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Eine schwierige Entscheidung: Die Schnuller-Frage

Dieses Baby hat einen Schnuller aus Naturkautschuk im Mund.

Nach der Geburt eines Babys kommt meist recht schnell das Thema Schnuller auf den Tisch. Schon bei der Frage, ob man einen geben soll oder nicht, scheiden sich die Geister. Die einen sind der Meinung, die Brust sei die natürlichste Form der Beruhigung, deshalb komme nur sie infrage. Die anderen wiederum verneinen das Dauernuckeln an der Brust oder sind gegen das Anbieten des eigenen Fingers. Und Hebammen sprechen von Saugverwirrung, wenn man zu früh beginnt einen Schnuller anzubieten. Verwirrung herrscht dann schnell nicht nur beim Säugling, sondern auch bei der Mutter: Was ist denn jetzt richtig? Und gibt es „richtig“ überhaupt?

Das Thema Schnuller verursacht große Unsicherheit

So oder so gesehen steht aber fest: Säuglinge haben ein Saugbedürfnis, das befriedigt werden will. Meine Hebamme meinte ein paar Tage nach der Geburt meines älteren Sohnes, dass er ein sehr ausgeprägtes Saugbedürfnis hat und wir daher über einen Schnuller nachdenken sollten. Doch direkt nach der Beantwortung der Frage Schnuller ja, Schnuller nein, tauchen schon die nächsten auf. Da stellt sich nämlich die Frage des Schnullers: Welche Form ist die beste? Welches Material soll verwendet werden? Spielt die Form des Schildes hinten auch eine Rolle? Und wieder: Was ist das Richtige und was nicht?

Die Schnullerform: Was ist gut für den Kiefer?

Zuerst einmal zu den Formen des Saugteils: Da gibt es die Kirschkernform, die an die Brustwarze der Mutter erinnern soll, die abgeflachte, sogenannte „kiefergerechte“ Form und die flache Nippelform in den verschiedensten Ausprägungen.

Ich kann euch aber beruhigen: Experten sind sich einig, dass die Schnullerform in Bezug auf Kieferfehlstellungen eine untergeordnete Rolle spielt. Solange Eltern den Schnuller nur gezielt einsetzen und nicht nur als Mittel um sich nicht mit dem Baby zu beschäftigen, ist dessen Verwendung in Ordnung.

Nächste Grundsatzfrage: Welches Material eignet sich im Babymund?

Elter haben die Wahl zwischen Silikon und Kautschuk (Latex). Beides hat Vor- und Nachteile: Silikon ist ein sehr langlebiges Material und ist sehr weich. Das kann vom Baby eventuell als angenehmer empfunden werden. Leider reißt Silikon schnell ein. Deshalb ist es besonders bei Babys, die schon die ersten Zähnchen haben, nicht zu empfehlen. Darüber hinaus ist Silikon ist ein synthetisches Material und deshalb für Eltern, die Wert auf Natürlichkeit legen, grundsätzlich keine Option.

Die Alternative lautet daher Kautschuk beziehungsweise Latex. Dieses wird zwar schneller porös, ist aber dennoch ein sehr robustes, natürliches Material. Es gibt auch Schnuller, die komplett aus Naturkautschuk bestehen.

Das Schild hat nicht die gleiche Bedeutung wie der vordere Teil. Doch gibt es einige, die genauso weich sind, wie der Sauger selbst. So soll er sich besser der Mundform anpassen und auch in Bauchlage angenehm sein.

Mein Fazit in der Schnuller-Frage

Meist bestimmt das Baby selbst, welche Vorlieben es hat, denn schon Babys haben ihren eigenen Kopf. So war es auch bei uns: Mein Sohn wollte partout keinen Schnuller – er ist allen kieferorthopädischen Empfehlungen zum Trotz Daumenlutscher geworden. Und meine kleine Tochter? Sie ist dem natürlichen Material Kautschuk in der querovalen Nippelform treu geblieben, bis der Schnuller kein Thema mehr für sie war.

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Tanja Sommer ist überzeugte minibär-Mama. Wenn sie nicht gerade mit ihren beiden Kindern Kian und Amaya die Wunder der Natur entdeckt, bastelt sie in ihrem Büro GRAFIKDESIGN SOMMER an ausgefallenen Looks.

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