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Heile, heile, Zähnchen – Tipps fürs Zahnen

Ein Stück Veilchenwurzel am Band liegt neben der Schnuffelpuppe - bereit für den Einsatz beim zahnen.

Wenn die ersten Zähnchen durchbrechen, brechen für Eltern und Kinder anstrengende Zeiten an: unruhige Nächte, quengeln, sabbern, Unwohlsein. Ich erinnere mich noch genau an die Zeit, in der meine Tochter Amaya ihre ersten Zähne bekommen hat. Während des Zahnens ist das Zahnfleisch des Babys sehr empfindlich und gerötet, oftmals angeschwollen. Auch ich habe mir die Fragen gestellt: Wie kann ich die Schmerzen der Kleinen lindern? Neben speziellen Zahngelen, Zäpfchen, Beißringen zum Kühlen, Chamomilla Globuli und Bernsteinkettchen gibt es noch ein vor allem bei Hebammen und naturverbundenen Eltern bewährtes Hausmittel: Die Veilchenwurzel.

Veilchenwurzel wird aus dem Wurzelstock der Iris pallida oder Iris germanica gewonnen. Diesen Pflanzen werden beruhigende Kräfte nachgesagt, die dem Kind das Zahnen erleichtern sollen. Die Wurzel soll zweierlei Wirkung entfalten: Zum einen wollen Babys während der Zahnungszeit viel und kräftig kauen, was die robuste Wurzel hervorragend abkann. Zum anderen wird die Wurzel durch die Feuchtigkeit des Speichels weich. Dadurch soll der enthaltene Anteil Alkaloide freigesetzt werden und durch seine schmerzlindernde Wirkung den Durchbruch der Zähne erleichtern.

Der Praxistest: Hilft die Veilchenwurzel beim Zahnen?

Glücklich strahlende Babyaugen, während der Mund mit der Veilchenwurzel beschäftigt ist.

©Tanja Sommer

Dem Gesicht zu Folge hilft die Veilchenwurzel in der Zeit des Zahnens.

Meine Tochter Amaya ist seit Wochen unruhig und quengelig, will am liebsten den ganzen Tag entweder auf dem Arm oder an der Brust sein, hat schlaflose Nächte – mit knapp 6 Monaten also alle „Symptome“, die ein Zähnchen ankündigen können.

Nix wie her mit der Veilchenwurzel. Amaya nimmt sie interessiert entgegen und steckt sie gleich in den Mund, lutscht und kaut viel darauf rum. Ich habe das Gefühl, es hilft ihr ein wenig. Ob und inwiefern die Wurzel nun tatsächlich Schmerzen lindert, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Geschadet hat sie ihr jedenfalls nicht.

Wahrscheinlich ist es Zufall, dass knapp eine Woche nach Benutzung der Wurzel endlich die Spitze des Zähnchen sichtbar wird und sich Amayas Laune sprunghaft bessert. Trotz dieser Vermutung möchte ich die Veilchenwurzel empfehlen. Denn ich bin der Meinung, dass es immer einen Versuch wert ist, bewährte Dinge auch für sich oder in dem Fall das Baby auszuprobieren.

Tipps zur Pflege und Handhabung der Veilchenwurzel

Ganz wichtig ist es, die Veilchenwurzel regelmäßig in kochendes Wasser zu legen. Dafür reichen etwa 30 Sekunden reichen schon aus. Das Abkochen dient dazu, Keime und Bakterien zu vernichten. Außerdem sollten Eltern nach jeder Benutzung nach Bruchstellen und Kanten suchen und die Zahnungshilfe gegebenenfalls austauschen. Die am Bändchen befestigte Veilchenwurzel sollten Sie niemals um den Hals ihres Kindes legen. Ich habe sie immer an der Kleidung oder einem Schmusetuch beziehungsweise Plüschtier befestigt. So ist die Wurzel jederzeit in Reichweite, ohne gefährlich werden zu können.

Mein Fazit zu der Zahnungshilfe

Ob mit oder ohne Hilfsmittel, bisher ist jedes Zähnchen durchgebrochen. Das kann ich nach zwei Kindern mit Sicherheit sagen!  – Und auch die schlimmste Zeit vergeht! In diesem Sinne: Durchhalten!

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Bildquellen

  • Veilchenwurzel in Aktion: ©Tanja Sommer
  • Veilchenwurzel am Band: ©Tanja Sommer

Tanja Sommer ist überzeugte minibär-Mama. Wenn sie nicht gerade mit ihren beiden Kindern Kian und Amaya die Wunder der Natur entdeckt, bastelt sie in ihrem Büro GRAFIKDESIGN SOMMER an ausgefallenen Looks.

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