachhaltigkeit in der Textilindustrie ein. Ein kleiner Teil davon besteht aus einem Beschwerdesystem, das an den Produktionsstandorten unserer Textilien etabliert ist. So gibt es in jeder Näherei einen Aushang in Bild und Schrift, der über die Rechte der Arbeitnehmer aufklärt und darauf hinweist, wie Verstöße anonym an die FWF gemeldet werden können. Zusätzlich gibt es ein Training für alle Mitarbeiter, in dem beides nochmals erklärt wird. Im Fall einer Beschwerde arbeiten wir mit dem Lieferanten und der FWF zur genaueren Analyse und Lösung des Problems zusammen.

Und was ist nachhaltig an der Firmenzentrale?

Neben der nachhaltigen Entwicklung nach außen hin, arbeitet die Nachhaltigkeitsabteilung auch an Verbesserungen an unserem eigenen Standort in Freiburg. Im Rahmen unseres zertifizierten Umweltmanagementsystems (ISO 14001) haben wir letztes Jahr zum Beispiel unsere gesamte Beleuchtung mit energiesparenden LED-Lampen ausgestattet und konnten 20 Prozent Strom einsparen. Diese Umstellung kommt dabei nicht nur der Umwelt zugute, sondern war außerdem ökonomisch sinnvoll. Für die Zukunft planen wir unter anderem eine Weiterentwicklung unseres Mobilitätskonzeptes, sodass unsere Mitarbeiter noch umweltfreundlicher zur Arbeit kommen können. Ansonsten achten wir natürlich in alltäglichen Angelegenheiten wie beim Kauf unseres Kaffees auf faire, biologische und regionale Angebote.

Nachhaltigkeit hat immer eine Zukunftsperspektive

Neben allem, was wir bereits tun, wissen wir aber auch, dass wir noch viel Potenzial für mehr haben. Denn wie anfangs erwähnt, ist Nachhaltigkeit eine Entwicklung und schaut deshalb immer in die Zukunft. Daher werden wir uns auch zukünftig die Frage stellen, wie wir unsere Kundinnen und Kunden dabei unterstützen können, ihren Lebenswandel bewusster und nachhaltiger zu gestalten. In der heutigen Zeit, in der die Herausforderungen immer komplexer und in einem immer schneller werdenden Tempo an uns gestellt werden, sind mehr denn je kreative und innovative Antworten gefragt.

Sie möchten mehr Details zum nachhaltigen Unternehmertum bei Waschbär? Gerne verweisen wir Sie auf unseren aktuellen Nachhaltigkeitsbericht.

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Bildquellen

  • nachhaltigkeitsabteilung-bei-waschbaer: ©Waschbär

Hanna hat Nachhaltigkeit zu ihrer Berufung gemacht – und das lebt sie: Täglich fährt sie mit ihrem Fahrrad ins Büro. Und wenn die Sonne über Freiburg scheint, ist sie auch in ihrer Freizeit fest mit dem Rad vereint. Gern erklimmt sie damit die Berggipfel der Umgebung. – Ja, das ist für sie die pure Erholung!

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