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Nachhaltig reisen: Tipps, auf die Sie achten können

Der Urlauber ist perfekt ausgestattet: Rucksack, Kamera und Reiseführer.

Nachhaltiges Reisen definiert jeder Reiseveranstalter für sich anders. Zwar gibt es einige Siegel und Auszeichnungen, diese geben jedoch nur bedingt einen Einblick in die Geschäftstätigkeiten der Unternehmen. Bei travel-to-nature ist die Nachhaltigkeit seit Bestehen des Unternehmens in der Philosophie und damit nicht nur in einer Sparte, sondern im Kerngeschäft verankert. Da Fernreisen ohne Langstreckenflug nicht möglich sind, steht das Landprogramm im Fokus der nachhaltigen Aktivitäten.

Nah an den Menschen: als Veranstalter und als Reisender

Vom Holzbalkon öffnet sich der Blick in den tiefgrünen Regenwald.

 ©travel-to-nature

Blick aus einer Hütte der La Tigra Rainforest Lodge. Sie wird von Costa Ricanern betrieben.

Bei travel-to-nature heißt das konkret: Gereist wird in möglichst kleinen Gruppen, um die Natur und Tierwelt nicht zu sehr zu stören und zu belasten. Das Unternehmen arbeitet nur mit gut ausgebildeten (wenn möglich einheimischen) Reiseleitern, die einen gerechten Lohn für ihre Arbeit bekommen und sich darüber bewusst sind, welche Auswirkungen Tourismus auf ein Land haben kann. Sie möchten die Reisenden vielmehr für ihr Land begeistern und durch fachkundige Erläuterungen für ökologische und soziale Probleme im Land sensibilisieren. So steuert der Veranstalter nach wie vor nur kleine, von Einheimischen geführte Unterkünfte an. travel-to-nature achtet vor Ort nicht auf bestimmte Umweltsiegel, sondern besucht die Unterkünfte immer wieder vor Ort, spricht mit den Betreibern und schaut sich die Arbeitsweise an.

Wichtig ist vor allem der schonende Umgang mit den Ressourcen vor Ort – sei es Wasser oder Energie. Manche der Lodges verfügen nicht einmal über Strom, so fühlen Touristen den Dschungel tatsächlich mit Haut und Haaren. Wer sich auf die Natur und die Schönheit des Landes einlässt, wird merken, dass er vor Ort mit recht wenig auskommt. Und genau solche Reisen mit dem besonderen Erlebnischarakter bietet travel-to-nature an.

Was kann ich selbst bei einer Fernreise tun, um möglichst nachhaltig zu agieren?

Damit Urlauber exotische Vögel wie den Tukan bewundern können, muss sein Lebenraum geschützt werden. Nachhaltiges Reisen ist ein Ansatz dafür.

Vertrauen Sie nicht nur darauf, dass der Veranstalter eine Zertifizierung vorweisen kann. Das ist natürlich gut, sagt aber nicht wirklich etwas darüber aus, wie das Kerngeschäft des Unternehmens funktioniert. Kontaktieren Sie ein paar Veranstalter, sprechen Sie mit den Mitarbeitern und schauen Sie, wie ehrlich Sie beraten werden. Manche Veranstalter unterstützen nachhaltige und ökologische Projekte in den Reiseländern. Achten Sie darauf, dass Sie die Projekte vor Ort auch besuchen können, wenn Sie das gern möchten. Ein wichtiger Aspekt sind die Unterkünfte. Besprechen Sie mit Ihrem Veranstalter Ihre Wünsche und buchen Sie kleine Lodges oder Hotels, die einheimische Betreiber haben. Manchmal gibt es vielleicht ein paar Sprachbarrieren, wenn die Besitzer nur die Landessprache sprechen und Sie nicht. Trotzdem ist der direkte Kontakt zur lokalen Bevölkerung bereichernd. Oft erhalten Sie wertvolle Tipps für den Aufenthalt und können sogar noch die eigenen Sprachkenntnisse auffrischen.

Natürlich ist die Wahrung der Natur ein ganz wichtiges Thema. Versuchen Sie im Reiseland keine Ressourcen wie Wasser und Energie zu verschwenden, sondern Ihren Verbrauch auf ein geringes Maß zu reduzieren. Verzichten Sie auf Aktivitäten wie Helikopterrundflüge, Quadbike-Touren, Hochseefischen oder Inlandsflüge während der Reise, wenn es vermeidbar ist. Letzteres beginnt bereits während der Anreise. Nutzen Sie ein Rail&Fly-Ticket, anstatt beispielsweise von München nach Frankfurt mit einem Zubringer zu fliegen. Meist sind es nur kleine Details, auf die man achten kann, um zur Wahrung der Umwelt sowie der einheimischen Kultur beizutragen.

Checkliste für nachhaltiges Reisen:

  • Den Veranstalter kritisch auf seine Integrität prüfen.
  • Sich umfassend zum Reiseziel, Unterkünften und Unternehmungen vor Ort beraten lassen.
  • Wenn der Veranstalter nachhaltige Projekte fördert, nach Besuchsmöglichkeiten fragen.
  • Kleine, von Einheimischen betriebene Unterkünfte bevorzugen.
  • Anreise und Transfers im Urlaubsland möglichst umweltschonend vollziehen.
  • Ressourcen schonen (Wasser, Energie, Nahrung).
  • Heimisches nachfragen, wenn möglich Importware vermeiden
  • Rohstoffintensive oder invasive Aktivitäten meiden (Helikopterflüge, Quad-Touren, Hochseefischen).

 

Lesen Sie im Beitrag „Making of: Die Idee für nachhaltigen Tourismus und was daraus entstand“ wie sich Waschbär-Reisen zum heutigen Reisespezialisten travel-to-nature entwickelt hat.

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Bildquellen

  • la-tigra-rainforest-lodge-balkon:  ©travel-to-nature

Rainer Stoll, Jahrgang 1963, bewegten schon immer ökologische Themen. Und so fragte sich der studierte Umweltökonom vor vielen Jahren: Warum gibt es keine nachhaltigen Reisen, von denen die Menschen im Reiseland profitieren? Die Idee für Waschbär Reisen war geboren und entwickelte sich zum heutigen Reiseanbieter travel to nature. Nun sucht Rainer ständig nach neuen Reiseideen und widmet sich erlebbaren Projekten wie dem mehrfach ausgezeichneten Regenwaldprojekt „La Tigra“ in Costa Rica. Hier legt sich der leidenschaftliche Vogelgucker gerne auf die Lauer und schießt buntes Federvieh – natürlich nur mit der Kamera.

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